Unsere Störche haben am Sonntagnachmittag eine Niederlage hinnehmen müssen. Das Team von Trainer Marcel Rapp unterlag dem FC Schalke 04 vor 15.034 Zuschauern im ausverkauften Holstein-Stadion mit 1:2.
Die Gäste aus Gelsenkirchen hatten in der Anfangsphase mehr vom Spiel – und gingen demzufolge auch in Führung: Nachdem Jonas Krumrey kurz zuvor noch sehenswert einen Schuss von Dejan Ljubicic aus dem linken Giebel gekratzt hatte (10.), war unser Keeper wenig später bei einer Ecke chancenlos, als Kenan Karaman nach einer Kopfball-Ablage von Edin Dzeko den Ball aus kurzer Distanz über die Linie drückte (16.). Holstein arbeitete sich in der Folge ins Spiel und kam zu einer großen Doppelchance: Erst scheiterte Adrian Kapralik frei vor Loris Karius am S04-Torwart, ehe Andu Kelati den Abpraller knapp rechts vorbeisetzte (25.). Stattdessen legte Königsblau nach: Zunächst ließ sich Krumrey nicht von Adil Aouchiche im kurzen Eck überlisten (27.) und parierte auch eine Volleyabnahme von Dzeko stark (28.), war aber erneut nach einem Eckball ohne Chance, als Hasan Kurucay die Kugel abermals nach Dzeko-Verlängerung am zweiten Pfosten einköpfte (29.). Im direkten Gegenzug kam Holstein zum vermeintlichen Anschlusstreffer durch Phil Harres, dessen Tor aber wegen eines Offensivfouls keine Anerkennung fand (31.).
Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich unsere Jungs deutlich agiler – und erhielten zu Beginn des zweiten Durchgangs einen Elfmeter zugesprochen, nachdem Ron Schallenberg Jonas Therkelsen zu Fall gebracht hatte. David Zec, der unsere Störche erstmals als Kapitän aufs Feld geführt hatte, trat an und verwandelte sicher ins rechte untere Eck (55.). Der Anschlusstreffer bescherte der Rapp-Elf neuen Auftrieb, sodass sie fortan mehr vom Spiel hatte und zu Chancen kam. Doch Aldin Jakupovic schoss links vorbei (58.), Harres verfehlte knapp das lange Eck (72.) und Kurucay rettete Ivan Nekics Direktabnahme nach einer Ecke für den geschlagenen Karius auf der Linie (74.). In der Schlussphase drängte Holstein weiterhin auf den Ausgleich, kam aber zu keinem weiteren Hochkaräter, sodass der Kampf unbelohnt blieb und die Knappen den Vorsprung über die Zeit brachten.

Statistik
Holstein: Krumrey – Nekic, Zec, Ivezic (84. Müller) – Rosenboom (84. Niehoff), Meffert, Kelati, Tolkin, Kapralik (58. Jakupovic), Therkelsen – Harres. Trainer: Rapp.
Schalke: Karius – T. Becker (46. Ayhan), Katic, Kurucay, Ndiaye – El-Faouzi, Schallenberg, Ljubicic (79. Sylla), Karaman (84. Karaman), Aouchiche (84. Sanchez) – Dzeko. Trainer: Muslic.
Schiedsrichter: Lechner (Insel Poel) – Tore: 0:1 Karaman (16.), 0:2 Kurucay (29.), 1:2 Zec (55./FE) – Zuschauer: 15.034 (ausverkauft).
Stimmen
Jonas Meffert: Wir wussten, dass Schalke stark bei Standardsituationen ist, umso ärgerlicher sind die beiden Gegentore. Wir haben insgesamt alles reingeworfen, ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen. Wir wollten Energie entfachen und sind auch durchaus zu Chancen gekommen. Es ist sehr bitter, jetzt mit leeren Händen dazustehen. Wir müssen weiter zusammenhalten, hart arbeiten und Punkte holen.
Phil Harres: Wir haben ein anderes Gesicht als vergangene Woche gezeigt. Das mussten wir aber auch. Umso mehr schmerzt es, dass wir die Gegentore durch zwei Standardsituationen kassiert haben. Wir sind danach zum Anschlusstreffer gekommen, vorne hat uns aber in den entscheidenden Momenten das Glück gefehlt. Uns ist bewusst, in welcher Situation wir uns befinden.

























