Keine Punkte für NLZ-Teams  – Women lassen Heimsieg liegen

Holsteins Alia Redant verlieh dem Spiel der Holstein Women häufig Druck über die rechte Seite

Einen gebrauchten Sonntag erwischten sowohl die NLZ-Teams als auch die Holstein Women. Während die U23 beim Bremer SV mit 2:3 in der Regionalliga Nord unterlag, kam die U19 in der A-Junioren Bundesliga Nord/Nordost im CITTI FUSSBALL PARK mit 0:9 gegen den 1. FC Union Berlin unter die Räder. Auch die U17 kehrte nach einer 3:6-Niederlage beim VfL Osnabrück ohne Punkte nach Kiel zurück. Wie eine Niederlage dürfte sich auch das 3:3-Unentschieden der Holstein Women anfühlen, die ihren ersten Saisonsieg nach einer 2:0-Führung gegen den TSV Barmke fest im Blick hatten, am Ende aber mit einem Punkt leben müssen.

HOLSTEIN WOMEN – TSV BARMKE 3:3

Im ersten Durchgang erarbeiteten sich unsere Women ein leichtes Chancenplus. Nachdem Ronja Jürgensen an der Waldwiese sehenswert zum 1:0 für die Hausherrinnen getroffen hatte (6.), hätten die Kielerinnen durch Paula Harder (16.) und die frei vor dem Kasten von Gäste-Keeperin Jana Burmeister auftauchende Jürgensen erhöhen können (19.). Im Gegenzug gelang es den Gästen, ihrerseits aussichtsreiche Chancen zu kreieren. Den möglichen Ausgleich ließ jedoch Johanna Bartel liegen, die eine scharfe Flanke von der linken Seite nicht im Tor unterbringen konnte (20.). Vor dem Pausenpfiff gelang den Women durch Samantha Carone hingegen das verdiente 2:0. Die Innenverteidigerin, die es auf die Außenbahnen zog, sah, wie Barmkes Torhüterin sich von ihrer Linie entfernte und hob das Leder gefühlvoll aus dem Halbfeld ins hintere Eck (41.).

In Halbzeit zwei ließen die Gastgeberinnen von ihrer Linie ab, was dem TSV Barmke in die Karten spielte. Von nun an übernahm der Aufsteiger über weite Strecken die Spielkontrolle, was den Anschlusstreffer durch Leonie Stenzel zur Folge hatte (66.). Neuen Schwung brachte aus Sicht der Women die eingewechselte Sandra Krohn, die ihren Einsatz mit einem Treffer rechtfertigte: Nachdem Carone aus dem linken Halbfeld an Keeperin Burmeister scheiterte, drückte Krohn die Kugel in bester Stürmerinnen-Manier über die Linie (85.). Die Gäste aus dem südlichen Niedersachsen ließen hingegen nicht locker. Vor allem Spielmacherin Stenzel setzte ein Zeichen und belohnte ihr Team mit dem Anschlusstreffer zum 3:2 (88.). Dass man auch eine 42-jährige Martina Müller nicht aus den Augen lassen sollte, mussten die Kielerinnen wenige Sekunden vor dem Abpfiff auf bittere Weise erfahren. Die Weltmeisterin von 2007 und Triple-Siegerin mit dem VfL Wolfsburg, setzte mit ihrem Treffer den Schlusspunkt des Tages und sicherte den Gästen einen Punkt (90.). Somit warten die Holstein Women weiterhin auf ihren ersten Dreier in der laufenden Spielzeit, den sie am kommenden Sonntag, den 9. Oktober, beim SV Henstedt-Ulzburg einfahren wollen. 

Holstein Women: Paulsen – Zimmermann, Carone, Labuj, Grosnick – S. Begunk, Ziegler, Harder (65. Grapengeter), Wiedemann, Redant – Jürgensen (78. Krohn). Trainer: B. Begunk.

Tore: 1:0 Jürgensen (6.), 2:0 Carone (41.), 2:1 Stenzel (66.), 3:1 Krohn (85.), 3:2 Stenzel (88.), 3:3 Müller (90.).

