Mit einem Neuzugang und einer neuen Wettbewerbsstruktur starteten unsere „eStorks“ in die neue Saison der Virtual Bundesliga (VBL). Justin „Milkalove“ Springer kam im vergangenen Juli als junger ambitionierter eSportler neu an die Förde und sollte im Saisonverlauf noch eine besondere Rolle spielen. Die VBL wurde indes zu einer deutschlandweiten Liga geformt, in der alle 35 Vereine in fünf „Showdown“-Qualifikationsturnieren, bestehend aus einem Online- und einem Offline-Teil, gegeneinander antraten. In jedem Showdown konnten Punkte für das Gesamtranking gesammelt werden, um sich für die Playoffs bzw. das VBL-Finale zu qualifizieren.



Gleich im ersten Showdown gelang es unseren eStorks um Colin „Cooolliiin“ Völter, Julius „Juli“ Kühle und Justin „Milkalove“ Springer, das Ticket für die Offline-K.o.-Phase in Leipzig zu lösen. Dort blieben sie mit starken Spielen bis zum Schluss im Rennen um den Einzug ins Viertelfinale. Letztlich reichte es aber knapp nicht für ein Weiterkommen. Es sollte auch die letzte Kieler Teilnahme an einer Offline-Phase bleiben, denn in den nächsten vier Showdowns verpassten unsere Jungs trotz intensiver und teils spektakulärer Duelle den Sprung in die nächste Runde.
Für die Playoffs der Einzelmeisterschaft hatten unsere eSportler noch ein weiteres Ticket zu vergeben. Im Februar und März fand die „eStorks Cup Series“ – eine Turnierserie unserer Esports-Sparte in Zusammenarbeit mit der eSport-Manufaktur – statt. Bei den drei Einzelturnieren Wildcard Cup powered by d.velop, Regio Cup powered by sonne.sh und Women Cup powered by eSport-Manufaktur nahmen zahlreiche Spielerinnen und Spieler teil. Ermin „erminbrate1“ Bukvic sicherte sich die Wildcard und repräsentierte unsere KSV bei den Playoffs.


In den Playoffs war der Wildcard-Gewinner neben „Milkalove“ dann auch der einzige Holstein-Spieler, der sich erfolgreich bis in das VBL Grand Final spielte. Dort sollte sein beeindruckender Lauf dann aber bereits in der Gruppenphase ein Ende finden. Anders lief es für Springer, der bis in die Zwischenrunde gelangte und sich dort gegen „BVB_Denninho“ vom amtierenden Deutschen Club-Meister durchsetzte. Die Reise des 20-jährigen ging also weiter zum Offline-Final-Event nach Hamburg, wo er Holstein-Esports-Geschichte schreiben sollte: Als Überraschung des Wettbewerbs gelang es ihm nicht nur, das Turnier als drittbester Spieler Deutschlands abzuschließen, sondern sich damit sowohl für die eChampions League als auch für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren!
Mitte Mai war Holstein Esports somit erstmals auf internationaler Bühne vertreten. „Milkalove“ durfte sich in der Ligaphase in Manchester gegen Gegner aus ganz Europa messen und traf dabei unter anderem gegen den Weltmeister, Europameister und Weltranglistenersten Anders „Vejrgang“ Vejrgang. Denkbar unglücklich reichte es am Ende trotz starker Leistungen und nur aufgrund eines fünf Tore schlechteren Torverhältnisses nicht zu einem Weiterkommen.