Der vierte und zugleich letzte Tag des Trainingslagers in Skaerbaek begann für unsere U23 mit dem Packen der Koffer für die Rückreise. Bevor es jedoch zurück nach Kiel ging, stand noch einmal ein intensives sportliches Programm auf dem Plan. In zwei Testspielen trafen die Jungstörche auf die Herrenteams des Oberligisten SC Victoria Hamburg und des Regionalligisten SC Weiche Flensburg 08. Der Turniermodus sah dabei jeweils eine Spielzeit von 30 Minuten pro Halbzeit vor.
Auf das Frühstück um 9.30 Uhr folgte ein engmaschiger Zeitplan. Ab 10.50 Uhr startete die Vorbereitung auf die erste Testpartie des Tages, wo der KSV-Nachwuchs es zunächst mit „Vicky“ zu tun bekam.
Holstein Kiel U23 – SC Victoria Hamburg 3:1 (1:0)
In einer durchweg intensiven ersten Hälfte erarbeitete sich unsere U23 schnell die größeren Spielanteile. Für die verdiente 1:0-Halbzeitführung sorgte Mark Richter-Monserrat in der 10. Minute. Ein langes Anspiel von Veit Lückner vollendete der Kieler Mittelfeldspieler mit einem Heber aus dem rechten Halbfeld. Der Seitenwechsel tat dem engagierten Auftritt der Holsteiner keinen größeren Abbruch. Auf ein kurzes Vordrängen der Hamburger reagierten die Jungstörche mit dem 2:0: Richter-Monserrat setzte sich mit einem Dribbling auf der rechten Seite durch und bediente in der Folge Henrik Westphal. Kiels Nummer 27 drang in den Strafraum vor und schloss am Fünfmeterraum ab (40.). Der ausgebaute Vorsprung währte jedoch nur acht Minuten. Den zweiten Ball eines Halbfeldfreistoßes drückte Victoria zum Anschlusstreffer über die Linie. Pünktlich zum Anpfiff stellte unsere U23 dann den Zwei-Tore-Vorsprung aber wieder her. Mätthi Meyer brachte mit einer Kopfballverlängerung Kian Tack in Position. Dessen Abschluss stellte den 3:1-Endstand her. „Insgesamt hat die Intensität von uns gestimmt. Gerade in der ersten Hälfte hätte ich mir gewünscht, dass wir zielstrebiger auftreten. Insbesondere mit Blick auf das Trainingslager, was immer auch kräftezehrend ist, war das aber trotzdem ein guter Auftritt von uns“, bilanzierte U23-Cheftrainer Freddy Kaps den ersten Test des Tages.
Holstein Kiel U23 – SC Weiche Flensburg 08 1:2 (0:1)
Gegen die Flensburger waren die neu formierten Jungstörche in der Anfangsphase vermehrt defensiv gefordert. KSV-Torwart Henrie Müller-Kalthoff musste in diesem Spielabschnitt trotzdem nur einmal sein Können unter Beweis stellen. Einen scharfen Versuch auf sein rechtes Toreck fischte er in der 2. Spielminute raus. Die beste KSV-Chance zischte in der 21. Minute knapp rechts am Pfosten vorbei. Kevin Hahn hatte zuvor aus der Distanz draufgehalten. Auf der Gegenseite machte es Weiche besser. Einen Foulelfmeter nutzten sie in der 26. Minute zum 0:1-Halbzeitstand aus Kieler Sicht. „Zu Beginn hatten wir auch zwei, drei gute Momente, wo nur der letzte Pass dann nicht funktioniert hat. Mit zunehmender Spieldauer der ersten Halbzeit stieg die Fehlerquote bei uns und die Flensburger haben ihre körperliche Stärke besser zur Geltung gebracht. Entsprechend nachvollziehbar war unser Rückstand zu diesem Zeitpunkt“, zog Kaps sein Zwischenfazit nach Abpfiff.
