Holstein Women belohnen sich mit Last-Minute-Heimsieg

Nachdem Samanta Carone das Siegtor in der Nachspielzeit schoss, war der Jubel bei den Holstein Women groß.

Am letzten Spieltag der Regionalliga Nord der Frauen gewannen die Holstein Women gegen den FC St. Pauli im Stadion an der Waldwiese ein umkämpftes Spiel mit 3:2. Dabei bewies die Begunk-Elf vor allem ein hohes Maß an Comeback-Qualitäten und drehte die Partie nach einem zweimaligen Rückschlag.

Holstein Women – FC St. Pauli 3:2

Die Kiezkickerinnen ließen die Holstein Women von der ersten Minute an spüren, dass es für sie an diesem letzten Spieltag noch um viel ging: Mit einem Sieg hätten die Hamburgerinnen nichts mehr mit einem möglichen Abstieg zu tun gehabt. Andernfalls wären sie Schützenhilfe auf den verbleibenden Plätzen angewiesen gewesen. So lieferten sich alle Beteiligten von Beginn an intensive Zweikämpfe, die von den mitgereisten Hamburger Fans lautstark kommentiert wurden. Das hohe Pressing der Gäste führte vor allem in der Anfangsphase zu Unsicherheiten im Defensivverhalten der Hausherrinnen, die ihr Aufbauspiel jedoch zunehmend stabilisieren konnten. Nach einer Viertelstunde mussten die Gastgeberinnen allerdings einen ersten Rückschlag hinnehmen und gerieten durch Paulis Emma Frings mit 0:1 in Rückstand. Zwar wehrten sich die Kielerinnen mit allen Mitteln gegen die Angriffe der Gegnerinnen, jedoch gelang ihnen der Ausgleichstreffer bis zum Halbzeitpfiff nicht mehr.

Nach dem Seitenwechsel lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch. Jasmin Grosnick brachte die Kielerinnen mit ihrem Treffer nach gut einer Stunde zurück ins Spiel (63.), bevor Spielführerin Sarah Begunk sich nur fünf Minuten später ein Herz fasste und die Partie mit ihrem Tor zum 2:1 drehte (68.). Die Freude über die Führung währte allerdings nur kurz, denn nur drei Zeigerumdrehungen später egalisierten die Gäste aus der Hansestadt den Spielstand erneut auf 2:2 (71.). Bis zum Abpfiff der Partie griffen die Verteidigerinnen um Samanta Carone beherzt gegen stürmende Hamburgerinnen ein und setzten ihre Vorderfrauen im Zentrum sowie auf den Außenpositionen geschickt in Szene. Dort wussten sich die eingewechselten Laetitia Mikolassek und Jasmine Grapengeter ein ums andere Mal geschickt durchzusetzen und zogen ihre scharfen Flanken knapp vor den Kasten von Gäste-Keeperin Friederike Ihle. Diese war in der Nachspielzeit der Begegnung noch einmal gefordert: Einen fälligen Strafstoß konnte die Torhüterhin von Abwehrchefin Samanta Carone zwar abwehren, jedoch versenkte die Schützin den Abpraller mit dem Schlusspfiff zum 3:2 (90.+1).

Die starke Geschlossenheit, welche das Team von Trainer Bernd Begunk in der abgelaufenen Spielzeit auszeichnete und nicht nur zum einem 2. Tabellenplatz in der Regionalliga Nord, sondern auch zum Gewinn des SHFV-Pokals führte, möchte die Mannschaft auch in der kommenden Spielzeit 2022/23 demonstrieren. 

Holstein Women: Paulsen – Carone, Erbar, Labuj (8. Dorby/ 67. Harder) – Zimmermann, Meyer (72. Mikolassek), Jürgensen (29. Grapengeter), Grosnick, Redant, Thien – Begunk

Trainer: Bernd Begunk.

Tore: 0:1 Frings (14.), 1:1 Grosnick (63.); 2:1 Begunk (68.); 2:2 Philipp (71.); 3:2 Carone (90.+1)

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