BREMER SV – HOLSTEIN U23 3:2

Nach nicht einmal fünf Minuten mussten sich die Gäste aus dem hohen Norden bereits zum ersten Mal schütteln. Einen fälligen Strafstoß verwandelte Bremens Lamine Diop zur Führung für die Gastgeber (5.). Danach fanden die Kieler besser ins Spiel, mussten nach einer halben Stunde aber ob eines sehenswerten Kopfballs von Mats Kaiser einen weiteren Gegentreffer hinnehmen (32.). Noch vor dem Pausenpfiff fanden die Jungstörche besser in die Partie und kreierten eigene Torgelegenheiten, sodass Jannis Voß den Anschlusstreffer erzielen konnte (45.). So ging es mit einem knappen Rückstand in die Kabinen. 

Im zweiten Durchgang stellte Diop sieben Minuten nach dem Wiederanpfiff den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder her (52.). Die Gäste versuchten in der Folge viel, um sich vor das Tor des Gegners zu spielen, klare Chancen blieben allerdings Mangelware. Eine Viertelstunde vor Schluss konnte Faris Moumouni verkürzen, indem er zum 2:3-Anschluss für die Jungstörche traf (74.). Trotz guter spielerischer Anlagen der Kieler blieb es bei der knappen Niederlage. Am kommenden Sonntag, den 8. Oktober, empfangen die Kieler den Nachwuchs von Hannover 96 in der Arena im CITTI FUSSBALL PARK (14 Uhr).

STIMMEN ZUM SPIEL

U23-Trainer Sebastian Gunkel: „Wir müssen uns heute an die eigene Nase fassen und unsere Fehler minimieren, weil wir insgesamt vor allem auswärts in der engen Liga zu wenig Punkte holen.“

Holstein U23: Oberbeck – Kleine-Bekel, Lengle, Scheibe (62. Frahm) – Sterner (82. Prodanovic), Wolf, Siedschlag, Voß, Gueye, Schwenk – Awuku (43. Gumpert). Trainer: Gunkel.

Tore: 1:0 Diop (5./FE), 2:0 Kaiser (32.), 2:1 Voß (45.), 3:1 Diop (52.), 3:2 Moumouni (74.)

HOLSTEIN U19 – 1. FC UNION BERLIN 0:9

Im heimischen CITTI FUSSBALL PARK bekamen es die Jungstörche mit robusten Berlinern zu tun, welche die Hausherren von Beginn an unter Druck setzten. Die erste Gelegenheit des Spiels bot sich allerdings den Kielern: Luka Tunjic schraubte sich nach einer Flanke von Melvin Zimmer in die Höhe, brachte jedoch nicht genug Druck hinter den Ball, sodass Gäste-Keeper Yannic Stein die Kugel entschärfte (2.). Im direkten Gegenzug hatten die Hauptstädter hingegen ihrerseits die Gelegenheit, früh in Führung zu gehen. Den strammen Schuss von der Strafraumkante parierte KSV-Schlussmann Tyler Dogan jedoch glänzend. So überstanden die Gastgeber zwar die Anfangsphase, indem sie vor allem im mittleren Drittel des Platzes ihre Zweikämpfe annahmen, gerieten jedoch nach einem ruhenden Ball ins Hintertreffen: Die Flanke auf den hinteren Pfosten klärte die Defensivabteilung der Kieler nicht entscheidend genug und so traf Unions Tim Schleinitz aus rund 20 Metern in die rechte Ecke des Gehäuses (12.). Zwar erarbeiteten sich die Kieler in der Folge auch eigene Torchancen, strahlten vor des Gegners Kasten jedoch nicht ausreichend Gefahr aus. Bis zum Pausenpfiff erhöhten hingegen die Gäste durch Malick Sanogo (32.) und Leonit Ibrahimi (42.) auf 0:3 aus Sicht der Jungstörche.

