Holstein Kiel Stellungnahme

Statement von Holstein Kiel zur aktuellen Diskussion um die Stadionsicherheit

Die KSV Holstein zeigt klare Haltung für einen verantwortungsvollen und fanorientierten Umgang mit Sicherheitsfragen und steht hinter den aktuellen Aussagen und Einordnungen von DFL und DFB bei diesem Thema. Als Verein setzen wir uns für eine vielfältige und aktiv gelebte Fanszene ein, die den Fußball zu einem bunten und einzigartigen Erlebnis für alle Menschen macht.

In nahezu allen Stadien herrscht aktuell an den Spieltagen in den ersten zwölf Spielminuten Stille – ein lautloser Protest der organisierten Fanszenen gegen die bekannt gewordenen Überlegungen rund um das Thema Stadionsicherheit, das auf der anstehenden Innenministerkonferenz beraten werden soll. Die hierzu kürzlich geäußerten Klarstellungen von DFL und DFB nimmt die KSV Holstein ausdrücklich positiv zur Kenntnis. In diesem Zusammenhang möchte der Verein auch einen Dank an die DFL und den DFB richten, die bereits seit einem Jahr aktiv die Diskussion mit der Politik und Polizei führen, sodass die dort angedachten Maßnahmen in der ursprünglichen Form nicht kommen. Die Positionierungen der Verbände unterstreichen aus Sicht der KSV die Bedeutung von Verhältnismäßigkeit, Dialog und dem nachhaltigen Schutz der deutschen Fußball- und Fankultur.

Gegen pauschale Kollektivmaßnahmen

Holstein Kiel begrüßt die deutliche Ablehnung pauschaler und kollektiv wirkender Eingriffe. Dazu zählen:

  • generelle Einschränkungen von Gästefankontingenten bei als „Risiko“ eingestuften Spielen,
  • verpflichtende Formen des personalisierten Ticketings mit voller Identifizierbarkeit,
  • sowie Regelungen, die mittel- oder langfristig den Fortbestand von Stehplätzen gefährden könnten.

Solche Maßnahmen sind nicht zielführend und würden viele unbeteiligte und friedliche Fans unverhältnismäßig treffen und die Distanz zwischen Fans, Vereinen und Institutionen weiter vergrößern. Daher darf dieser Weg nicht beschritten werden.

Lokale Verantwortung bei Stadionverboten bewahren

Ebenso unterstützt die KSV Holstein die Positionierung, auf die Einrichtung einer zentralen Stadionverbotsinstanz als Ersatz der lokalen Kommissionen zu verzichten. Die bestehenden lokalen Stadionverbotskommissionen verfügen über jahrelange Erfahrung und dementsprechende Nähe zu den Fällen sowie Kenntnis der jeweiligen Hintergründe und Rahmenbedingungen. Dieses Vorgehen hat sich bewährt.

Die geplante zentrale Kommission mit Kontroll- und Aufsichtsfunktion auf DFB-Ebene, die für mehr Transparenz und nachvollziehbare Verfahren sorgen soll, ohne funktionierende lokale Strukturen zu ersetzen, stellt aus Sicht der KSV einen sinnvollen Ausgleich dar. Pauschale und undifferenzierte Stadionverbote lehnt die KSV Holstein klar ab.

Gemeinsame Weiterentwicklung von Sicherheit und Fanarbeit

Die angekündigte Stärkung von Präventionsmaßnahmen in Form von Ausbau und Weiterentwicklung in den Bereichen der Fanbetreuung, der Sicherheitsbeauftragten, der Fanprojekte und der übergreifenden Stadionbündnisse ist für die KSV Holstein ein wichtiger Schritt. Nachhaltige Sicherheit entsteht vor allem durch Prävention, Zusammenarbeit und einen kontinuierlichen Austausch zwischen Fans, Vereinen und zuständigen Behörden. Fanfreundlichkeit und Sicherheit sind dabei zwei Seiten derselben Medaille.

KSV Holstein steht klar hinter den Fans

Holstein Kiel steht im engen Austausch mit seinen Fans und den entsprechenden politischen Akteuren, um zur Versachlichung der Debatte und zu mehr gegenseitigem Verständnis beizutragen. Trotz bestehender Interessensunterschiede setzt der Verein gemeinsam mit dem organisierten Fußball auf bewährte präventive Maßnahmen, um ein sicheres und zugleich vielfältiges Stadionerlebnis zu erhalten. Dazu zählen der Ausbau von Stadionallianzen, die Stärkung der Fanarbeit sowie kontinuierliche Investitionen in Prävention und Sicherheitsinfrastruktur.

Holstein Kiel bekennt sich ausdrücklich zu einer offenen, vielfältigen und sicheren Fankultur. Fußball lebt von Leidenschaft, Engagement und Gemeinschaft – diese Grundwerte gilt es auch im Rahmen sicherheitspolitischer Diskussionen zu bewahren.

Vor diesem Hintergrund unterstützt die KSV Holstein ausdrücklich alle Ansätze, die auf Dialog statt Generalverdacht, auf Prävention statt Kollektivstrafen und auf verantwortungsvolles Handeln statt symbolischer Maßnahmen setzen.

Hier gibt's noch mehr frische News

Geschichte und Geschichten: KSV gegen Hertha – Duelle der Altmeister

|

Störche zu Besuch beim Projekt KLEE und im UKSH

|

Zum Jahresabschluss: Holstein Women gastieren beim FC St. Pauli

|

X
Bitte warten...