„Osna“ eroberte Holstein-Stadion: Sechs Fakten zum VfL Osnabrück

In Hinspiel siegte der VfL Osnabrück um David Blacha (re., hier gegen Holsteins Emmanuel Iyoha) im Holstein-Stadion mit 4:2

Ursprung: Gegründet wurde der erste Fußballverein in Osnabrück am 17. April 1899 unter dem Namen FC 1899 Osnabrück aus den beiden Freizeitmannschaften Antipodia Osnabrück und Minerva Osnabrück. Dieser Verein absolvierte im Jahr 1900 das erste erfasste Fußballspiel einer Osnabrücker Mannschaft gegen FC Brema Bremen (1:1). 1924 vereinigten sich die Clubs OBV und Spiel und Sport, zunächst unter dem Namen Spiel und Sport; nach einem Jahr wurde der Name jedoch in Verein für Leibesübungen von 1899 Osnabrück, kurz VfL Osnabrück geändert.

Erfolge: Viermal stand der VfL Osnabrück in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft: 1939, 1940, 1950 und 1952. In den Jahren 2000, 2003, 2007, 2010 und 2019 gelang der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Der VfL ist der Verein, der mit 24 Saisons die meisten Spielzeiten in der 2. Liga verbrachte ohne je in der 1. Bundesliga zu spielen. In der Ewigen Zweitliga-Tabelle liegt der VfL auf einem beachtlichen 10. Rang.

Stadion: Der ursprüngliche Name war Kampfbahn Bremer Brücke, im Volksmund auch einfach nur die Bremer Brücke. Dieser Name rührt von der benachbarten Eisenbahnbrücke. Für die Saison 2019/20 wird für die Bremer Brücke eine maximale Kapazität von 16.100 angegeben, davon fallen 1.700 Plätze auf den Gästebereich. Bei Risikospielen wird die Kapazität aus Sicherheitsgründen begrenzt. Mittlerweile sind alle Tribünen des Stadions überdacht. Die Bremer Brücke gilt seit jeher als besonders stimmungsvoll.

Bekannte Ehemalige: Zahlreiche bekannte Spieler trugen das Trikot des VfL. U.a. Ansgar Brinkmann (1987-1990 und 2000/2001), Torhüter Uwe Brunn (1991 bis 2003), Ralf Heskamp (1983 bis 1992 beim VfL, 236 Ligaspiele), Udo Lattek (1962 bis 1965), Torjäger Gerd-Volker Schock (1974 bis 1979 bei Osnabrück, 205 Spiele, 95 Tore.) und Claus-Dieter „Pele“ Wollitz (1989 bis 1993 beim VfL, 2004 bis 2009 und 2012 bis 2013 als Trainer). Und natürlich nicht zu vergessen Joe Enochs (1996 bis 2008), ehemaliger Cheftrainer und mit 376 Spielen für den VfL Rekordspieler des Vereins. Im aktuellen Kader der Lila-Weißen finden wir mit Marc „Heidi“ Heider den langjährigen Holstein-Goalgetter. Zudem ist Benjamin Girth noch bis Ende des Monats von der KSV an den VfL ausgeliehen.

Historie: Das letzte Zweitliga-Spiel zwischen beiden Teams an der Bremer Brücke fand am 18. Oktober 1980 statt, für den VfL trafen beim 3:0-Erfolg vor 6.300 Zuschauern Horst Feilzer (2) und Vitomir Rogoznica. Das Hinspiel der laufenden Saison entschied der VfL im Holstein-Stadion mit 4:2 für sich. Jahrelang trafen beide Clubs vor Gründung der Bundesliga 1963 in der erstklassigen Oberliga Nord aufeinander.

2. Liga Nord: Insgesamt sechsmal trafen die Lila-Weißen in der 2. Liga Nord (1978 bis 1981) auf die Kieler Störche. Dreimal verließ der VfL den Rasen als Sieger, Holstein gewann zweimal, einmal hieß es Unentschieden. Bemerkenswert, am 31. Mai 1980 schickte Holstein den VfL mit einer 7:1-Packung auf die Heimreise. An jenem Tag feierte der spätere Europameister Andreas Köpke sein Debüt im Tor der KSV.

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