Auch im zweiten Durchgang fehlte es den Hausherren an der nötigen Durchschlagskraft, um gegen abgeklärte Berliner zu bestehen. Die Gäste wirkten hingegen frischer auf dem Platz, gedankenschneller und spielten sich in einen regelrechten Rausch, dem die Kieler nur noch wenig entgegen zu setzen hatten. So trug sich gute zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff Linus Jurschik in die Torschützenliste ein (56.). Nachdem Sanogo mit seinen Toren zwei, drei und vier (59./66./71.) auf einen Zwischenstand von 0:7 erhöhte, netzte erst Aljoscha Kemlein ein (78.), bevor Batuhan Gögce mit seinem Tor den Schlusspunkt dieses gebrauchten Tages aus Kieler Sicht markierte (86.). Trainer Fabian Raue wird diese Partie nun in der kommenden Woche mit seiner Mannschaft analysieren und aufarbeiten, ehe man am Samstag, den 8. Oktober, um 13 Uhr beim Hamburger SV zu Gast sein wird.

Holstein U19: Dogan – Boakye (35. Diezemann), Witt, Meyer, Erfmann (59. de Chatrie Doegl) – Sinanovic, Kaiser (59. Thele), Koc, Zimmer  – Tunjic (82. Fobissié), Labes (82. Keskin). Trainer: Raue.

Tore: 0:1 Schleinitz (13.), 0:2 Sanogo (32.), 0:3 Ibrahimi (42.), 0:4 Jurschik (56.), 0:5 Sanogo (59.), 0:6 Sanogo (66.), 0:7 Sanogo (71.), 0:8 Kemlein (78.), 0:9 Gögce (86.).

VfL OSNABRÜCK – HOLSTEIN U17 6:3

In der niedersächsischen Friedensstadt lief die Uhr von Schiedsrichter Julian Krisp gerade einmal 120 Sekunden und schon zappelte das Leder gleich zwei Mal im Netz von KSV-Keeper Lio Rothenhagen. Mit einem Doppelschlag brachte Osnabrücks Jakob Wiehe seine Mannschaft vor rund 100 Zuschauern in Führung (1./2.). Danach fing sich die Elf von Trainer Freddy Kaps zunächst, konnte allerdings den Treffer zum 3:0 durch Anton Wessels nicht verhindern (23.). Durch den verwandelten Foulelfmeter von Islam Matene verkürzten die Gäste von der Kieler Förde zunächst auf 1:3 (24.), doch kurz vor dem Pausenpfiff war der Drei-Tore-Vorsprung der Hausherren wiederhergestellt, als Rothenhagen das Leder unfreiwillig ins eigene Netz lenkte (36.).

Im zweiten Durchgang sollten sich die Ereignisse erst einmal wiederholen. Erneut traf Wiehe unmittelbar nach dem Wiederanpfiff zum 5:1 (41.). Doch der KSV-Nachwuchs gab nicht auf und kam durch den Doppelpack von Mätthi Meyer noch einmal ran. Mit seinen beiden Treffern (44./51.) belebte er die Hoffnungen der Gäste, doch noch etwas aus Niedersachsen mitnehmen zu können. Doch keine zehn Minuten später riss Wessels mit seiner zweiten Bude an diesem Tag die Gäste aus allen Träumen und markierte schließlich den 6:3-Endstand. Für unsere U17 gilt es nun, die Niederlage schnellstmöglich abzuhaken und den Fokus auf die nächste Partie zu legen. Am Samstag, den 8. Oktober, empfängt die Kaps-Elf um 14 Uhr im CITTI FUSSBALL PARK den JFV Lübeck (14 Uhr).

Holstein Kiel U17: Rothenhagen – Papenhagen (78. Sossou), Lückner, Poggensee (57. Elkasovic), Abdulla, Uguna (57. Wojnarowski), Severus (24. Meyer), Koglin – Matene, Assameur – Bente. Trainer: Kaps.

Tore: 1:0 Wiehe (1.), 2:0 Wiehe (2.), 3:0 Wessels (23.), 3:1 Matene (24. ST), 4:1 Rothenhagen (36. ET), 5:1 Wiehe (41.), 5:2 Meyer (44.), 5:3 Meyer (51.), 6:3 Wessels (60.).

STIMMEN ZUM SPIEL

U17- Trainer Freddy Kaps: „Wir sind heute und in den vergangenen Partien nicht genug an unser Leistungslimit gegangen. Wir müssen, was die Zweikampfführung angeht, ein anderes Gesicht zeigen. Darum wird es in den kommenden Wochen gehen.“

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