Das umkämpfte Spielbild setzte sich in der zweiten Hälfte fort. Viele Zweikämpfe wechselten sich mit gelegentlichen Torchancen ab. Die aussichtsreichste davon vereitelte Felix Boelter. Nach einer starken Reaktion von Müller-Kalthoff im Eins gegen Eins kullerte der Ball Richtung KSV-Tor, wo Boelter das Spielgerät von der Linie kratzte (45.). Im Netz landete dafür wenig später der Versuch von Islam Matene. Der Jungstörche-Stürmer versenkte den zweiten Foulelfmeter des Spiels. Malte Petersen war zuvor regelwidrig bearbeitet worden. Doch beim 1:1 blieb es nicht. In den Schlussminuten gab es auf beiden Seiten Gelegenheiten auf den Siegtreffer. Darüber freuen durfte sich letztlich der Sport-Club. Eine Umschaltsituation unmittelbar vor Abpfiff führte zum 1:2-Endstand. „Auch wir haben vor dem 1:2 auf Sieg gespielt. Genau das soll schließlich der Spirit der Mannschaft sein. Durch einen kurzen Moment fehlender Kommunikation fiel dann trotzdem leider der Treffer für Weiche. In solchen Situationen müssen wir lernen, cleverer zu sein. Und dennoch: Grundsätzlich war das ein ordentliches Spiel von uns“, ordnete Kaps den Abschluss des sportlichen Tages ein.
„Rundum gelungenes Trainingslager“
Auf die beiden Testspiele folgte vor Ort in Skaerbaek noch eine letzte Stärkung, bevor die Heimreise angetreten wurde. Dazwischen war aber noch genug Zeit, um das Trainingslager Revue passieren zu lassen. „Vom ersten Tag an haben mich die Jungs gut aufgenommen. Das hat sich hier in Dänemark nahtlos fortgesetzt“, gab René Guder, einziger externer Sommerneuzugang von Holsteins U23, einen Einblick und führte weiter aus: „Wir haben einige spannende Charaktere in der Mannschaft, die alle sehr offen miteinander umgehen. Ich fahre deshalb mit einem guten Gefühl nachhause und sehe uns für die weitere Vorbereitung auf dem richtigen Weg.“ Damit deckt sich die Ansicht des erfahrenen Mittelfeldspielers auch mit der abschließenden Bewertung von Kaps: „Es war ein rundum gelungenes Trainingslager. Wir sind in den vier Tagen ganz sicher als Mannschaft gewachsen, und zwar nicht nur auf dem Platz, sondern auch daneben.“

Maximilian Schmitz (l.) und René Guder (r.). 
U23-Cheftrainer Freddy Kaps.
Tag 3: Aktive Regeneration & Teambuilding
Am dritten Tag des U23-Trainingslagers in Skaerbaek blieben die Stollenschuhe der Jungstörche in der Kabine. Eine Einheit auf dem Rasen stand nach den kräftezehrenden letzten Tagen nicht auf dem Plan. Trotzdem wurden die Akkus auch sportlich wieder aufgeladen, mit einem kleinen Wettkampf in der Halle. Außerdem lernten sich die Jungs bei mehreren Gelegenheiten noch besser kennen.
Um 8 Uhr konnten am Frühstückstisch ein paar müde Gesichter beobachtet werden. Zwar waren alle Spieler gewohnt pünktlich erschienen. Der ein oder andere hatte in den Stunden zuvor allerdings eine ungewollte Nachtschicht eingelegt. Die strenge Jury – bestehend aus dem Staff der U23 – von „Skaerbaek sucht den Superstar“ erwartete am Donnerstagabend formvollendete KI-Songs von den Jungstörchen, vorher wurde niemand in den Schlaf entlassen.
Glücklicherweise gab es nach der ersten Mahlzeit noch einen Moment der Ruhe und die Möglichkeit sich physiotherapeutisch behandeln zu lassen. Eine etwas aktivere Form der Erholung startete dann ab 10 Uhr. In der Multifunktionshalle des Trainingsgeländes fand ein kleiner Wettbewerb statt. Im Anschluss an eine kurze Aktivierung traten die Jungstörche dabei in Zweiergruppen gegeneinander an. Fünf Disziplinen galt es zu meistern. Neben Klassikern wie Wandschießen und Fußballtennis war auch am Basketballkorb Geschicklichkeit gefragt. Veit Lückner und Felix Lüth taten sich besonders hervor, sammelten die meisten Punkte und sicherten sich dadurch den Gesamtsieg. Der kurzfristig eingesprungene Athletiktrainer Tim Graf wurde von der unparteiischen Turnierleitung einstimmig zum Spieler des Turniers gekürt.
