Unsere U19 ist am vergangenen Wochenende mit einem großen Erfolg in das Pflichtspieljahr 2026/2027 gestartet. In der ersten Runde des DFB-Pokals der Junioren setzte sich das Team von Cheftrainerin Melanie Fink mit 4:3 beim Nachwuchs von Borussia Dortmund durch.
Borussia Dortmund U19 – Holstein Kiel U19 3:4 (1:1)
Im BVB-Fußballpark Hohenbuschei begann unsere U19 mit einer bemerkenswerten Aufstellung. Fünf Spieler der letztjährigen U17 hatten sich einen Platz in der Startelf gesichert. Außerdem wurden die Abwesenheiten von Mark Richter Monserrat und Till Wiese kompensiert. Das Duo ist theoretisch noch spielberechtigt bei den A-Junioren, spielt und trainiert aufgrund seiner starken individuellen Entwicklung aber bereits im Herrenbereich der KSV. „Wir haben den Jungs vor dem Spiel gesagt, dass wir zwei Vorteile haben: Erstens sind wir ein eingeschworener Haufen und zweitens sind wir bereit zu leiden und die weiten Defensivwege zu gehen”, erklärte Fink hinterher die Trümpfe ihrer Mannschaft. Gegen den favorisierten BVB musste sich unsere U19 auch zunächst auf die Defensive konzentrieren. Ab Mitte der ersten Hälfte gelangen den Jungstörchen allerdings zunehmend eigene Offensivakzente. Durchaus verdient war deshalb auch der Kieler Führungstreffer in der 33. Spielminute. Einen weiten Abschlag von KSV-Keeper Timon Stührwohldt verlängerte Moritz Scheel in den Lauf von Jonathan Truschke, der im Strafraum sicher vollendete. Bis zur Halbzeit sollte der knappe Vorsprung indes nicht halten. Bjarki Hrafn Gardarsson hatte in der 40. Minute per Kopfball ausgeglichen. „Das 1:1 war zur Halbzeit das gerechte Zwischenergebnis. Im Gespräch mit den Spielern in der Pause hat sich bei uns allen das Gefühl bestärkt, dass unsere Grundidee gut funktioniert und wir dieses Spiel gewinnen können”, analysierte Fink die erste Hälfte.
Entsprechend selbstbewusst kehrte unsere U19 auf den Platz zurück – und durfte kurz nach Wiederanpfiff erneut jubeln. Emin Torunogullari, der bereits seit der U10 für Holstein aufläuft, sammelte einen Dortmunder Fehlpass ein, dribbelte in den Sechzehner vor und bediente den mitgelaufenen Valton Mehmeti mustergültig. Letzterer schoss zum 2:1 aus Kieler Sicht ein. Mehmeti war es auch, der keine zehn Minuten später die Führung ausbaute. Von Truschke in Szene gesetzt, chippte der KSV-Angreifer den Ball zum 3:1 ins Netz (56.). Wiederum nur 12 Minuten darauf legte Mehmeti sogar noch einen dritten Treffer nach und stellte auf 4:1 für sein Team. Über Umwege fiel ihm ein Einwurf von Scheel vor die Füße, den Mehmeti per Dropkick von der Strafraumgrenze im rechten Winkel des BVB-Kastens versenkte. „In dieser Phase haben sich die Jungs in einen Rausch gespielt, weil jeder für das Team gearbeitet hat. Defensiv haben wir in den Zweikämpfen geackert und offensiv hatten wir in den Umschaltsituationen immer mehrere Anspielstationen, weil auch da keiner die weiten Wege gescheut hat”, erklärte Fink. Das Spiel war damit vorentschieden, der Endstand allerdings noch nicht hergestellt. Auch BVB-Stürmer Gardarsson schnürte noch seinen Dreierpack (70., 83.). So endete die Partie mit 4:3 für unsere U19, die sich durch den Sieg über den Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals der Junioren freuen durfte. „Die Freude war riesig”, bestätigte Fink und fügte an: „Uns wurde nichts geschenkt, wir haben uns das hart erarbeitet. Die individuelle Klasse bei den Dortmundern ist groß, das wurde auch bei den Anschlusstreffern nochmal sichtbar. Trotzdem haben wir es im Kollektiv geschafft, dieses Spiel vollkommen verdient auf unsere Seite zu ziehen.”
Holstein Kiel U19: Stührwohldt – Scheel, Haders (89. Ibrahimovic), Ladewig, Kloppenburg, Pawils – Benninghoff (80. Steube), Dilerim – Trunschke (77. Schröder), Mehmeti – Torunogullari (89. Schirsching).
Tore: 0:1 Truschke (33.), 1:1 Gardarsson (40.), 1:2 Mehmeti (47.), 1:3 Mehmeti (56.), 1:4 Mehmeti (68.), 2:4 Gardarsson (70.), 3:4 Gardarsson (83.).
Fotos: Borussia Dortmund.







