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Nachruf auf Uwe Klahn: Ein „Gründervater“ der Holstein Women

Hinter den Kulissen der Holstein Women muss man neben dem früheren Erfolgstrainer Heinz Siebolds, dem einstigen „Projektchef“ Gerd Schildt sowie Ex-Präsident Dr. Sven Jacob ohne Frage auch Manager und Teambetreuer Uwe Klahn zu den „Gründervätern“ des Frauenfußballs bei der KSV zählen. Klahn war darüber hinaus auch die gute Seele der Holstein Women und ein echter Hansdampf in allen Gassen. Am 4. März verstarb Uwe Klahn (geb. 23. Juli 1950) im Alter von 75 Jahren. Die KSV verliert damit eine der prägendsten Figuren ihrer Frauenfußball-Historie.

Wie alles begann…

Als am Sonntag, den 22. August 2004, das Projekt „Holstein Woman“ – mittlerweile Holstein Women – mit dem Heimspiel gegen den Regionalliga-Mitfavoriten SG Ahlerstedt/Ottendorf offiziell eröffnet wurde, begann eine der spannendsten Phasen für den Frauenfußball bei Holstein Kiel, aber auch in ganz Schleswig-Holstein. Angefeuert von damals 350 Zuschauern auf der Waldwiese feierte man einen ungefährdeten 3:0-Sieg. Die Holstein-Frauen ließen sage und schreibe weitere 12 Siege folgen und durften am Ende der Saison, berauscht von sich selbst, die souveräne Meisterschaft und damit den Aufstieg in die 2. Bundesliga Nord feiern. Hinzu kam der Triumph im SHFV-Landespokal. Auf dem Rasen hatten Kapitänin Rachel Pashley, Dauerbrennerin Svenja Wölki, U19-Weltmeisterin Nina Jokuschies sowie die heutige Holstein-Aufsichtsrätin Svenja Nefen das Grundgerüst der Erfolgsgeschichte gebildet.

Unermüdlicher Einsatz und viel Herz

„Uwe war weit mehr als nur ein Mitgründer der Holstein Women. Mit unermüdlichem Einsatz setzte er sich für den Frauen- und Mädchenfußball ein und investierte unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit, um die Abteilung aufzubauen und am Leben zu halten“, hebt die damalige Kapitänin Rachel Hummel (damals Pashley) die Arbeit von Uwe Klahn hervor. „Für Uwe war diese Aufgabe nicht einfach nur ein Engagement im Verein, sondern eine echte Herzensangelegenheit. Mit viel Leidenschaft und Hingabe kümmerte er sich um alles Organisatorische rund um die Teams. Ob Spielberechtigungen, Verpflegung, Busreisen oder die Ansetzungen von Spielen – Uwe behielt stets den Überblick und sorgte im Hintergrund dafür, dass für die Spielerinnen alles reibungslos lief“, so Hummel. Für Uwe Klahn war die Frauenabteilung so etwas wie sein zweites Zuhause. Mit seiner außergewöhnlichen Liebenswürdigkeit, seinem beherzten Engagement und seiner Leidenschaft für den Frauen- und Mädchenfußball setzte Uwe Maßstäbe. „Ich persönlich habe meine gesamte Zeit bei Holstein mit Uwe verbracht und habe ihn richtig ins Herz geschlossen. Er war der beste und engagierteste Teammanager“, erinnert sich Rachel Hummel gern an die Jahre mit Uwe Klahn im Storchennest zurück.

Bewegende Jahre

Auch der langjährige Trainer Heinz Siebolds, der vor seiner Zeit bei Holstein schon beim TSV Schilksee erfolgreich mit Uwe Klahn zusammengearbeitet hatte, denkt bewegt an die Jahre mit Uwe zurück: „2003 hat Uwe mich zum TSV Schilksee geholt und ging nach nur einem Jahr auch den Weg zu Holstein mit. In den Jahren bis 2009 tat Uwe alles für den sportlichen Erfolg und auch für das Wohlergehen des Teams. Er hatte einen erheblichen Anteil an der Entwicklung der Women zu einer guten Zweitligamannschaft in unserer gemeinsamen Zeit!“

Im stillen Gedenken

Viele Wegbegleiter und Wegbegleiterinnen werden die Erinnerungen an den „Fußball-Verrückten“, großen Sportsmann, liebevollen Familienmenschen und Großvater Uwe Klahn weiter am Leben halten. Mit Uwe ist eine wertvolle Persönlichkeit von uns gegangen.

Wir denken in enger Verbundenheit, mit großer Wertschätzung für sein Wirken und in stiller Trauer an ihn zurück und sind in Gedanken auch bei seiner Familie. Mach es gut, Uwe!

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