Holstein Traditionself und FC Holtenau 07 unterstützen Geflüchtete

Tobias Kasimir (FC Holtenau 07, li.) und Heiko Petersen (Holstein Kiel, re.) übergaben den Spendencheck an die Leiterinnen der Gemeinschaftsunterkunft Schusterkrug Nicole Zander (M. li.) und Sirli Hinz (M. re.).

Anlässlich des 15-jährigen Vereinsjubiläums veranstaltete der FC Holtenau 07 gemeinsam mit der Traditionself von Holstein Kiel an Himmelfahrt dieses Jahres ein Spiel für den guten Zweck. Hierbei wurden Einnahmen in Höhe von 1.260 Euro erzielt, die nun in Form eines Schecks an die Gemeinschaftsunterkunft Schusterkrug in Holtenau übergeben wurden.

Analog zu den KSV-Profis trug auch die Traditionself gelbe Aufwärmshirts mit dem Schriftzug „Stand with Ukraine“, um ein Zeichen der Solidarität zu setzen. Doch darüber hinaus wollte sowohl Holsteins Traditionself als auch der FC Holtenau mehr bewegen. „Wir waren uns von beiden Seiten schnell einig, dass wir das Spiel nutzen wollen, um Spenden für Geflüchtete zu sammeln, die hier bei uns in der Region aufgenommen werden“, sagte Heiko Petersen, der sich als ehemaliger KSV-Profi um die Organisation der Traditionself kümmert und als Referent Präsidium IRecht für Holstein tätig ist.

Generell spielt die Traditionself immer für einen gemeinnützigen Zweck und erhebt dafür im Normalfall eine Antrittsgage. In diesem Fall wurden unter den knapp 500 anwesenden Zuschauern, unter denen auch Teile der aktiven Fanszene waren, Spenden gesammelt, sodass bei einem stimmungsvollen Spiel mit perfekten Rahmenbedingungen eine beachtliche Summe von 1260 Euro zusammenkam. 

Diese wurde nun an Nicole Zander und Sirli Hinz von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) übergeben, die die Gemeinschaftsunterkunft Schusterkrug leiten. Rund 750 Geflüchtete, die nicht nur aus der Ukraine, sondern aus verschiedenen Nationen stammen, sind in Holtenau in ehemaligen Kasernengebäuden beherbergt. „Die Menschen kommen mit nichts außer einem Koffer, müssen alles in ihrer Heimat zurücklassen und sind deshalb auf schnelle und unkomplizierte Erstversorgung angewiesen, bis sie in den staatlichen Leistungsbezug aufgenommen werden“, erklärte Nicole Zander. Und dabei hakt es an allen Ecken: Hygieneartikel, Lebensmittel, Kinderspielzeug, Winterkleidung und jeglicher Sonderbedarf, der nicht von einer Krankenkasse gedeckt wird – all das kann und muss mit Spenden finanziert werden. „Wir sind froh, eine solch wichtige Sache im Rahmen unserer Möglichkeiten gemeinsam mit Holstein Kiel unterstützen zu können“, sagte Tobias Kasimir, Vorsitzender des FC Holtenau 07.

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