Am kommenden Sonntag steht das letzte Saisonspiel unserer Störche in Dresden auf dem Programm. Die SG Dynamo ist dabei ein nicht zu unterschätzender Gegner. Denn nicht nur befinden sich die Schwarz-Gelben mit besten Karten noch im Abstiegskampf, vielmehr spielt die Mannschaft von Thomas Stamm eine starke Rückrunde. Wir haben den kommenden Gegner unter die Lupe genommen.

Mit nur 13 Punkten stand die SGD im Winter auf dem letzten Tabellenplatz. In jedem Spiel der Hinrunde kassierte sie mindestens einen Gegentreffer, insgesamt waren es 34. Schon früh wurde dem Aufstiegstrainer Thomas Stamm dennoch das Vertrauen ausgesprochen, was sich auszahlen sollte. In der zweiten Saisonhälfte präsentierte sich das Team aus Elbflorenz deutlich defensivstärker, musste nur noch 18 Gegentore hinnehmen und steht nun auf dem vierten Platz der Rückrundentabelle. Damit hat sich Dynamo, das als 13. in den letzten Spieltag geht, zwei Matchbälle zum Klassenerhalt erarbeitet. Eine Ausgangslage, mit der sicherlich viele Dresden-Fans in der Winterpause zufrieden gewesen wären. Doch am vergangenen Spieltag gegen Eintracht Braunschweig gelang der Klassenerhalt nicht. Der direkte Konkurrent gewann mit 2:1. Das stellte sich als weniger schlimm als befürchtet heraus, denn dank der Ergebnisse auf den anderen Plätzen ist ein direkter Abstieg nun ausgeschlossen. Und auch ein Abrutschen auf den Relegationsplatz ist beinahe unmöglich.
Wintertransfers bringen Dresden voran
Ein großer Faktor für die Wende im Winter sind die getätigten Transfers, darunter auch die beiden Ex-Störche Jonas Sterner und Robert Wagner. Gemeinsam mit dem ebenfalls gekommenen Innenverteidiger Thomas Keller sind Rechtsverteidiger Sterner und der zentrale Mittelfeldspieler Wagner wichtige Stützen in Stamms Defensive geworden. In der Offensive sind Jason Ceka und Ben Bobzien belebende Elemente, insbesondere Letzterer legte starke Zahlen auf. In 14 Einsätzen für die Schwarz-Gelben traf er vier Mal und bereitete fünf weitere Tore vor.


Wird Kutschke zum tragischen Helden?
Ein besonderes Augenmerk fällt am Sonntag auf Stefan Kutschke. Der Dresdner Kapitän hatte vor einer Woche angekündigt, dass er am Saisonende seine Schuhe an den Nagel hängt, und wird somit – aller Voraussicht nach – sein letztes Spiel für einen Club bestreiten, für den er schon in der Jugend aufgelaufen war. In 188 Spielen für die SGD-Profis erzielte die 37-jährige Identifikationsfigur 54 Tore und war in der vergangenen Saison mit verantwortlich dafür, dass Dresden nach drei Jahren wieder in die 2. Bundesliga aufgestiegen war. Jedoch wirkte dem ersten Spiel nach der Ankündigung seines Karriereendes bereits eine gewisse Tragik inne. In Braunschweig erzielt der Stürmer in der Schlussphase zwar den Anschlusstreffer. Es hätte aber noch mehr drin sein können, denn zuvor hatte er einen Elfmeter verschossen. Ein zweites Tor zum Ausgleich am 33. Spieltag hätte nämlich dafür gesorgt, dass die Mannschaft in der Liga bleibt.
Die letzten Duelle
Im Hinspiel im ausverkauften Holstein-Stadion hatten sich unsere Störche drei Punkte unter den Weihnachtsbaum gelegt. Unsere Jungs gingen zwar früh in Rückstand, egalisierten den Spielstand im ersten Durchgang aber noch durch Phil Harres. Nach dem Wiederanpfiff wurde die Partie durch ein Kopfballtor von Ivan Nekić, der erstmals im KSV-Dress traf, komplett gedreht. Damit sind unsere Störche gegen Dresden seit über zehn Jahren ungeschlagen – eine Serie, die unsere Mannschaft auch im letzten Spiel der Saison wahren möchte.
Die Gesamtbilanz unserer Störche gegen die Sachsen ist ohnehin sehenswert. Ein Rückblick auf die Duelle mit Dynamo wird in unserer Rubrik „Geschichte und Geschichten“ geworfen.

