Zum Abschluss der Englischen Wochen mussten unsere Störche eine knappe 0:1-Niederlage gegen die SpVgg Greuther Fürth hinnehmen. Lange sah es nach einem torlosen Remis im Sportpark Ronhof | Thomas Sommer aus. Erst in den letzten Minuten erzielte Aaron Keller den entscheidenden Treffer.
In einer zu weiten Teilen ereignisarmen ersten Halbzeit, in der sich die Störche schwertaten, ihre Ballstafetten in echte Torchancen umzumünzen, blieb auch die Offensive des Gastgebers blass. Das erste Mal eingreifen musste unser Schlussmann Timon Weiner in der 20. Minute, als Jannik Dehm einen zu kurz geklärten Ball aus rund 20 Metern per Volley auf den Störche-Kasten jagte. Kurz darauf kamen auch unsere Störche zu der ersten nennenswerten Torchance der Partie. Im Nachgang einer von Giorgi Kvilitaia herausgeholten Ecke, fand Adrián Kaprálik mit seiner Hereingabe den im Sechzehner gebliebenen Hiroki Sekine. Da dessen Abschluss aber knapp am rechten Außenpfosten vorbeirauschte (24.), ging die KSV ohne eigenen Treffer in die Kabine. Dass auch auf der Gegenseite nichts passierte, lag hauptsächlich an der zum wiederholten Mal guten Defensivleistung unseres Teams. Und zudem daran, dass Omar Sillah, der nach einem Steckpass frei vor Weiner zum Abschluss hätte kommen können, bei der Ballannahme ausrutschte und so die Situation für unsere Störche entschärfte (45.).


Die zweite Halbzeit begann schwungvoller. Den Startschuss dazu gab Felix Klaus, der von der Strafraumkante das Tor nur knapp verfehlte (50.). Doch auch die Störche erhöhten die Schlagzahl. Erst verpasste Kaprálik aus spitzem Winkel den Torerfolg nur knapp, da der Fürther Keeper Florian Hellstern den wuchtigen Schuss aus kurzer Distanz noch aus dem Torwart-Eck kratzte. Dann verpasste Harres seinen sechsten Saisontreffer gleich doppelt. Während er bei der ersten Möglichkeit noch vom Fürther Schlussmann bei einer versuchten Klärungsaktion angeschossen wird und der Ball gerade noch vom selbigen von der Linie gekratzt werden konnte (64.), scheiterte unsere Nummer 19 nach guter Vorarbeit von Kvilitaia nur eine Minute später erneut an Hellstern, da sein Abschluss von der Höhe des Elfmeterpunktes zu unplatziert war. In der Schlussphase verlor die Partie wieder an Tempo. Fürth strahlte etwas weniger Gefahr aus, während Holstein bis zum Ende dranblieb und die drei Punkte mitnehmen wollte. Doch auch der eingewechselte Guillermo Balzi scheiterte mit einem flachen Schlenzer am Kleeblatt-Keeper. Ein Tor sollte das Spiel doch noch sehen, dieses fiel jedoch auf Fürther Seite. Den Hausherren gelang der Lucky Punch, da Aaron Keller einen hohen Pass erlief und anschließend Weiner aus spitzem Winkel überwinden konnte (88.). Die letzten Angriffsbemühungen unserer Mannschaft blieben erfolglos und der Nachmittag endete mit der bitteren Niederlage.
Statistik
Fürth: Hellstern – Dehm (85. Reich), Heuer, Blank, Itter – Bansé, Will (85. Srbeny), Klaus, Appelkamp (72. Ademi), Pohlmann (66. Keller) – Sillah (72. Jordan) – Trainer: Vogel.
Holstein: Weiner – Sekine, Madsen, Nekic, Parduzi (46. Tolkin) – Davidsen, Meffert (89. Alidou), Kaprálik, Therkelsen (46. de Regt) – Harres, Kvilitaia (79. Balzi) – Trainer: Walter.
Schiedsrichter: Erbst (Gerlingen) – Tore: 1:0 Keller (87.) – Zuschauer: 10.245
Stimmen
Kasper Davidsen: „Ich finde, dass diese Niederlage definitiv nicht verdient war. Aber so ist nun einmal Fußball – es geht darum, das eigene Tor zu verteidigen und auf der Gegenseite einen Treffer zu machen. Das haben wir heute nicht geschafft.“
Jonas Meffert: „Solche Partien sind Teil unseres Lernprozesses. Wir hatten es heute mit einem intensiven und unangenehmen Gegner zu tun. Den Kampf haben wir voll angenommen und versucht, unser Spiel durchzuziehen. Nach einer schwierigen ersten Halbzeit haben wir nach der Pause stark reagiert und hatten die Torchancen, das Spiel komplett auf unsere Seite zu ziehen. Auch wenn das heute bitter ist, muss der Blick direkt wieder nach vorn gerichtet werden.“












