Im letzten Heimspiel der Saison präsentierten sich unsere Störche vor 14.679 Zuschauern insbesondere in der ersten Hälfte optisch überlegen, nutzten jedoch bei der 1:3-Niederlage ihre Chancen nicht. Der 1. FC Magdeburg war hingegen nach drei Standardsituationen kaltschnäuziger. Das Tor unserer Jungs kam schließlich zu spät.
Mit flotten Ballvorträgen kombinierte sich unsere KSV nach vorne, doch präzise Abschlüsse blieben aus. So konnte ein Abschluss von Stefan Schwab, der schon nach wenigen Minuten verletzungsbedingt für Kasper Davidsen ins Spiel kam, auf die kurze Ecke noch entschärft werden. An den Schuss von Umut Tohumcu bekam ebenfalls ein Magdeburger noch ein Bein. Die Belohnung für eine ansehnliche Vorstellung fehlte zu dem Zeitpunkt. Stattdessen fand der Fußballclub aus Magdeburg, der nach den ersten guten Minuten den Störchen die Spielkontrolle übergeben musste, zum Ende der ersten Halbzeit nochmal zurück in die Partie. Vor dem Tor zeigte sich der FCM dann effizienter. Erst brachte Jean Hugonet seine Mannschaft im Nachgang einer Ecke aus kurzer Distanz in Front (40.). Dasselbe Mittel der Elbstädter führte zum zweiten Treffer durch Dariusz Stalmach (45.+1).

Nach dem Seitenwechsel fehlte weiter die Durchschlagskraft auf Seiten unserer Jungs. Magdeburg zog sich nicht zurück und wollte weiter nachlegen. Timon Weiner konnte eine aussichtsreiche Doppelchance entschärfen, ehe Baris Atik unsere KSV mit einer direkt verwandelten Ecke überrumpelte (56.). Aufgeben war für Holstein aber keine Option. Ein eigenes Tor sollte schnell her, mit Dominik Reimann hatten aber auch die Magdeburger einen hellwachen Keeper in ihren Reihen. Mehrfach griff der Ex-Kieler entscheidend ein. Erst in der Nachspielzeit gelang es unseren Störchen, den Ball über die Linie zu bringen, nachdem Adrián Kaprálik eine Bernhardsson-Flanke ins Tor grätschte (90.+2). Ein Treffer, der zu spät für eine Aufholjagd fiel, die noch etwas an der 1:3-Niederlage hätte ändern können.


Statistik
Holstein: Weiner – Rosenboom, Nekić (71. Roslyng), Zec, Ivezić – Meffert (71. Niehoff), Kaprálik, Davidsen (5. Schwab), Tohumcu (60. Ugoh), Therkelsen (60. Bernhardsson) – Harres – Trainer: Tim Walter
Magdeburg: Reimann – Bockhorn (65. Hercher), Mathisen, Hugonet, Musonda – Ulrich, Michel, Stalmach (62. Krempicki) – Nollenberger (83. Pesch), Zukowski (83. Ahl-Holström), Atik – Trainer: Petrik Sander
Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart) – Tore: 0:1 Hugonet (40.), 0:2 Stalmach (45.+2), 0:3 Atik (56.), 1:3 (Kaprálik) – Zuschauer: 14.679
Stimmen
Timon Weiner: „Vielleicht haben nach den intensiven Wochen zuletzt einfach ein bis zwei Prozent gefehlt. Zufrieden ist heute keiner von uns, das letzte Heimspiel so zu beenden. Tut mir leid für die Fans, die heute wieder für eine super Stimmung gesorgt haben.“
Tim Walter: „Die Jungs haben nie aufgegeben und es immer weiter probiert, doch wir haben uns eigentlich selber geschlagen mit den drei Standardsituationen. Dadurch haben wir uns um den Lohn der Arbeit gebracht.“















