Am vergangenen Sonntag standen in Kiel Kinder, ihre Perspektiven und ihre Rechte im Mittelpunkt. Der bundesweit erste Kinderrechte-Gipfel wurde maßgeblich von Kindern und Jugendlichen mitgestaltet und richtete sich an sechs- bis 13-jährige sowie ihre Familien. Die kostenfreie Veranstaltung fand im Audimax der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel statt. Über eine Rallye, kreative Workshops und Mitmach-Angebote wurden die Rechte spielerisch und niedrigschwellig erlebbar gemacht.
Unsere KSV arbeitet schon seit längerem mit dem Kinderschutzbund Schleswig-Holstein zusammen. In dieser Zeit wurde gemeinsam unter anderem ein Kinderschutzkonzept für Holstein Kiel entwickelt. Außerdem entstand im April 2025 das Vorhaben, sich am Kinderrechte-Gipfel zu beteiligen und dort gemeinsam mit den Kindern Kinderrechte praktisch erlebbar zu machen. Und so war Holstein Kiel am Sonntag mit zwei Stationen bei der Kinderrechte-Rallye vertreten, bei der das Recht auf Spiel, Freizeit und Erholung sowie das Recht auf Bildung im Mittelpunkt standen.


An den Stationen ging es darum, mit den Kindern ins Gespräch zu kommen: Was bedeutet Spielen für euch? Warum ist Bewegung wichtig? Was braucht eine Schule oder Kita, damit Lernen Freude macht? Die Antworten der Kinder zeigten, wie klar sie ihre eigenen Bedürfnisse benennen können und wie wichtig es ist, ihnen dafür Raum zu geben. „Besonders beeindruckt hat mich die partizipative Gestaltung der Veranstaltung. Die Kinder und Jugendlichen waren nicht nur an der Organisation beteiligt, sondern haben diese maßgeblich gestaltet. Das zeigt, wie wichtig es ist, mehr mit den Kindern und weniger über sie zu sprechen“, meinte Torben Hartjen, pädagogischer Leiter des Nachwuchsleistungszentrums von Holstein Kiel.
Auch Stina Wrede, Referentin für den Workshop „Kinder- und Menschenrechte“ im Lernhafen Holstein-Stadion, zog ein positives Fazit: „Wir haben unter anderem gefragt, welche Angebote sich Kinder in ihrer Schule oder Kita wünschen. Man merkt: Da ist eine riesige Lust auf Bildung und Bewegung, wenn sie den Kindern und Jugendlichen Freude bereitet.“ Diese Einschätzung teilten auch Elisa und Yvonne, zwei teilnehmende Schülerinnen: „Fußball macht uns große Freude. Teamsport ist großartig. Aber auch Malen ist total schön, weil es hilft, sich vom Alltag zu beruhigen.“
Der Kinderrechte-Gipfel hat gezeigt, wie wichtig es ist, Kindern nicht nur Angebote zu bieten, sondern ihnen zuzuhören und ihre Sichtweisen ernst zu nehmen. Für unsere KSV ist auch das ein Bestandteil gesellschaftlicher Verantwortung: Kindern Räume zu eröffnen, in denen sie sich bewegen, ausprobieren, mitreden und ihre eigenen Ideen einbringen können. Denn Rechte werden besonders dann greifbar, wenn Kinder sie selbst erleben können.