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Gegen Aurich setzten sich unsere Women deutlich durch. | Foto: Nico Kaiser.

Women bauen Tabellenführung aus

Die Holstein Women konnten im Spitzenspiel der Regionalliga Nord einen deutlichen Erfolg feiern. Vor 500 Zuschauerinnen und Zuschauern im Stadion Waldwiese wurde die SpVg Aurich mit 3:0 besiegt und dadurch die Tabellenführung auf vier Punkte Vorsprung ausgebaut.

Holstein Women – SpVg Aurich 3:0 (1:0)

Gegen den Tabellenzweiten aus Aurich gelang unseren Women ein schwungvoller Start. Bereits in der Anfangsphase erspielten sich die Holsteinerinnen mehrere Torchancen. Erstmals eingreifen musste die gegnerische Torhüterin bei einem Abschluss von Arjela Lako in der siebten Spielminute. Noch in der Anfangsviertelstunde kamen auch Sarah Begunk per Volley aus etwa elf Metern und Kira Hasse mit einem Distanzschuss zu Torgelegenheiten. Der auch anschließend gezeigte Offensivaufwand sollte in der 28. Minute belohnt werden. Auf dem zweiten Bildungsweg nach einer Ecke schlug Alia Redant von der linken Angriffsseite eine präzise Flanke in die Mitte, wo Janine Minta goldrichtig stand und den Ball zur verdienten KSV-Führung einköpfte.

Aurich reagierte auf den Rückstand zunächst mit etwas mehr Vorwärtsdrang. Der aufmerksamen Holstein-Defensive war es allerdings zu verdanken, dass dabei keine ernst zu nehmende Torchance heraussprang. Es folgte eine Phase mit vielen Zweikämpfen im Mittelfeld, die durch einen weiteren Abschluss der umtriebigen Kira Hasse in der 44. Minute ihr Ende fand. Kurz darauf ging es mit der knappen Führung für unsere Women in die Halbzeitpause.

Die zweite Hälfte begann nach dem Seitenwechsel wie die erste. Holstein spielte mutig nach vorne, Aurich verteidigte tief. In der 53. Minute wurde der SpVg-Abwehrriegel jedoch ein zweites Mal geknackt. Auf der rechten Seite kombinierten sich Kira Hasse, Sarah Begunk und Minta vor den Auricher Strafraum, sodass Kira Hasse einen gefährlichen Abschluss setzen konnte. Ihr Versuch aus der Distanz wurde von Aurichs Torhüterin zwar noch an den Pfosten gelenkt, von dort sprang das Spielgerät aber vor die Füße der eingelaufenen Arjela Lako, die zum 2:0 einschob.

Eine Vorentscheidung, auf der sich die Holstein Women nicht ausruhten. Mit hoher Laufbereitschaft wurden weitere Torchancen erarbeitet – und gleichzeitig das eigene Tor souverän verteidigt. Neben einer Hand voll Flankenbällen musste KSV-Keeperin Lela Naward nur bei einem mittigen Distanzschuss in der 60. Minute eingreifen, den sie sicher parierte.

Auf der anderen Seite des Spielfeldes blieb es auch weiterhin ereignisreicher – mit dem 3:0 als Highlight. Wieder führte ein Abstauber zum Treffer. Dieses Mal stellte Kira Hasse ihren Torriecher abermals unter Beweis, als sie in der 74. Minute den zweiten Ball verwertete. In der Schlussphase erspielte sich vor allem die eingewechselte Paula Harder noch Chancen auf ein durchaus verdientes 4:0. Letztlich blieb es aber beim umjubelten 3:0-Sieg unserer Women, die das Spitzenspiel dadurch deutlich für sich entschieden. Zu den ersten Gratulanten gehörten nach Abpfiff Steffen Schneekloth, Präsident der KSV Holstein, und Florian Krug, Geschäftsführer des Women-Hauptsponsors „Krug Transporte Kiel“, sowie Hunderte KSV-Fans.

Statistik

Holstein Women: L. Naward – Redant, Zimmermann, Grosnick, L. Hasse – Carone, Eigebrecht (85. Erbar) – Lako (68. Harder), Begunk (85. A. Naward), Minta (68. Jürgensen) – K. Hasse (90. Kuhrt).

Tore: 1:0 Minta (28.), 2:0 Lako (53.), 3:0 K. Hasse (74.)

Stimmen zum Spiel

Stefan Fischer: „Wir haben Aurich im Vorfeld präzise analysiert, und gleichzeitig haben die Mädels unsere Trainingsinhalte heute richtig gut umgesetzt. Dazu wurde die verständliche Aufregung vor dem Spiel nach dem Anpfiff schnell abgelegt. Ab da waren wir das spielbestimmende Team und haben mit einem dominanten Auftritt die Partie hochverdient gewonnen.“

Kira Hasse: „Im Training haben wir explizit herausgearbeitet, wie wir Aurich bespielen müssen. Das hat im Spiel dann gut funktioniert und uns den Rückenwind gegeben, dass wir dieses Spitzenspiel auch deutlich für uns entscheiden können. Aber trotz der guten Vorbereitung ist so ein Spielverlauf immer schwierig vorauszusehen. Umso glücklicher sind wir, dass es geklappt hat.“

Arjela Lako: „Es war unglaublich schön, vor so vielen Fans ein Tor zu einem Sieg beisteuern zu können, den wir uns als Team hart erarbeitet haben. Im Vergleich zum Hastenbeck-Spiel ist es uns gelungen, etwas ruhiger zu spielen. Dadurch hatten wir in der Offensive mehr Platz und konnten noch besser vor dem Tor agieren.“

Fotos: Nico Kaiser / Samuel Kramer

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