NLZ-Teams gewinnen ihre letzten Heimspiele – Siegesserie der Holstein Women gerissen

Die U23 siegt verdient im letzten Heimspiel der Saison gegen den SV Atlas Delmenhorst.

Am Sonntagnachmittag konnte die U23 im CITTI FUSSBALL PARK ihr letztes Pflichtspiel vor heimischem Publikum gegen den SV Atlas Delmenhorst in der Aufstiegsrunde der Regionalliga Nord mit 1:0 für sich entscheiden. Bereits am Samstag waren die Jungstörche der U19 in der A-Junioren Bundesliga Nord/Nordost erfolgreich und gewannen mit 2:0 im CITTI FUSSBALL PARK gegen den Hamburger SV. Die Holstein Women mussten sich hingegen in ihrem Pflichtspiel in der Regionalliga Nord beim SV Meppen II mit 1:5 geschlagen geben.

Holstein U23 – SV Atlas Delmenhorst 1:0

Nur sechs Wochen nach dem letzten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften, empfing die KSV den SV Atlas Delmenhorst im heimischen CITTI FUSSBALL PARK. Von Beginn an übernahmen die Hausherren die Spielkontrolle und kamen bereits in der Anfangsphase zu ersten Torchancen. Nach einer sehenswerten Kombination über das griffige Sturmduo Niklas Niehoff und Philipp König hätte letzterer aus kurzer Distanz selbst abschließen können, entschied sich jedoch für den Querpass ins Zentrum, der allerdings keinen Abnehmer fand (2.). Nur wenige Minuten später schloss Niehoff von der Strafraumgrenze mit seinem schwächeren linken Fuß ab und bekam daher zu wenig Druck hinter den Ball (5.). Nach einer Viertelstunde hätte Jan Wansiedler auf das fällige 1:0 stellen können, der ebenfalls frei aus 16 Metern zum Abschluss kam und nur knapp neben das Tor verzog (14.). Während sich die Gäste vor allem im letzten Drittel schwer taten, druckvolle Situationen zu erarbeiten, kamen die Kieler fast im Zwei-Minuten-Takt zu Gelegenheiten. So hatten Manuel Schwenk nach einer Wansiedler-Flanke von rechts eine weitere hochkarätige Chance per Kopf (24.) sowie Nikolas Carrera, der sehenswert von Niehoff bedient wurde (28.), jedoch am starken Gäste-Keeper Rico Sygo scheiterte. Kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit hätten die Gäste den Spielverlauf dann fast auf den Kopf gestellt, als Tom Schmidt aus rund 16 Metern abzog und nur die Querlatte traf (46.). Mit dem Halbzeitpfiff verpasste erneut Philipp König die Führung zu erzielen, der nach einem maßgeschneiderten Steilpass am starken Torhüter Sygo scheiterte.

Auch im zweiten Durchgang machten die Kieler da weiter, wo sie aufgehört hatten und übernahmen das Spielgeschehen. Neben Jannis Voß, der das Spielgerät gleich drei Mal innerhalb von zehn Minuten in die Maschen des gegnerischen Kastens hätte befördern können, schloß auch Niehoff aus 18 Metern sehenswert ab, allerdings zu ungenau. Vor allem die spielfreudige Kieler Mittelfeldachse von Manuel Schwenk, Jannis Voß und Lucas Wolf kreierte gefährliche Situationen vor dem Gehäuse des SVA. Eine Viertelstunde vor dem Schlusspfiff belohnten sich die Gastgeber schließlich für ihren enormen Aufwand: Niklas Niehoff vollendete nach Königs scharfem Querpass zur 1:0-Führung (75.). Den Gästen hingegen gelang weiterhin wenig Spielerisches, was vor allem dem kompakten Kieler Defensivverhalten geschuldet war. Bis zum Schlusspfiff dominierten die Hausherren das Spiel und fuhren den verdienten letzten Heimsieg der laufenden Spielzeit in der Aufstiegsrunde der Regionalliga Nord ein.

Holstein U23: Oberbeck – Carrera (90. Brodersen), Koulis, Stöcker – Ndure, Wolf, Voß, Wansiedler (86. Opoku Labes), Schwenk (70. Witt) – König (80. Schmidt), Niehoff – Trainer: Gunkel.

Tore: 1:0 Niehoff (75.)

