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Vierter der Rösler-Tabelle: Der VfL Bochum unter der Lupe 

Vor der Länderspielpause sind unsere Störche noch einmal im Einsatz, wenn es am 27. Spieltag auswärts beim VfL Bochum zur Sache geht. Für Fußballromantiker ist die Reise nach Bochum eine besondere, schließlich gehört das Ruhrgebiet zu den Herzstücken Fußballdeutschlands und das Vonovia Ruhrstadion ist traditionell für eine emotionale Atmosphäre bekannt. Wir haben den kommenden Gegner unter die Lupe genommen.  

Auf dem Platz an der Castroper 145 – oder wie es in Bochum heißt „anne Castroper“ – wird seit 1911 Fußball gespielt. Das nach dem Ersten Weltkrieg gebaute Stadion beheimatet seit der Saison 1938/39 den VfL Bochum – zuvor auch schon die Vorgängervereine. 1972 erhielt es den Namen Ruhrstadion, der trotz verschiedener namensgebender Sponsoren in der Alltagssprache geblieben ist. Nach mehreren Erweiterungen und Umbaumaßnahmen beträgt das Fassungsvermögen des kleinen Fußballtempels heutzutage 26.000. Die Stadionauslastung von 98,8 Prozent ist der zweitbeste Wert der Liga. Für eine besonders leidenschaftliche Atmosphäre sorgen außerdem die Tribünen, die bis nah an das Spielfeld heranreichen. Als emotionaler Einstieg in das Spiel sorgt Herbert Grönemeyers „Bochum“ als inoffizielle Stadionhymne. 

Mehr über die Vergangenheit des Ruhrpott-Clubs erfahrt ihr in unserer Rubrik „Geschichte und Geschichten“.  

Fruchtbarer Trainerwechsel

Im ersten Jahr nach dem Abstieg in die Zweitklassigkeit hatten die Bochumer Probleme in die Saison reinzukommen. Einen großer Kaderumbruch mit 16 Abgängen und elf externen Neuzugängen musste Dieter Hecking verwalten. Dies gelang dem 61-jährigen Trainer nicht, nach vier Niederlagen in den ersten fünf Ligaspielen musste er seinen Hut nehmen. Das gleiche Schicksal ereilte auch Interimstrainer David Siebers. 

Der energiegeladene Uwe Rösler hat Bochum nach dem achten Spieltag übernommen (Foto: DFL/Getty Images/Lukas Schulze).
Philipp Hofmann (li.) ist in dieser Saison wieder einmal als Torschütze und Vorlagengeber wichtig (Foto: DFL/Getty Images/Lukas Schulze).

Der Bochumer Aufschwung hängt insbesondere mit dem Trainerwechsel nach dem achten Spieltag zu Uwe Rösler zusammen. Der 57-Jährige brachte dabei reichlich Energie wie auch sehr viel Erfahrung aus dem In- und Ausland mit ins Ruhrstadion. In Deutschland hatte ihn seine Spielerkarriere unter anderem über die Stationen Dynamo Dresden, 1. FC Kaiserslautern und 1. FC Nürnberg geführt. Dazu saß er bei Fortuna Düsseldorf auf der Trainerbank. Seine meisten Lorbeeren verdiente sich Rösler aber im Ausland, wo er als Spieler und Trainer bei mehreren Vereinen in England und Skandinavien aktiv war. Bei Manchester City erfreut sich der kopfballstarke Stürmer bis heute großer Beliebtheit, und hat dort sogar einen Platz in der starbesetzten Hall of Fame der Skyblues inne.  

Betrachtet man nur die Tabelle seit Röslers Amtsübernahme, steht der VfL auf Platz vier. Nur zwei Spiele haben die Jungs von der Castroper Straße in diesem Zeitraum verloren. Da sich die Unentschieden jedoch häuften, bleibt der Blick der Bochumer weiterhin nach unten gerichtet.  

Die letzten Duelle

Apropos Unentschieden: In der vergangenen Saison waren die beiden Clubs noch in der Bundesliga aufeinandergetroffen. Beide Duelle endeten mit 2:2. Aus dem Hinspiel in dieser Saison ging ebenfalls niemand als Sieger hervor. Louis Köster, der derzeit an die zweite Mannschaft des VfL verliehen ist, hatte bei seinem Profidebüt für unsere Störche kurz vor Schluss den 1:1-Endstand geköpft. Somit steht die Gesamtbilanz derzeit bei vier KSV-Siegen, drei Erfolgen für Bochum und fünf Remis. Die Auswärtsmannschaften in diesem Duell zwischen dem VfL und unserer KSV hatten es bisher nicht leicht. In der 2. Bundesliga gelang es nur unseren Störchen auswärts gewinnen – 2019 durch ein 3:1 mit Tim Walter an der Seitenlinie und Jonas Meffert auf dem Feld. Das sieht nach einer guten Konstellation für eine Wiederholung aus.  

Louis Köster, inzwischen auf Leihbasis beim VfL Bochum II, feierte im Hinspiel sein Profi-Debüt und erzielte den Ausgleichstreffer.
Jonas Meffert (li.) gratuliert dem Torschützen Alexander Mühling beim Auswärtserfolg im Jahr 2019.
Ebenfalls am Auswärtssieg 2019 in Bochum beteiligt: der damalige und heutige Störche-Trainer Tim Walter.

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