Am dritten Spieltag der Flens-Oberliga und damit gleichzeitig zum Abschluss der Englischen Woche musste sich Holsteins U23 im CITTI FUSSBALL PARK mit 3:4 geschlagen geben. Bereits vor der Pause ginge die Jungstörche gegen die Zweitvertretung des 1. FC Phönix Lübeck II drei Mal in Führung, schafften es aber nicht ihren Vorsprung auszubauen oder über die Zeit zu bringen.
Holstein Kiel U23 – 1. FC Phönix Lübeck II 3:4 (3:3)
Unsere Jungstörche erwischten gegen die Lübecker einen wahren Blitzstart. Nach nur vier Minuten landete ein schöner Pass in die Tiefe bei Islam Matene, der sich auf der rechten Seite stark durchsetzte und am zweiten Pfosten den mitgelaufenen René Guder bediente. Holsteins U23-Kapitän musste nur noch den Fuß hinhalten und stellte auf 1:0 (4.). Doch auch Phönix bewies früh Torgefahr und sorgte nach einem schnellen Umschaltspiel für den Ausgleich. Benjamin Luis setzte sich im Strafraum durch und stellte in der 11. Minute auf 1:1.
Es ging Schlag auf Schlag: Bei einer flachen Eckballvariante stand Matene goldrichtig und brachte die Jungstörche mit seinem Treffer zum 2:1 wieder in Führung (17.). Spielerisch waren die Gäste aus Lübeck zwar überlegen, beim schnellen Umschaltspiel der Adler musste Holsteins Nachwuchs jedoch stets aufpassen. Dementsprechend fiel nach einem weiteren schnellen Angriff des FC erneut der Ausgleich. Eine Flanke von links fand am zweiten Pfosten Julius Kliti, der den Ball zum 2:2 unter die Latte zimmerte (27.).
Doch damit war in der ersten Halbzeit noch nicht Schluss. Phönix-Keeper Niklas Baeskow war in der 31. Minute zu weit vor seinem Tor. Matene erkannte die Situation nach einem hohen Ballgewinn und stellte per Lupfer aus der Distanz auf 3:2 (31.). So zielstrebig die Jungstörche vorne agierten, so anfällig zeigten sie sich allerdings in der Defensive. Phönix gelang vor der Pause zum dritten Mal der Ausgleich. Dieses Mal war es Malek El Shaik, der mit einem Schuss aus der zweiten Reihe den dritten Treffer für die Lübecker beisteuerte (36.).
So ging es bereits mit sechs Treffern aus einer ereignisreichen ersten Halbzeit in die Kabinen. Und der zweite Durchgang machte genau dort weiter, wo der erste aufgehört hatte: Ein schnell vorgetragener Angriff des 1. FC Phönix endete nur drei Minuten nach Wiederanpfiff bei Arthur Inaka Kuki, der die Gäste erstmals in dieser Partie in Führung brachte (48.).
Anschließend bemühten sich unsere Jungstörche um eine Antwort, vor allem aber um mehr Spielkontrolle. Doch Holsteins U23 tat sich schwer, verlor die Bälle zu schnell und kam dadurch nur selten in die gefährlichen Räume. Stattdessen war weiter defensive Wachsamkeit gefragt, um den Rückstand möglichst gering zu halten. Die beste Chance auf den Ausgleich vergab der eingewechselte Kjell Knaak, der den Ball aus zentraler Position über das Tor setzte. Auch Kian Tack hatte kurz vor dem Schlusspfiff noch einmal den Ausgleich für Holsteins auf dem Fuß, doch die Phönix-Defensive warf sich in den Abschluss. Damit blieb es am Ende beim 3:4 aus Sicht unserer Jungstörche und sie mussten am dritten Spieltag die erste Saisonniederlage hinnehmen.
Statistik
Holstein Kiel U23: Engelhardt – Junge, Medlin (66. Lückner), Apelt (46. Petersen), Lüth – Hahn, Muqaj (76.Knaak), Schmitz (46. Meyer) – Guder (61. Tack), Winter – Matene.
Tore: 1:0 Guder (4.), 1:1 Luis (11.), 2:1 Matene (17.), 2:2 Kliti (26.), 3:2 Matene (31.), 3:3 El Shaik (36.), 3:4 Inaka Kuki (48.).
Stimmen zum Spiel
Freddy Kaps: „Das Ergebnis ist vor allem deswegen bitter, weil wir super ins Spiel gestartet sind. Wir haben in der Anfangsphase zu viele hochkarätige Chancen liegen gelassen. Uns haben heute die Balance und nötige Ruhe gefehlt. Das wurde brutal bestraft, und daraus müssen wir jetzt lernen. Insgesamt müssen wir mehr dafür investieren, das Spiel auf unsere Seite zu ziehen. Man hat über weite Strecken gesehen, wo es für uns hingehen kann, aber auch, wo wir noch unsere Baustellen haben.“
Malte Petersen: „Insgesamt hat uns heute die nötige Spielkontrolle gefehlt. Wir haben es nicht geschafft, in den hektischen Phasen Ruhe ins Spiel zu bringen. Am Ende sind wir leider nicht mit genug Überzeugung auf das Tor gegangen, um zumindest noch einen Punkt zu holen. Unser Gegenpressing und unsere Ordnung nach Ballverlust müssen wir in den nächsten Wochen auf jeden Fall konstanter umsetzen.“
Jorden Winter: „Diese Niederlage ist besonders durch den Spielverlauf sehr bitter. Wir hätten viel früher nachlegen müssen, das hätte uns den Rücken gestärkt. Dafür hatten wir auch die Chancen, umso ärgerlicher war es am Ende. Wir waren heute nicht zielstrebig und energisch genug in Richtung Tor. Gegen den Ball hat uns zudem die nötige Power gefehlt. Das muss im nächsten Spiel wieder anders aussehen.“
Fotos: Nick Hanke














