Als 12-Jähriger kam Lio Rothenhagen im Sommer 2019 ins Storchennest. Ob er sich da schon hätte träumen lassen, dass er einige Jahre später in einem DFB-Pokalspiel der KSV-Profis zum Man of the Match gewählt werden würde? Genau das geschah am Mittwochabend nach einem denkwürdigen Pokalabend, an dem unsere Störche den Erstligisten TSG Hoffenheim mit 5:4 nach Elfmeterschießen besiegt hatten.
Rothenhagen durchlief alle Nachwuchsteams unseres Vereins, unterschrieb 2024 seinen ersten Profivertrag, gehört seit der Saison 2025/2026 fest dem Lizenzkader der KSV an und feierte im August dieses Jahres in der ersten Runde des DFB-Pokals beim 2:0-Auswärtssieg beim TSV 1860 München sein Profidebüt. Darüber hinaus debütierte unser Eigengewächs im September 2025 für Deutschlands U20-Nationalmannschaft und lief seitdem fünf Mal im DFB-Trikot auf. Am Mittwochabend folgte mit dem Pokalerfolg, zu dem der 20-Jährige maßgeblich beitrug, ein weiteres Highlight seiner noch jungen Karriere. In der regulären Spielzeit parierte Rothenhagen stark die Abschlüsse von Adam Hložek (9.) und Fisnik Asllani (50.), ehe er in der Verlängerung mit einer Glanztat bei einem Aufsetzer von Andrej Kramarić seine Farben vor einem Rückstand bewahrte (111.).



Im Elfmeterschießen wurde der junge Keeper endgültig zum Matchwinner, als er den letzten Strafstoß von Mats Rots parierte. Anschließend ging der Torhüter in der Jubeltraube seiner Mitspieler unter – und wurde wenig später völlig zu Recht mit der Auszeichnung des „Man of the Match“ bedacht. „Den entscheidenden Elfmeter zu halten, war ein geiles Gefühl und natürlich auch eine Erleichterung“, sagte der Torwart nach der Partie. Anfang Dezember hat Rothenhagen die nächste Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Dann steht das Achtelfinale des DFB-Pokals an, bei dem unser Torhüter erneut zwischen den Pfosten stehen dürfte.