Auf die Siegerehrung folgten die drei nächsten Programmpunkte: Videoanalyse des Spiels vom Vortag, Mittagessen und der sogenannte „Team-Market“. Bei Letzterem lag der Fokus darauf, die Dynamiken im Team sichtbarer zu machen. Mithilfe von Bonbons wurden besondere Eigenschaften den jeweiligen Mitspielern zugeordnet. So konnten die Spieler sich gegenseitig Wertschätzung zeigen und gleichzeitig verdeutlichen, dass jeder Einzelne mit seinen Stärken eine wichtige Rolle einnimmt. „Es hat mich begeistert, dass die Jungs voreinander sehr offene und wertschätzende Worte füreinander gefunden haben. Insbesondere, weil das auch unter direkten Positionskonkurrenten der Fall war“, freute sich Holsteins Sportpsychologin Dr. Alexandra Hildebrandt hinterher über eine gelungene Aktion.
Starken Einsatz zeigten am Abend auch die sechs Letztplatzierten vom Hallenturnier am Vormittag. Gemeinsam schwangen sie die Grillzange und sorgten für eine reichhaltige letzte Mahlzeit des Tages. Zum Tagesabschluss ging das Finale von „Skaerbaek sucht den Superstar“ über die Bühne. Die kreierten KI-Songs wurden präsentiert und anschließend kritisch bewertet. Den SSDS-Titel errang die Band „THL“ mit dem Song „Kämpfen & Siegen“. Zur Bestürzung des anwesenden Publikums erklärte das Erfolgstrio Till Wiese, Henrie Müller-Kalthoff und Leland Junge augenblicklich sein musikalisches Karriereende.
Tag 2: Erfolg mit Fuß und Hand
Am zweiten Tag des Trainingslagers in Skaerbaek wurden unsere Jungstörche von neuen Witterungsbedingungen begrüßt. Der Sonnenschein des Vortages wich regelmäßigen Regenschauern. Verhältnisse also, die in Norddeutschland bestens bekannt sind. Entsprechend unbeirrt trat Holsteins U23 im ersten Testspiel der neuen Saison auf und legte am Abend auch auf ungewohntem Untergrund einen souveränen Auftritt hin.
Der erste Weg nach dem Frühstück führte die Jungstörche auf den Trainingsplatz. Eine kompakte Einheit bereitete den KSV-Nachwuchs auf das folgende Testspiel vor. Am frühen Nachmittag duellierten sie sich dabei auf dem Gelände in Skaerbaek mit der U20 von Aarhus GF, wobei unsere Jungstörche gut in die Partie fanden. Nach einer ersten Angriffswelle der skandinavischen Gastgeber übernahm das Team von Cheftrainer Freddy Kaps zügig das Kommando.
Mit zielstrebigem Angriffsfußball und durchaus effektivem Pressing erarbeitete sich die U23 schon in der ersten Hälfte regelmäßig Chancen. Für das erste Tor sorgte folgerichtig Holstein-Stürmer Kian Tack, der eine präzise Halbfeldflanke von René Guder einköpfte (18.). Bis zum vorher verabredeten Halbzeitpfiff nach 35 Minuten besaßen Jorden Winter, nach Doppelpass mit Veit Lückner aus spitzem Winkel, und Kevin Hahn, im Anschluss an eine Ecke, Gelegenheiten auf das 2:0 aus Kieler Sicht. Der Aarhus-Torhüter konnte aber beide Male in höchster Not noch parieren.
Verändert auf zahlreichen Positionen ging es anschließend in die zweite Hälfte. Dort erwischte der Nachwuchs des amtierenden dänischen Meisters den besseren Start. Wenige Minuten nach Wiederanpfiff führte ein Angriff über die linke Seite zum 1:1. Auf den personell ebenfalls stark veränderten Gegner musste sich unsere U23 in der Folge zunächst einen Moment einstellen. Dann ergriffen sie wieder die Initiative und gingen erneut in Führung: Der eingewechselte Islam Matene setzte sich in der 50. Minute auf halblinker Position durch und schloss auf das rechte Toreck ab. Sein Abschluss konnte zwar zunächst pariert werden, doch Winter stand goldrichtig für den Abpraller und musste nur noch einschieben. Das letzte Spieldrittel war in der Folge geprägt von intensiven Zweikämpfen und wenigen Torchancen.
