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Zweitliga-Dino SpVgg Greuther Fürth unter der Lupe

Fürth bestreitet seine 35. Zweitligasaison – so viele wie kein anderer Verein. In dieser Spielzeit sieht es für die Franken nach einem erbitterten Abstiegskampf aus. Wir haben den Tabellenletzten unter die Lupe genommen.

Sich die zweite Liga ohne die SpVgg Greuther Fürth vorstellen, das fällt wohl jedem Fußballfan schwer. Schließlich war es in den letzten 29 Jahren nur zwei Mal der Fall, dass das Kleeblatt nicht im Unterhaus – sondern sogar eine Liga höher – spielte. In diesem Zeitraum gelang es den Franken regelmäßig, oben anzuklopfen und zweimal aufzusteigen. Nur sechs Mal standen sie zum Saisonende in der unteren Tabellenhälfte der 2. Liga. Zum zweiten Mal in Folge kämpft der Spitzenreiter der Ewigen Zweitliga-Tabelle aber gegen den Abstieg.

In der Vorsaison war es Fürths ehemaliger Aufstiegskapitän Thomas Kleine, der zum Saisonende den Trainerposten übernahm und mit einem Remis gegen Hannover und einem Sieg über den Hamburger SV den Klassenerhalt absicherte. Jedoch konnte daraus kein Rückenwind für die laufende Spielzeit mitgenommen werden und im Dezember musste Kleine seinen Hut nehmen.

Der Blick auf die Trainerbank

Für Kleine übernahm Heiko Vogel. Der gebürtige Pfälzer startete als Jugendtrainer beim FC Bayern München in seine Übungsleiterkarriere, wo er unter anderem Philipp Lahm, Mats Hummels und Thomas Müller betreute. Sein weiterer Weg verschlug ihn unter anderem zweimal zum FC Basel, mit dem er in der Saison 2011/12 Schweizer Meister wurde. Das Ruder in Fürth konnte der 50-Jährige aber noch nicht herumreißen. In seinen bislang fünf Partien konnte er erst drei Punkte holen.

Heiko Vogel übernahm die Verantwortung an der Kleeblatt-Seitenlinie im Dezember 2025 (Foto: DFL/Getty Images/Sebastian Widmann).
Ex-Storch Jannik Dehm (li., von 2018 bis 2021 bei der KSV) kehrt am Samstag ins Holstein-Stadion zurück.

Stärkung der anfälligen Defensive

Fürth stellt mit 46 Gegentoren die schwächste Defensive der Liga. Die Franken haben sich inzwischen jedoch verstärkt und unter anderem Paul Will (Darmstadt 98) und Doni Arifi (Kuopion Palloseura) verpflichtet, die als weitere Optionen im defensiven Mittelfeld dienen sollen. Aus dem Nachwuchsbereich erhielten die Linksverteidiger David Abrangao und Raul Marița Profiverträge. Offensiv soll Aiman Dardari (FC Augsburg II) ein belebendes Element sein.

Duell zweier Altmeister

Wie auch bei unserer KSV Holstein findet man auf dem Briefkopf des Kleeblatts den Eintrag: Deutscher Meister – das sogar dreimal. Schließlich war Fürth nicht immer das Gesicht der 2. Bundesliga. Die drei Meisterschaften rühren aus den Saisons 1913/14, 1925/26 und 1928/29. Vor einhundert Jahren, auf dem Weg zur zweiten Meisterschaft der Fürther kreuzten sich die Wege von der SpVgg und Holstein im Halbfinale. In Düsseldorf unterlag die KSV, die als Norddeutscher Meister angereist war, dem Kleeblatt mit 1:3. Das Endspiel gewann die Spielvereinigung nach Rückstand noch klar mit 4:1 gegen Hertha BSC.

Die Fürther Meistermannschaft von 1914.
Im Hinspiel umkurvte Jonas Therkelsen (re.) Fürth-Keeper Pelle Boevink und brachte unsere Störche auf die Siegerstraße.

Danach folgte eine fast 90-jährige Pause bis zum nächsten Duell der Altmeister. In der 2. Bundesliga trafen die Clubs 13-mal aufeinander, und haben insgesamt mit je fünf Siegen und vier Remis eine ausgeglichene Bilanz gegeneinander vorzuweisen. Im Hinspiel in dieser Saison feierte unsere KSV beim 2:0 im Sportpark Ronhof den ersten Saisonsieg. Der Premierentreffer von Jonas Therkelsen brachte damals die knappe Halbzeitführung, bevor John Tolkin in der Nachspielzeit mit dem zweiten Tor den Sieg sicherte.

Noch mehr zur Historie unseres kommenden Gegners findet ihr hier.

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