6 Fakten: „Legende“ Schnatterer auf Abschiedstournee

Für Marc Schnatterer (li., hier im März 2018 im Duell mit Holsteins Johannes van den Bergh) ist es nach 13 Jahren die letzte Saison im Dress des 1. FC Heidenheim

Am heutigen Dienstagabend gastiert die KSV Holstein zum Nachholspiel beim Tabellendritten der Vorsaison, dem 1. FC Heidenheim. Hier sind die sechs Fakten zum heutigen Gegner:

  1. Die Stadt: Heidenheim an der Brenz ist eine Stadt im Osten Baden-Württembergs an der Grenze zu Bayern, etwa 17 km südlich von Aalen und 33 km nördlich von Ulm. Die Kreisstadt hat rund 49.000 Einwohner. Sie ist die größte Stadt des Landkreises Heidenheim und nach Aalen und Schwäbisch Gmünd die drittgrößte Stadt der Region Ostwürttemberg. Heidenheim liegt auf 478 bis 645 Metern Höhe am nordöstlichen Ende der Schwäbischen Alb in einer Talweitung des Flusses Brenz.
  1. Historische Höhepunkte: In der Geschichte des Heidenheimer Fußballs bildeten die Spielzeiten 1934/35 sowie 2019/20 die beiden größten Höhepunkte. Beide Male standen Heidenheimer Fußballer vor dem Sprung in die Erstklassigkeit. Die Mannschaft des VfR 1911 Heidenheim qualifizierte sich 1935 für die Aufstiegsrunde zur erst 1933 gebildeten Gauliga Württemberg. Doch in der Runde mit sechs beteiligten Mannschaften landete der VfR am Ende mit 7:13 Punkten auf dem letzten Platz, punktgleich mit dem VfB Friedrichshafen, aber vier Zähler hinter dem zweiten Aufsteiger FV Zuffenhausen und weit abgeschlagen hinter dem souveränen Sieger der Aufstiegsrunde, der SpVgg Cannstatt. Im Juli 2020 scheiterte der 1. FC Heidenheim dann in der Relegation gegen den SV Werder Bremen. Nach dem 0:0 im Hinspiel endete auch das Rückspiel mit einem Unentschieden (2:2). Die höhere Zahl der auswärts erzielten Tore sprach dann letztlich für die Bremer.
  1. Kultspieler: Am Ende einer kleinen Sinnkrise landete die heutige „Clublegende“ Marc Schnatterer im Jahre 2008 an der Brenz. Nach zwei enttäuschenden Jahren beim Karlsruher SC II überlegte Schnatterer: „Wäre ein Studium nicht die bessere Wahl? Bietet ein normales Leben nicht mehr Sicherheit?“ Da kam das Angebot vom damaligen Regionalligisten aus Heidenheim und das Leben des damals noch jungen Profis nahm eine neue Wendung. Von der Regionalliga ging es in die 3. Liga, fünf Jahre später stieg der 1. FCH in die zweite Liga auf und nun kickt „Schnatti“ schon im siebten Zweitliga-Jahr unter Trainer Frank Schmidt in der Voith-Arena. Vor kurzem gab der Verein bekannt, den zum Saisonende auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern, sodass sich Schnatterer nach 13 Jahren im FCH-Dress jetzt sozusagen auf Abschiedstournee befindet. Wohin es den 35-Jährigen anschließend zieht, ist aktuell noch offen.
  1. Das Stadion: Die Voith-Arena (ehemals GAGFAH-Arena bzw. Albstadion) ist die Heimstätte der Heidenheimer. Das Stadion verfügt derzeit über 15.000 Plätze (davon ca. 6.000 Sitzplätze). Es liegt auf dem Heidenheimer Schlossberg, unweit von Schloss Hellenstein auf einer Höhe von 555 Metern. Es ist damit das zweithöchstgelegene Stadion im deutschen Profifußball. Eigentümer der Voith-Arena ist die Stadt Heidenheim.
  1. Das Kultspiel: Mit Superlativen soll man in der schnelllebigen Welt des Sports bekanntlich vorsichtig sein. Aber das, was dem 1. FC Heidenheim am 9. September 2016 im mit 52.200 Zuschauern besetzten WM-Stadion von Stuttgart gelang, war ein sporthistorischer Erfolg. Die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt besiegte den haushohen Favoriten mit 2:1. Rund 4.000 mitgereiste Fans feierten den Triumph bis in die Nacht hinein. John Verhoek und Tim Skarke hatten die Treffer für die Gäste erzielt.
  1. Statistik: Heute steigt das zwölfte Aufeinandertreffen zwischen Heidenheim und der KSV Holstein (bisher 5-3-3). Das letzte Duell beider Teams im Holstein-Stadion endete am 22. November vergangenen Jahres im Kieler Holstein-Stadion mit 2:2. Der FCH rangiert derzeit in der Ewigen Tabelle der 2. Bundesliga auf Platz 56, nur drei Zähler hinter der KSV Holstein. Seit dem 17. September 2007 sitzt Frank Schmidt auf der Trainerbank der Heidenheimer. Er ist damit Rekordhalter im deutschen Profifußball.

Diesen Artikel teilen

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter