Wüsten-Hitze: Störche verdienten sich einen Punkt

Emmanuel Iyoha feiert sein Tor zum 1:1 mit einem Trikot des verletzten Jannik Dehm.

Holstein Kiel biegt gegen Sandhausen noch einen frühen 0:1-Rückstand um

Die KSV Holstein hat sich auch von einem frühen 0:1-Rückstand (2.) nicht aus dem Konzept bringen lassen und am Sonnabendnachmittag bei wüstenartigen Temperaturen bis zum Abpfiff auf den ersten Dreier in der Saison 2019/20 gedrängt. Emmanuel Iyoha traf früh zum verdienten Ausgleich (53.), doch der ersehnte Siegtreffer sollte nicht mehr fallen. 

Die Partie begann für die Störche mit einem Schock: In der zweiten Minute kam Kevin Behrens im Fünfmeter-Raum (2.) der Störche zum Abschluss und hatte keine Mühe, den Ball über die Linie zu drücken. KSV-Schlussmann Dominik Reimann war chancenlos. Auch die zweitbeste Chance der Partie hätten die Gäste, als Rurik Gislason aus Nahdistanz zum Abschluss kam, aber den am Boden liegenden Hauke Wahl traf. Die Störche bestimmten gegen die sehr gut sortierten Gäste zwar die Partie, aber zu glasklaren Chancen kamen sie im ersten Durchgang nicht. In der Pause brachte KSV-Trainer Andre Schubert mit Aleksandar Ignjovski mehr Biss in das Spiel der Kieler, die nun von Minute zu Minute stärker wurden. In der 53. Minute traf Emmanuel Iyoha nach einer starken Kombination über Jojo van den Bergh und Janni Serra den hochverdienten Ausgleich. Zwei Minuten später hämmerte der Stürmer den Ball an den Pfosten. Bis zum Abpfiff lag der zweite Treffer für die Störche in der Luft, aber er wollte einfach nicht fallen. Die größte Chance vergab Jonas Meffert, der eine Flanke von Jae Sung Lee, zwei Meter vor dem SVS-Tor stehend, unterschätzte und den Ball nicht traf. So blieb es nach intensiven 90 Minuten beim Remis zwischen dem SV Sandhausen und der KSV. Was kein schlechtes Omen sein muss, starteten die Störche doch auch in ihre Aufstiegssaison mit einem Remis gegen den SVS (2:2). 

Holstein Kiel: Reimann – Toporovic, Schmidt, Wahl, van den Bergh – Meffert, Mühling, Porath (46. Ignjovski) – Lee, Iyoha (88. Baku), Serra (78. Lauberbach)

SV Sandhausen: Fraisl – Diekmeier, Nauber, Zhirov, Paqarada – Paurevic, Förster, Gislason, Zenga (75. Frey), Engels (88. Zauner) – Behrens (63. Scheu)

Schiedsrichter: Stieler (Hamburg) – Tore: 0:1 Behrens (1.), 1:1 Iyhoa (53.) – Zuschauer: 10.103 im Holstein-Stadion 

Stimmen zum Spiel:

Andre Schubert: Ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft, sie hat in beiden Halbzeiten keinen guten Start erwischt, dann aber das Spiel dominiert. Wir hätten heute auch drei oder vier Tore schießen können, leider ist es am Ende nur eins geworden. Aber das war schön herausgespielt. Die Stimmung hat mich begeistert, die Fans haben uns auch nach dem Rückstand toll unterstützt, vielen Dank dafür!

Uwe Koschinat, Trainer SVS: Es wäre nicht unverdient gewesen, hier mit 2:0 in Führung zu gehen. Aber am Ende hatten wir großes Glück, dass wir einen Punkt mitgenommen haben. Kiel hat mächtig auf das zweite Tor gedrängt und einen starken Fußball gespielt. Heute sind zwei verschiedene Systeme aufeinander geprallt, deshalb war es auch bis zur letzten Minute spannend.

Wolfgang Schwenke, Kaufmännischer Geschäftsführer der KSV: Die Mannschaft hat sich super präsentiert, haben kämpferisch alles reingehauen. Das Glück hat gefehlt, aber auf diesem Spiel können wir aufbauen.

Fabian Wohlgemuth, Geschäftsführer Sport der KSV: Wir haben nach dem 0:1 nicht mehr zu unserem Spiel gefunden, mussten uns gegen viele Konter wehren. Aus der Kabine kamen wir dann total verändert, haben das Spiel dann in der Hand. Der Punkt war mehr als verdient, vielleicht waren es am Ende sogar zwei verlorene, für den Findungsprozess der Mannschaft war es wichtig.

Emmanuel Iyoha: Die Fans haben uns super unterstützt, gerade nach dem 0:1-Rückstand, der für uns alle ein Schlag ins Genick gewesen ist. Wir haben unsere Chancen gut herausgespielt, schade, dass wir am Ende nur ein Tor erzielt haben.

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