Knappe Ergebnisse der NLZ-Teams – Holstein Women siegen deutlich

Wie nah Freud und Leid beim Fußball häufig beieinander liegen können, bewiesen die KSV-Nachwuchsteams am Sonntagmittag. Während die U19 ihr Pflichtspiel in der A-Junioren Bundesliga Nord/Nordost bei Hannover 96 kurz vor dem Abpfiff durch den einziger Treffer des Tages gewinnen konnten, entschied ein Eigentor die Begegnung der U17, die in der B-Junioren Bundesliga Nord/Nordost bei RasenBallsport Leipzig antraten und sich mit 2:3 in der Nachspielzeit geschlagen geben mussten. Die Holstein Women hingegen entführen drei Punkte mit einem deutlichen 4:0-Auswärtssieg beim ATS Buntentor in der Regionalliga Nord.

Hannover 96 – Holstein U19 0:1

Bei dem 96-Nachwuchs trafen die Jungstörche auf eine erwartet spielstarke Mannschaft, die engagiert und ehrgeizig an die Aufgabe herangingen. Beide Teams zeigten ein ausgeglichenes Spiel mit nur wenigen Chancen auf beiden Seiten, wobei sich die Gastgeber vor allem im zweiten Durchgang die klareren Gelegenheiten erspielten. KSV-Keeper Tevin Freudenberg bekam die Gelegenheit sich auszuzeichnen, in dem er mit einem guten Reflex auf der Linie einen Schuss von 96-Angreifer Nicolo Tresoldi aus acht Metern parierte und das Leder zur Ecke lenkte. Kurze Zeit später kam der Stürmer erneut zu einem Abschluss, verzog jedoch knapp über den Kasten der Kieler. Auf der anderen Seite hätte Niklas Niehoff den die Kugel zum 1:0 einschieben können, nachdem er von Jannic Ehlers mit einem präzisen Steckpass bedient worden war, doch 96-Keeper Lasse Dettmer verkürzte den Winkel und entschärfte die brenzlige Situation aus Sicht der Gastgeber.

Kurz vor dem Abpfiff bewies Ben Luca Nohns wahre Joker-Qualitäten und nickte nach einem Eckball von Torben Martens zum Siegtreffer ein (89.). Die Kieler feiern so einen insgesamt glücklichen Sieg trotz engagierten Leistung gegen die Niedersachsen.

Holstein U19: Freudenberg – Marten, Brodersen, Witt (62. Diezemann) – Koc (85. Nohns), Zimmer, de Chatrie Doegl (62. Erfmann), Marquardt, Ehlers – Niehoff, Labes (75. Kruse)

Trainer: Elard Ostermann.

Tore: 1:0 Nohns (89.)

Fotos: Olli Mueller; Instagram: mr.snapshots

RB Leipzig – Holstein U17 3:2

Weniger Glück hatten hingegen die Jungstörche von Trainer Freddy Kaps, die nach Sachsen aufbrachen, um nach Möglichkeit Zählbares mit zurück an die Kieler Förde zu nehmen. Bis kurz vor dem Ende der Partie deutete alles auf einen Auswärtssieg der U17 in der B-Junioren Bundesliga Nord/Nordost hin, doch sollte es an diesem Tag leider nicht für erhoffte Punkte reichen. 

Die Kaps-Elf traf auf eine spielstarke und ballsichere Mannschaft des RB-Nachwuchses. Durch eine leidenschaftlich geführte Partie erkämpften sich die Kieler hingegen eine komfortable 2:0-Führung im ersten Durchgang durch zwei Tore von Efekan Calikoglu (10./22.) nach jeweils zwei souverän zu Ende gespielten Kontersituationen. Mit dem Halbzeitpfiff verkürzten die Hausherren jedoch auf 1:2 durch Paul Kühnhardt (40.), nachdem die Kieler einen Eckball nicht weit genug vom eigenen Strafraum klären konnten und der sächsische Angreifer zum Anschluss traf. 

