Mit drei Punkten im Gepäck können unsere Störche den Heimweg aus Bochum nach Kiel antreten. Vor 25.039 Fans im Vonovia Ruhrstadion zeigten unsere Störche eine starke Moral. Denn, obwohl Bochum zwei Rückstände ausgleichen konnte, kam keine Verunsicherung auf. Die dritte Führung wurde dann mit viel Kampf über die Zeit gebracht.
In der Anfangsphase ging es direkt Schlag auf Schlag. In den ersten beiden Minuten gab es Abschlüsse auf beiden Seiten. Nach einem schnellen Umschalten gingen unsere Störche in Führung. Kasper Davidsen nickte nach einer klugen Vorbereitung von Steven Skrzybski ein (8.). Bochum ließ sich nichts anmerken und drückte auf die sofortige Antwort. Nachdem eine Ecke nicht geklärt werden konnte, traf Philipp Hofmann aus dem Gewühl im Strafraum (14.). Jetzt war erstmal Durchhalten angesagt, da der VfL nicht lockerließ und unsere Störche in der eigenen Hälfte einschnürte. Gegen das Bochumer Anlaufen wurde kräftig dagegengehalten. Kurz vor dem Seitenwechsel zeigte sich Holstein noch einmal vorne. Adrián Kaprálik legte eine Therkelsen-Flanke quer und Phil Harres köpfte gegen die Laufrichtung von Horn ein (45.+1). So ging Holstein endlich mal wieder mit einer Führung in die Kabine.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs konnten unsere Störche die Angriffsbemühungen der Bochumer noch besser wegverteidigen als vor dem Seitenwechsel. Timon Weiner war zudem gegen einen Kopfball von Philipp Strompf zur Stelle. Kurz darauf sah Bochums Kapitän Matúš Bero seine zweite Gelbe Karte, so mussten die Gastgeber das Spiel zu zehnt beenden (59.). Entschieden war dennoch lange nichts, denn der VfL glich nach einer Freistoßhereingabe durch Hofmann erneut aus (66.). Unsere Störche schlugen aber direkt zurück. Eine kurz gespielte Ecke landete bei Therkelsen, der aus 20 Metern in zentraler Position, den Ball perfekt traf und in die rechts unten platzierte (70.). Da in einer ruppigen Schlussphase weiterhin stark dagegengehalten wurde und Weiner mehrfach sicher zupackte, hielt die Führung. Kurz vor dem Schlusspfiff hätte Harres noch erhöhen können, setzte den Ball aber knapp vorbei (90.+7). In derselben Aktion sah auch der eingewechselte Umut Tohumcu Gelb-Rot. Da dann die Zeit ablief, war der Sieg unserer Mannschaft nicht mehr zu nehmen.
Statistik:
Bochum: Horn – Olsen, Mašović (71. Morgalla), Strompf, Wittek – Bero, Pannewig (71. Lenz), Miyoshi (77. Wätjen), Holtmann (59. Kwarteng) – Hofmann, Marshall (59. Onyeka)
Holstein: Weiner – Rosenboom (83. Niehoff), Nekić, Ivezić, Komenda (20. Roslyng) – Meffert, Davidsen, Skrzybski (59. Skrzybski) – Kaprálik, Harres, Therkelsen
Schiedsrichter: Patrick Alt (Illingen) – Tore: 0:1 Davidsen (8.), 1:1 Hofmann (14.), 1:2 Harres (45.+1), 2:2 Hofmann (66.), 2:3 Therkelsen (70.) – Zuschauer: 25.039 – Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rot Matus Bero (59.), Umut Tohumcu (90.+7)
Stimmen:
Timon Weiner: „Wir strotzen trotz allem nicht vor Selbstvertrauen, auch wenn wir führen, das hat man gesehen. Trotzdem finde ich, dass wir insgesamt über 90 Minuten ein vernünftiges Spiel gemacht haben und dann auch verdient gewonnen haben. Wir haben uns die drei Punkte nicht nur heute sondern in den letzten Wochen erarbeitet.“
Phil Harres: „Bochum hat es uns sehr schwer gemacht, aber wir sind als Team aufgetreten und haben heute die Tore gemacht. Wir haben gezeigt, dass wir unbedingt den Sieg holen wollten. Wir haben hinten mutig herausgespielt, auch die Ecke war top ausgespielt, und Therki darf den gerne öfter so machen.“
Steven Skrzybski: „Es war ein Kampf bis zur letzten Minute. Ich bin unfassbar stolz, aber wir wissen, dass es nur ein Schritt war. Wir wussten, was hier auf uns zukommt, und deswegen bin ich sehr froh, dass wir wieder gewonnen haben. Wir brauchen jeden im Team, das haben wir heute gesehen. Und dann hier zu gewinnen, ist ein Stück weit eine Feuertaufe. Ich bin froh, dass wir jetzt erst einmal eine Woche durchpusten können.”
Jonas Therkelsen: „Nach dem Ausgleich dachte ich mir, wenn wir einfach so weiterspielen, dass die Chance hoch ist, zu gewinnen. Danach mit unseren Fans zu jubeln, fühlte sich echt unglaublich an. Sie sind so einen langen Weg hergekommen. Der Sieg war nicht nur für uns, sondern auch für sie.“














