Das Wunder vom Wildpark

6 Fakten zum Karlsruher SC, am Sonntag Gegner der Störche im Wildpark

  1. Geschichte und Stadion: Der FC Phönix, Vorläuferclub des Karlsruher SC, sah sich nach seiner Gründung im Jahre 1894 häufig mit Platzproblemen konfrontiert. Am 19. August 1921 war endlich eine langfristige Lösung gefunden: Für zunächst 50 Jahre überließ die Stadt dem Verein pachtweise ein Areal im Karlsruher Hardtwald. Nach der Fusion zwischen dem FC Phönix und dem VfB Mühlburg 1952 benötigte der neu entstandene Karlsruher Sport-Club ein wesentlich größeres Fußballstadion, um den gewachsenen Ansprüchen gerecht zu werden. Ohne zu zögern nahm die Stadt den Ausbau des Wildparkstadions, in dem künftig 50.000 Fans Platz finden sollten, in Angriff. Derzeit befindet sich der altehrwürdige Wildpark erneut im Umbau. Während des Beginns  der Neubauphase 2019/20 beträgt die Zuschauerkapazität rund 15.000 Zuschauerplätze. 2022 soll die neue Arena fertiggestellt werden.
  2. Erfolge: In der Historie des KSC und seiner beiden Vorgängerclubs gab es große Erfolge zu feiern. 1909 wurde Phönix Karlsruhe durch einen 4:2-Sieg gegen Viktoria Berlin in Breslau Deutscher Meister. 1955 (3:2 gegen Schalke 04) und 1956 (3:1 gegen den Hamburger SV), kurz nach der Fusion zum KSC, holte das Team vom Wildpark den DFB-Pokal. Danach gab es lange Zeit keine nennenswerten Highlights. Mit dem sechsten Rang 1992/93 qualifizierte sich der Verein für den UEFA-Pokal. In der zweiten Runde besiegten die Karlsruher nach einem 1:3 im Hinspiel den FC Valencia mit 7:0. Dieses Spiel, das im Nachhinein als „Wunder vom Wildpark“ bezeichnet wurde, gilt bis heute als Höhepunkt der jüngeren Vereinsgeschichte. Außerdem warf der KSC die renommierten Clubs PSV Eindhoven, Boavista Porto und Girondins Bordeaux aus dem Wettbewerb und zog ins Halbfinale ein. Dort war gegen Austria Salzburg Endstation.
  3. Tiefpunkt: 1999/2000 begannen turbulente Jahre für den KSC. Das Geld wurde immer knapper und der Versuch, mit einem kleineren Budget einen leistungsfähigen Spielerkader zusammenzustellen, misslang völlig: Der KSC belegte am Ende der Spielzeit abgeschlagen den letzten Tabellenplatz der 2. Bundesliga und stieg erstmals in die drittklassige Regionalliga Süd ab. Nach einem kompletten Neuaufbau der Mannschaft gelang unter Trainer Stefan Kuntz die sofortige Rückkehr in die 2. Bundesliga.
  4. Statistik: Das erste von insgesamt drei Punktspielen zwischen Holstein und dem KSC (2 – 0 – 1) fand am 3. Spieltag der Saison 2019/20 statt, Holstein siegte durch die beiden Treffer von Jae-Sung Lee bei einem Gegentreffer von Lukas Grozurek mit 2:1. Am 1. Februar 2020 setzten die die Störche mit 2:0 im Widpark durch, der ehemalige KSCer Fabian Reese und Finn Porath trafen für Holstein. Zuletzt unterlag die KSV im Januar 2021 im heimischen Holstein-Stadion mit 2:3, die Treffer für die Gäste erzielten Heise, Thiede und Bormuth. Für die KSV traf Serra zweimal ins Schwarze. Das legendärste Duell beider Teams fand in der 3. Runde des DFB-Pokals 1978/79 in Kiel statt. Der damalige Süd-Zweitligist Karlsruher SC ging als haushoher Favorit in die Partie beim Überraschungsaufsteiger von der Förde. Holstein siegte in einem begeisternden Spiel vor 13.000 Fans mit 5:2.
  5. Nationalspieler: Insgesamt zwölf Spieler trugen bis heute während ihrer Zeit beim Karlsruher SC bzw. KFC Phönix das Trikot der DFB-Elf. In den Reihen des Karlsruher SC standen außerdem zahlreiche Spieler, die ihre Länderspiele entweder vor ihrer Zeit beim KSC absolvierten (u. a. Cieslarczyk, Kargus, Marx, Rolff, Buchwald) oder erst danach in die Nationalelf berufen wurden (Kahn, Scholl, Nowotny, Engelhardt und zuletzt Fritz).
  6. Maskottchen: Das Maskottchen des Karlsruher SC stellt ein Wildschwein dar und heißt „Willi Wildpark“. In Erinnerung an das Gründungsjahr des Vereins 1894 trägt es auf seinem Trikot die Rückennummer 94. Es löste Ende 2006 den Fuchs „Swinny“ ab, der in den 1990er Jahren als erste Symbolfigur des KSC entstanden war und dessen Name sich an den Spitznamen des damaligen Trainers Winfried „Winnie“ Schäfer angelehnt hatte.

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