Auch im zweiten Durchgang konzentrierten sich die Kieler Gäste auf ihre Verteidigung und ließen wenige Möglichkeiten zu. KSV-Schlussmann Tyler Dogan parierte einen fälligen Strafstoß, welcher den Ausgleich der Hausherren hätte markieren können. Nur drei Minuten vor dem offiziellen Ende der Partie standen die Zeichen somit noch auf Sieg der Kieler Jungstörche. Doch nur zwei Standardsituation später sollte der RB-Nachwuchs eiskalt zuschlagen und die Gäste aus dem Norden aus allen sicher geglaubten Siegesträumen reißen. Erst netzte Simon Schierack nach einem Eckball zum 2:2-Ausgleich ein (77.), bevor Kiels Verteidiger Leon Steffen so angeschossen wurde, dass der Ball nur noch den Weg in das eigene Tor fand (80.+1).

Holstein U17: Dogan – Rathmann, Botzepe (74. Bente), Hrnjicic, Steffen – Calikoglu (58. Gutovsky), Jansa, Ugoh, Keskin – Meyer, Tunjic

Trainer: Freddy Kaps.

Tore: 0:1 Calikoglu (10.), 0:2 Calikoglu (22.), 1:2 Kühnhardt (40.), 2:2 Schierack (77.), 3:2 Steffen (80.+1, ET)

STIMMEN ZUM SPIEL

KSV-Trainer Freddy Kaps: „Es ist ärgerlich, dass wir den Sieg heute nicht ins Ziel bringen konnten und dennoch bin ich stolz auf die Leistung und den positiven Schwung meiner Mannschaft, den wir mit in die beiden kommenden letzten Partien mitnehmen werden.“

ATS Buntentor – Holstein Women 0:4 

Nach einem zähen Beginn übernahmen die Kielerinnen die Kontrolle der Partie und erspielten sich Torgelegenheiten, indem sie den Ball präzise in die Schnittstellen der Gegnerinnen steckten. Bis zum Halbzeitpfiff setzten die Gäste aus dem Norden immer wieder spielerische Akzente, nur das fällige Tor fehlte der Begunk-Elf bis zum Halbzeitpfiff. Aus 25 Metern hätte dessen Tochter Sarah auf 1:0 stellen können, doch mit den Fingerspitzen fischte ATS-Keeperin Anna-Catharina Bockhorst das Leder in letzter Sekunde aus dem unteren Eck. Im zweiten Durchgang stellten die Gäste aus Kiel ihre Aufstellung etwas um: Alia Redant wechselte auf die rechte Außenposition, wo Laura Dorby für Steiner das Feld verließ. Diese übernahm die Aufgabe der Spielgerstalterin im zentralen Mittelfeld. Dies sollte sich als goldrichtige Entscheidung herausstellen, denn nur eine Minute später traf Sandra Krohn per Volleyabnahme zur 1:0-Führung für die Kielerinnen (47.). Eine halbe Stunde später erhöhte die Angreiferin auf 2:0, nachdem sie eine maßgeschneiderte Flanke per Kopf verwandelte (77.). Alina Redant traf nur eine Minute später zum dritten Tor der Kielerinnen. Diese spielten sich zuvor mit einer sehenswerten Kombination durch die Reihen ihrer Gegnerinnen, um die Kugel anschließend sich an Torhüterhin Bockhorst vorbeizuschieben (78.). Den Schlusspunkt markierte Sandra Krohn mit ihrem dritten Treffer des Tages, die einen langen Flugball aus dem Mittelfeld perfekt mitnahm und das Spielgerät im Anschluss zum 4:0-Endstand einnetzte 88.).

So entführen die Holstein Women nach ihrem vierten Sieg in Folge drei Punkte von der Weser und empfangen am kommenden Sonntag, den 10. April die Stadtrivalen vom SV Werder Bremen II im Stadion an der Waldwiese. 

Holstein Women: Paulsen – Meyer, Carone Labuj, Grapengeter – Krohn, Harder, Redant, Dorby (46. Steiner) – Onderka (73. Ziegler), Begunk

Trainer: Bernd Begunk.

Tore: 1:0 Krohn (47.), 2:0 Krohn (77.), 3:0 Redant (78.), 4:0 Krohn (88.)

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