In einem torreichen Spiel mit zahlreichen Aufs und Abs feierte Holsteins U23 am Samstagmittag vor 161 Fans im CITTI FUSSBALL PARK einen 4:3-Heimerfolg gegen den Oldenbruger SV. Für die Jungstörche trafen dabei im ersten Durchgang René Guder und Leland-Jorden Junge, ehe in der zweiten Hälfte die beiden Joker Kjell Knaak und Kian Tack die Partie entschieden.
Holstein Kiel U23 – Oldenburger SV 4:3 (2:2)
Unsere U23-Jungstörche gingen dieses Heimspiel mit einer extrem jungen Truppe an. Mit Valton Mehmeti und Len Kloppenburg standen zwei U19-Spieler in der Startelf. Dennoch begann Holstein mutig und versuchte, frühzeitig Druck auszuüben. In einem umkämpften Duell hatten die Jungstörche knapp die Nase vorn, mussten aber besonders beim schnellen Umschaltspiel der Gäste aufpassen. Für erste Entlastung sorgte schließlich René Guder: Einen Freistoß aus rund 20 Metern Torentfernung zirkelte Holsteins U23-Kapitän sehenswert ins linke obere Toreck (22.).
Der OSV zeigte sich zwar um eine Antwort bemüht, stattdessen konnten aber die Jungstörche nachlegen. Bei einem Eckball von Guder lief Leland-Jorden Junge im richtigen Moment ein und stellte auf 2:0 (39.). Während die Oldenburger zuvor nicht zwingend genug vor dem Tor agierten, hatten sich nach diesem erneuten Rückschlag prompt eine Reaktion parat: Nach einem Einwurf traf zunächst Marvin Müller per Direktabnahme zum 2:1-Anschlusstreffer (41.). Nur drei Minuten später war es Daniel Junge, der aus der zweiten Reihe noch vor der Pause auf 2:2 stellte (45.). Durch diesen Doppelschlag mussten unsere Jungstörche zunächst mit einem Remis in die Kabine gehen.
Zunächst jubelten die Jungstörche nach der 2:0-Führung …
… aber die Oldenburger glichen noch vor dem Halbzeitpfiff per Doppelschlag aus.
Entsprechend hitzig startete der zweite Durchgang. Kein Team wollte sich mit dieser Punkteteilung zufriedengeben. Holstein versuchte es mit Flanken auf den eingewechselten Kian Tack, Oldenburg setzte weiterhin auf Konterspiel oder ruhende Bälle. So auch in der 56. Spielminute, als Robin Bünning nach einer Ecke am zweiten Pfosten aus kurzer Distanz die Partie für den OSV drehte. Aber Holstein gab sich nicht auf. So versuchte es Mehmeti mit einem Abschluss aus der Distanz, scheiterte aber an der Latte.
Kurze Zeit später gelang es dann aber doch: Einen schönen Spielzug über die rechte Seite vollendete der erst kurz zuvor eingewechselte Kjell Knaak am ersten Pfosten zum 3:3 (67.). Damit aber nicht genug, denn Doppelschlag kann auch Holsteins Nachwuchs. Wieder war es eine Ecke, bei der dieses Mal Tack den Ball unter die Latte hämmerte und die Jungstörche damit wieder mit 4:3 in Führung brachte (75.). Die Joker stachen, und Holstein warf in der Schlussphase alles rein, um diesen knappen Vorsprung gegen weiterhin gefährliche Oldenburger über die Zeit zu bringen. Am Ende reichte es und die Jungstörche feierten den fünften Sieg in Serie und verteidigten damit auch die Tabellenführung in der Flens-Oberliga.
Statistik
Holstein Kiel U23: Müller-Kalthoff – Junge, Kloppenburg, Lüth, Lückner (61. Knaak) – Guder, Westphal (77. Koc), Mehmeti (89. Meyer), Hahn, Winter (90.+4 Raspe) – Matene (46. Tack).
Tore: 1:0 Guder (22.), 2:0 L. Junge (39.), 2:1 Müller (41.), 2:2 D. Junge (45.), 2:3 Bünning (56.), 3:3 Knaak (67.), 4:3 Tack (75.).
Stimmen zum Spiel
Freddy Kaps: „In der ersten Halbzeit haben wir unser Pressing nicht mit der nötigen Intensität auf den Platz gebracht und auch nicht ausreichend Torchancen kreiert. Das haben wir in der Kabine angesprochen, und die Jungs haben im zweiten Durchgang eine starke Reaktion gezeigt. Ich bin sehr stolz, dass wir diese Partie hinten heraus noch gezogen haben. Das ist nicht selbstverständlich, auch wegen der Rotationen in der Startelf und weil wir heute mit einer extrem jungen Mannschaft aufgelaufen sind.“
Kjell Knaak: „Es war auf jeden Fall ein chaotisches Spiel. Wir wussten, dass Oldenburg bei Standards gefährlich ist, und haben es zu spüren bekommen. Aber in der zweiten Halbzeit ist das Momentum auf unsere Seite gekippt, auch weil wir mit mehr Tempo agiert haben. Am Ende zählt der Sieg. Wir haben Moral bewiesen, und es macht uns dieses Jahr auch aus, dass wir solche Spiele noch für uns entscheiden können.“
Valton Mehmeti: „Für mich ist es natürlich noch etwas Neues im Herrenbereich, aber es fühlt sich gut an. Heute war es eine kämpferische Partie, bei der viel über Standards ging. Ich bin sehr froh und dankbar, solche Erfahrungen schon jetzt sammeln zu können, weil man sich so an das Tempo und die Körperlichkeit gewöhnen kann.“












