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Auf und Ab in Liga 2 mit besonderen Pokalmomenten: Der Rückblick auf 2025 (Teil 2)

Nach unserer historischen ersten Saison in der Bundesliga und dem knapp verpassten Klassenerhalt gingen die Störche in diesem Jahr wieder in der 2. Bundesliga an den Start. Wir blicken auf die zweite Hälfte des Jahres 2025 zurück.

Den ersten Teil des Jahresrückblicks findet ihr hier.

Nach einigen Testspielen, darunter Siege gegen Braunschweig (4:1) und Osnabrück (1:0) sowie dem absolvierten Trainingslager in den USA, mussten unsere Jungs zum Start in die Saison zwei Niederlagen hinnehmen. In letzter Minute verlor die Mannschaft von Cheftrainer Marcel Rapp am 1. Spieltag beim SC Paderborn (1:2), ehe es im Heimspiel gegen den DFB-Pokalfinalisten des Vorjahres, Arminia Bielefeld, ebenfalls keine Punkte gab (0:2). Für das erste Erfolgserlebnis sorgten unsere Jungs dann in der 1. Runde des DFB-Pokals, wo beim Regionalligisten FC 08 Homburg ein 2:0-Erfolg gelang. Der positive Trend setzte sich daraufhin mit einem Sieg in Fürth fort, auch hier lautete der Endstand 2:0 für unsere KSV.

John Tolkins Tor zum 2:0 in Fürth bringt die Entscheidung und Holstein holt den ersten Ligasieg in der Saison 2025/26.
Jubel vor den mitgereisten Fans in der Schalker Veltins-Arena.

Im Holstein-Stadion blieben dann zunächst gegen Hannover 96 die Punkte aus (1:2), ehe durch eine starke Defensivleistung ein umkämpfter 1:0-Auswärtssieg auf Schalke gesichert werden konnte. Der erste Heimerfolg gelang daraufhin endlich gegen den Karlsruher SC – und wie. Mit einem fulminanten 3:0-Sieg sicherten sich die Störche ihre ersten Punkte an der Förde. Doch es blieb bei einem Auf und Ab, was die Ergebnisse der Hinrunde betrifft: Nach diesem tollen Sieg gab es in Elversberg die zweite bittere Last-Minute-Niederlage der Saison (0:1). Auf diese wechselhaften Ergebnisse folgte eine Phase der Stabilität, denn dreimal in Folge sicherten sich unsere Jungs einen Zähler. Die Partien gegen Darmstadt, in Nürnberg sowie gegen den VfL Bochum endeten jeweils mit einem 1:1-Remis.

Eines der größeren Highlights der Hinrunde war dann sicherlich unser Sieg in der 2. Runde im DFB-Pokal beim VfL Wolfsburg. Das Auswärtsspiel beim Bundesligisten gewannen unsere Störche mit 1:0 – auch dank der überragenden Unterstützung der abermals zahlreichen Kieler Schlachtenbummler. Doch wie so oft in den vergangenen Wochen folgte auf einen Erfolg ein Dämpfer, denn drei Tage später musste die Rapp-Elf eine unglückliche 1:2-Niederlage bei Preußen Münster hinnehmen.

Beim Heimspiel gegen den VfL Bochum präsentierten die KSV-Fans ihre Jubiläums-Choreografie.
Das Elfmetertor von Alexander Bernhardsson in Wolfsburg schickte unsere Störche ins DFB-Pokal-Achtelfinale.

Und dieser Rhythmus setzte sich fort: Zunächst wurde Fortuna Düsseldorf rund um den Ex-KSV-Trainer Markus Anfang mit 1:0 besiegt. Im Anschluss folgte vor beeindruckender Kulisse im Fritz-Walter-Stadion eine 1:4-Niederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern, dann ging das Heimspiel gegen die zu dem Zeitpunkt formstarke Hertha aus Berlin um Ex-Storch Fabian Reese knapp mit 0:1 verloren.

Mit dem DFB-Pokal-Viertelfinale beim Hamburger SV stand im Schlussspurt des Jahres ein weiteres absolutes Highlight auf dem Programm. Nachdem der HSV in der Verlängerung in Führung gegangen war und es nach dem Ausscheiden der Störche ausgesehen hatte, ließen diese sich, angetrieben von einem vollen Auswärtsblock, nicht entmutigen. Mit einem traumhaften Freistoß sorgte Phil Harres schließlich für das Elfmeterschießen. Dort behielten die Störche die Nerven und zogen ins Viertelfinale ein. Weiterhin gilt also, dass die KSV noch umgeschlagen im Volksparkstadion ist. Es ging mit zwei Auswärtsspielen bei Eintracht Braunschweig (1:1) und in Magdeburg (3:3) weiter. Zum Jahresabschluss wurde im ausverkauften Holstein-Stadion ein 2:1-Sieg nach frühem Rückstand gegen Dynamo Dresden bejubelt. Somit beendete Holstein die Hinrunde mit dem Erreichen des Pokalviertelfinales und 20 Punkten in der Liga auf Rang 11. „Es geht darum, die Leistung vernünftig einzuordnen, die Gründe dafür zu suchen und daran zu arbeiten. Auf jeden Fall war es eine Hinrunde mit Luft nach oben“, resümierte Marcel Rapp und betonte zugleich: „Trotzdem sind die Basics da. Die Jungs laufen, sind füreinander da und kämpfen in jedem Spiel. Wir halten zusammen, das ist das Wichtigste.“

Phil Harres zirkelte in der Verlängerung traumhaft den Freistoß zum 1:1 über die Mauer.
Zum Abschluss des Jahres wurde der Sieg gegen Dynamo Dresden bejubelt.

Trotz des Auf und Ab im Ligaalltag dürften die Erfolge im DFB-Pokal – mit dem anstehenden Viertelfinalspiel am 4. Februar gegen den VfB Stuttgart – dafür gesorgt haben, dass der Rückrundenstart herbeigesehnt wird. Zuvor werden unsere KSV-Profis am 2. Januar 2026 den Trainingsbetrieb nach der Winterpause wieder aufnehmen und vom 4. bis zum 11. Januar ein Trainingslager in Südspanien absolvieren. Das erste Pflichtspiel des neuen Jahres findet dann am 18. Januar zu Hause im Holstein-Stadion gegen den SC Paderborn statt.

Das Jahr war nicht nur sportlich voller begeisternder Erlebnisse. Der Verein wurde 125 Jahre alt. Dieses Jubiläum wurde entsprechend würdig gefeiert. Einen Rückblick darauf erhaltet ihr im Interview mit Clubhistoriker Patrick Nawe.
 

Impressionen aus der zweiten Jahreshälfte

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