STIMMEN ZUM SPIEL

KSV-Trainer Sebastian Gunkel: „Wir wollten in unserem letzten Heimspiel der Saison vor einer tollen Kulisse noch einmal alles reinhauen, ein gutes Spiel bieten und das haben wir denke ich getan.“ 

Ex-Storch Dominik Schmidt: „Am Ende ist der Sieg der Kieler verdient aufgrund der Spielanteile. Für mich war es schön an alter Wirkungsstätte zu spielen, wo ich viele Menschen kenne. Ich bin immer froh hier zu sein, auch wenn es heute das kleine Stadion war und nicht das große, mit dem ich viele gute Erinnerungen verbinde.“

Holstein U19 – Hamburger SV 2:0

Die Mannschaft von Trainer Elard Ostermann empfing in ihrem letzten Heimspiel der Saison den Tabellenachten im Nordduell der A-Junioren Bundesliga Nord/Nordost. Von Beginn an zeigte beide Teams ein temporeiches Spiel ohne taktische Zwängen, in dem die Jungstörche sich die besseren Gelegenheiten erspielten. Zunächst drang Ben Luca Nohns in den Strafraum des Gegners ein, verpasste es allerdings den Ball im Tor der Gäste unterzubringen (18.). Wenig später folgten zwei Lattentreffer in Folge. Erst traf Melvin Zimmer aus rund 16 Metern nur die Querstange (33.), bevor es ihm Nohns per Kopfball gleichtat (35.). Somit ging es ohne die verdiente Führung in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel zeigten beide Team eine ausgeglichene Partie, in der die Jungstörche phasenweise agiler auftraten und konsequenter gegen den Ball arbeiteten. Nach gut einer Stunde erzielte der eingewechselte Jean Francois de Chatrie Doegl den ersten Treffer des Tages, indem er das Leder acht Meter vor dem Tor aus der Drehung in die Maschen drosch (62.). Bis zum Ende der Begegnung übernahmen die Hausherren zunehmend die Spielkontrolle und ließen nur wenige Chancen der Gäste aus der Hansestadt zu. Der starken Leistung des KSV-Nachwuchses setzte schließlich der ebenfalls eingewechselte Pepe Kruse die Krone auf und markierte in der Nachspielzeit den umjubelten 2:0-Endstand. 

Holstein U19: Freudenberg – Marten, Witt, Brodersen (71. Marquardt) – Zimmer (82. von der Mehden), Erfmann, Koc, Richter, Toure – Labes (56. de Chatrie Doegl), Nohns (56. Kruse) – Trainer: Ostermann.

Tore: 1:0 de Chatrie Doegl (62.), 2:0 Kruse (90.+2)

STIMMEN ZUM SPIEL

U19-Trainer Elard Ostermann: Es hat mich heute mit Stolz erfüllt zu sehen, wie meine Mannschaft sich den Sieg spielerisch erarbeitet und aufopferungsvoll gekämpft und, obwohl es in dieser Phase der Saison um nichts mehr geht.“

SV Meppen II – Holstein Women 5:1

Mit einer deutlichen Niederlage kehren die Holstein Women von ihrer Auswärtsreise ins emsländische Meppen zurück, wo sie ihr Spiel in der Regionalliga Nord mit 1:5 beim Tabellenfünften verloren geben mussten. Dabei hört sich das Ergebnis deutlicher an, als der Spielverlauf tatsächlich war. Schon früh gingen die Gastgeberinnen durch einen Foulelfmeter in Führung (5.). Im Anschluss verpassten es die Gäste aus dem Norden leider, eine direkte Antwort zu liefern, als Alia Redant einen schön vorgetragenen Spielzug nicht zum anschließenden 1:1-Ausgleich vollenden konnte. Die Meppenerinnen waren hingegen konsequenter und nutzten ihre Chancen. So traf Chiara Kösters 20 Minuten später zum 2:0 (25.). Durch zwei individuelle Fehler der Kielerinnen erhöhten die Emsländerinnen noch vor dem Halbzeitpfiff auf 4:0 per Doppelschlag von Ayleen Seyen (43./44.).

Auch im zweiten Durchgang bewiesen die Gäste von der Kieler Förde Moral und erspielten sich ihre Möglichkeiten, um das Spiel wieder enger zu gestalten. Leider blieben sie der Verwertung ihrer Chancen schuldig. Die Gastgeberinnen hingegen nutzten diese ein fünftes Mal, nachdem die Holstein Women den Ball im Mittelfeld leichtfertig verloren – der anschließende Angriff mündete schließlich im Tor von Schlussfrau Caja Paulsen (61.). Alia Redant gelang schließlich mit den Abpfiff der Partie der verdiente Ehrentreffer für eine aufopferungsvolle Mannschaftsleistung. Für ihre nächste Partie am 4. Mai im Kreis-Pokalspiel gegen den TSV Klausdorf hat sich die Begunk-Elf vorgenommen, konsequenter ihre Chancen zu nutzen, bevor am 8. Mai mit dem TSV 07 Burg Gretesch der nächste Gegner vor heimischem Publikum in der Regionalliga der Frauen wartet. 

Holstein Women: Paulsen – Onderka (82. Harder), Carone, Erbar, Labuj – Grosnick, Krohn, Zimmermann, Steiner, Redant  – Grapengeter (45.+1 Thien) – Trainer: Bernd Begunk.

Tore: 1:0 Schmitz (5.), 2:0 Kösters (25.), 3:0 Seyen (43.), 4:0 Seyen (44.), 5:0 Seyen (61.), 5:1 Redant (90.+2)

Geschlossen stehen die Holstein Women auch nach der Niederlage beim SV Meppen II zusammen.

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