Am Samstag, 28. Februar, gastiert mit der SV Elversberg zum wiederholten Male ein Aufstiegsaspirant im Holstein-Stadion. Unsere Störche müssen sich dann auf eine mit vielversprechenden Talenten bestückte Offensivmannschaft einstellen. Wir haben den kommenden Gegner unter die Lupe genommen.
Es ist eine bemerkenswerte Entwicklung, die die SV Elversberg in den letzten Jahren genommen hat. Nachdem man jahrelang zu den Topteams der Regionalliga Südwest gehört hatte, gelang 2022 erst der Sprung in die 3. Liga und dann der direkte Durchmarsch in die 2. Bundesliga. Nach Platz elf in der Debütsaison drehte die SVE in der vergangenen Spielzeit mächtig auf und verpasste erst in der Relegation gegen den 1. FC Heidenheim (2:2, 1:2) den erstmaligen Aufstieg in die Bundesliga.

Eins der Gesichter der rasanten Entwicklung war sicherlich Horst Steffen. Der 56-jährige Trainer war sieben Jahre lang für die SVE verantwortlich und etablierte eine offensive Spielweise. Im vergangenen Sommer erfüllte sich Steffen den Traum von der Bundesliga und heuerte bei Werder Bremen an. Die offensive Ausrichtung der „Elv“ ist auch nach dem Trainerwechsel zum jetzigen Coach Vincent Wagner geblieben. Der 39-jährige Inhaber der DFB-Pro-Lizenz hatte zuvor drei Jahre lang die U23 der TSG Hoffenheim betreut und in der Regionalliga Südwest einen Schnitt von 1,99 Punkten pro Spiele vorzuweisen. Der Aufstieg in die 3. Liga war das endgültige Empfehlungsschreiben für seinen ersten Cheftrainer-Posten im Profibereich.
Was Elversberg neben der Spielweise auszeichnet, ist der Ruf als Sprungbrett. So machten u. a. Nick Woltemade (2022/2023, jetzt Newcastle United), Paul Wanner (2023/24, jetzt PSV Eindhoven), Fisnik Asllani (2024/25, jetzt zurück in Hoffenheim) oder zuletzt Younes Ebnoutalib (2025, jetzt Eintracht Frankfurt) bei den Elversbergern den nächsten Karriereschritt. Letzter spülte eine Millionensumme in die Kassen, sodass im Winter mit David Mokwa und Raif Adam zwei weitere vielversprechende Offensivtalente ins Saarland gelockt werden konnten. Zudem wurde mit Immanuel Pherai ein etwas erfahrener, aber nicht minder talentierter Spieler verpflichtet. Der Nationalspieler von Suriname kam zuletzt beim Hamburger SV nicht mehr auf die gewünschten Einsatzzeiten, hatte aber bereits in Liga zwei beim HSV und Eintracht Braunschweig sein Können unter Beweis gestellt.


Die letzten Duelle
Trotz der offensiven Ausrichtung waren die bisherigen Duelle zwischen den beiden Mannschaften torarm. In den fünf Aufeinandertreffen erzielten die Klubs je vier Tore. Die Gesamtbilanz spricht mit zwei Siegen bei zwei Remis und einer Niederlage knapp für die SVE. Das Hinspiel war ebenfalls eine äußerst ausgeglichene Angelegenheit, die die Saarländer durch ein Elfmetertor mit 1:0 für sich entschieden hatten.
In unserer Rubrik „Geschichte und Geschichten“ werfen wir einen Blick auf die Geschichte des Fußballs im Saarland.

