Am Samstag, dem 14. März, empfangen unsere Störche um 13 Uhr den 1. FC Nürnberg. Der ehemalige deutsche Rekordmeister hat sich in den letzten Jahren zu einem Sprungbrett für Nachwuchstalente entwickelt. Wir haben den kommenden Gegner unter die Lupe genommen.

Zweifelsohne gehört der Club – im fränkischen Dialekt „Glubb“ – zu den bedeutendsten Vereinen in Fußballdeutschland. In den 1920er Jahren stellten die Nürnberger einen Großteil des Kaders der deutschen Nationalmannschaft. In der Ewigen Tabelle der Bundesliga steht der FCN noch auf dem 15. Tabellenplatz und hat dort 144 Punkte Vorsprung auf Hannover 96 auf Rang 16. Die lange Historie des Vereins kann man getrost als Achterbahnfahrt bezeichnen. Schließlich kommt es schon einer Kunst gleich, wenn errungene Meisterschaften (9) und Bundesliga-Aufstiege (8) beinahe die Waage halten, oder sowohl als amtierender Meister (1969) als auch als amtierender Pokalsieger (2008) abzusteigen. Nicht umsonst sagen die Nürnberger Fans selbst: „Der Glubb is a Depp.“
In unserer Rubrik „Geschichten und Geschichte“ gehen wir näher auf die Vergangenheit der Franken ein.
Starbesetzung auf der Trainerbank
Ein Grund dafür, dass in dieser Saison wohl ein weiteres leidvolles Kapitel in der Club-Geschichte erspart bleibt, ist auf der Trainerbank zu finden. Seit dem Sommer 2024 sitzt dort Miroslav Klose. Der Weltmeister von 2014 hatte seine erste Cheftrainerstation im deutschen Profifußball als Tabellenzehnter mit 48 Punkten und einem Torverhältnis von 60:57 abgeschlossen. Der Start in die aktuell laufende Spielzeit misslang allerdings. Erst im sechsten Saisonspiel gelang den Franken der erste Sieg. Zuvor hatte Klose schon von einer Dreier- auf eine Viererkette umgestellt, die schließlich die Erfolge nach Nürnberg zurückbrachte. Die zwischenzeitlichen Spekulationen um eine Entlassung des Rekordtorschützen der deutschen Nationalmannschaft haben sich so sehr in Luft aufgelöst, dass der Vertrag mit dem Trainer kürzlich sogar verlängert wurde.


Zu Beginn dieser Saison wurde Klose mit einem großen Kaderumbruch konfrontiert. Insbesondere die Abgänge der beiden talentierten Stefanos Tzimas (Brighton & Hove Albion) und Casper Jander (FC Southampton) wogen schwer. In der jüngeren Vergangenheit hatten sich bereits Can Uzun, Nathaniel Brown (beide Eintracht Frankfurt) und Finn Jeltsch (VfB Stuttgart) mit guten Leistungen beim Club für den nächsten Karriereschritt empfohlen. Der Fokus auf die Entwicklung von Talenten wurde auch in der Wintertransferperiode weiter fortgesetzt. Unter anderem verließen der 33-jährige Robin Knoche und Ondrej Karafiat (31) den Verein, dafür kamen die jungen Styopa Mkrtchyan (22), Rabby Nzingoula (20) und Javier Fernández (19) nach Nürnberg. Mit einem Altersdurchschnitt von 23,4 Jahren stellt der Club den jüngsten Kader der Liga.
Die letzten Duelle
Insgesamt 16-mal trafen die beiden Vereine aufeinander. Nach den Spielen im Juni 1929, im Mai 1932 und im April 1979, die allesamt deutlich zugunsten des FCN ausfielen, häuften sich seit 2017 die Aufeinandertreffen. Die Gesamtbilanz spricht dabei knapp für die Franken (Sechs Siege, fünf Remis, fünf Niederlagen). Im Hinspiel besorgte Carl Johansson mit einem Kopfball kurz vor Schluss den 1:1-Endstand.