So blieb es beim 2:1 für unsere Jungstörche, die sich deshalb im ersten Testspiel direkt über einen Sieg freuen durften. „Die Jungs haben gut gearbeitet und gerade in der ersten Halbzeit mit unserem hohen Pressing wenig für Aarhus zugelassen. Insgesamt war es ein gelungener erster Test“, gab es dazu Lob von Cheftrainer Freddy Kaps.
Zwei umkämpfte Wettbewerbe
Auf das Testspiel folgte ein sportlicher Ausklang im Kraftraum, ehe am Nachmittag eine kurze Pause genossen wurde. Fortgeführt wurde der Tag durch weitere Annehmlichkeiten: Das Abendessen und Bowling. Auf acht Bahnen wurde sich auch untereinander nichts geschenkt. Die finale Auszählung stand zum Tagesende aus, dafür wurde in einem anderem Wettbewerb Fakten geschaffen. In der zweiten Runde von „Skaerbaek sucht den Superstar“ galt es einen in Gruppen kreierten KI-Song den strengen Ohren der handverlesenen Jury vorzuführen. Das Urteil führte zu dem ein oder anderen längeren Abend. Dazu dann morgen mehr…
Tag 1: Zwei Einheiten & ein Show-Start
Hej fra Skaerbaek! So grüßt unsere U23 seit heute Nachmittag aus dem Trainingslager im dänischen Skaerbaek. Bis zum kommenden Samstag bereitet sich der KSV-Nachwuchs dort auf die anstehende Saison in der Flens-Oberliga vor. Zuvor wurde in Kiel schon fleißig trainiert und auch nach der Ankunft waren die Jungstörche auf und neben dem Platz mit viel Elan bei der Sache. Der Spaß kam dabei auch nicht zu kurz – und hatte mitunter eine feste Adresse.
Erste Einheit und Abreise
Cheftrainer Freddy Kaps ließ die Wecker seines Teams zeitig klingeln. Um 9.15 Uhr bat er die Spieler zur ersten Einheit des Tages auf die Anlage im CITTI FUSSBALL PARK. Im Anschluss wurde unser KSV-Nachwuchs auch passend entlohnt: Es gab Curry zur Stärkung, bevor es auf die knapp zweistündige Busfahrt nach Skaerbaek ging. Die verbrachten viele Jungs ähnlich, mit Musik, Kartenspielen oder einem Mittagsschlaf. Zu Letzterem gab es für Till Wiese nur eine Alternative: „Wenn ich wach bin gehe ich zu Felix [Lüth] und wir lachen gemeinsam“, verkündete der Jungstorch seine Spaßadresse.
Wer oder was ist SSDS?
Angekommen in Dänemark stand zügig die nächste Platzeinheit auf dem Programm. Neben taktischen Elementen beinhaltete diese eine Kopfball-Challenge sowie ein abschließendes Spiel. Das darauffolgende Abendessen läutete dann zwei Aktivitäten neben dem grünen Rasen ein. Bei der Medienschulung wiederholten die Jungstörche zunächst wichtige Aspekte im Umgang mit sozialen Netzwerken. Anschließend wurde ein bis dato ungelöstes Rätsel aus dem Trainingslagerprogramm aufgelöst: Wer oder was bedeutet „SSDS”? Clevere Freunde des Fernsehens hätte eine Herleitung gelingen können. Zur Belustigung der ganzen Mannschaft startete „Skaerbaek sucht den Superstar“ in die erste Runde. Welche Meisterwerke sich dabei entwickelten, kann an dieser Stelle in den kommenden Tagen nachgelesen werden…


































































