Für Holsteins U19 wird es ein weiteres Saisonspiel geben. Durch einen deutlichen Sieg gegen den Oberligisten VfB Lübeck haben sich die Jungstörche am vergangenen Samstag für das Finale im SHFV-Landespokal qualifiziert, wo sie am 14. Mai ihren Titel verteidigen wollen.
VfB Lübeck U19 – Holstein Kiel U19 0:6 (0:4)
Dass mit den Lübeckern ein besonderer Gegner im Pokal-Halbfinale wartet, war U19-Cheftrainer Freddy Kaps und seinem fokussierten Team bereits bei der Anreise bewusst: “Das Derbygefühl kommt immer auf, wenn man da auf die Anlage fährt und weiß, dass es gegen den VfB geht. Aber grundsätzlich war uns von vornherein klar, dass wir sehr professionell auftreten und das Spiel dadurch schnell auf unsere Seite ziehen wollen”, lieferte er den Matchplan gleich mit. Der sollte anschließend auch gut aufgehen. Die erste Großchance des Spiels besaßen allerdings die Gastgeber. Den Holsteiner Ballverlust im Aufbauspiel reparierte letztlich KSV-Torwart Timon Stührwohldt mit einer wichtigen Parade.
Wenig später machte es der Kieler Delf Berndt auf der anderen Seite besser, als er in der elften Spielminute eine Hereingabe von Lasse Suder aus kurzer Distanz über die Linie drückte. Die Jungstörche übernahmen jetzt die Spielkontrolle und verlagerten das Geschehen mit seltenen Ausnahmen in die Lübecker Hälfte. Folgerichtig baute Emin Torunogullari in der 39. Minute und 42. Minute die Führung aus. Jeweils im Strafraum setzte sich der KSV-Angreifer dabei in Zweikämpfen durch und markierte aus wenigen Metern Torentfernung das 2:0 und 3:0 aus Kieler Sicht. Der vierte Treffer der ersten Hälfte entstand dann aus einer Standardsituation. Nach einer Umschaltsituation wurde Till Wiese an der Lübecker Strafraumgrenze zu Fall gebracht. Kevin Hahn setzte den fälligen Freistoß zum Halbzeitstand unter die Latte. “Ich war grundsätzlich einverstanden mit der ersten Hälfte, weil wir das Spiel ergebnistechnisch gut gestaltet haben. Aber ich hätte mir insgesamt ein noch höheres Spieltempo meiner Mannschaft gewünscht”, ließ Kaps in sein Zwischenfazit auch Verbesserungsansätze einfließen.


Mit weiterhin hoher offensiver Schlagzahl gingen die U19-Jungstörche deshalb auch in die zweiten Hälfte. Dort verpassten zunächst Mark Richter Monserrat und Kian Tack, mit einem Pfostenschuss, das fünfte Holstein-Tor. Ersterer durfte sich in der 63. Minute dann aber doch in die Torschützenliste eintragen, als er nach einem schnellen Haken im Strafraum das Spielgerät im Netz unterbringen konnte. Das Spiel war nun endgültig entschieden – und hatte trotzdem noch zwei schöne Geschichten parat: Für das letzte Spieldrittel wurde Maximilian Schmitz nach langer Verletzungspause eingewechselt und legte Lasse Suder wenige Minuten später den 6:0-Enstand auf. Der wiederum wird den Verein nach langjährigem Einsatz im Sommer verlassen und durfte sich im vorletzten Pflichtspiel der Saison nochmal über einen eigenen Treffer freuen. Außerdem sammelte auch Torwart Enis Mazrek in der Schlussphase seine ersten Spielminuten der Saison und stellte mit einem starken Reflex kurz vor Abpfiff sicher, dass unsere U19 in diesem Pokalhalbfinale ohne Gegentreffer blieb.
“Damit war das Spiel rund”, befand auch Kaps nach der Partie und führte weiter aus: “Sicherlich hätte auf beiden Seiten noch das ein oder andere Tor mehr fallen können, aber wir sind mit dem Ergebnis am Ende zufrieden. Die Aufgabe wurde total professionell gelöst und deswegen stehen wir auch zu Recht im Finale.” Das findet übrigens am 14. Mai in Malente statt. Dort treffen unsere Jungstörche am “Finaltag der Jugend” auf den JFV Lübeck. Anpfiff der Partie ist um 18 Uhr, der Eintritt ist frei.