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Holsteins Janine Minta im Spiel gegen 1. FC Köln II.

Women verlieren erstes Aufstiegsspiel

Die Holstein Women mussten sich beim ersten von insgesamt zwei Aufstiegsspielen um den Einzug in die 2. Frauen-Bundesliga geschlagen geben. Bei der U21 des 1. FC Köln hielten die Holsteinerinnen über weite Strecke zwar gut dagegen. Letztlich setzte sich die individuelle Qualität der Gastgeberinnen auf dem Kunstrasenplatz am Geißbockheim allerdings in den entscheidenden Momenten durch.

1.FC Köln II – Holstein Women 4:0 (2:0)

Die Kölnerinnen waren mit dem Anpfiff um Spielkontrolle bemüht, die sie mit Vorteilen beim Ballbesitz herzustellen versuchten. Unsere Women konzentrierten sich derweil auf eine kompakte Defensive und probierten sich mit gelegentlichen Umschaltsituationen in der Offensive. Mit einer dieser Aktionen sorgte die KSV auch für die erste Großchance des Spiels: Die aufgerückte Alia Redant fand mit einer präzisen Flanke von der rechten Angriffsseite den Kopf von Sarah Begunk. Doch die Holstein-Kapitänin konnte das Spielgerät unter enger Bedrängnis nur knapp über der Torlatte platzieren. Nach einer intensiven Anfangsphase schnauften beide Teams in der Folge ein paar Minuten durch.

Beendet wurde die spielerische Ruhephase durch den ersten Treffer des Tages. FC-Angreiferin Emily Tichelkamp fiel auf halblinker Position im Kieler Strafraum ein zweiter Ball vor die Füße, den sie mit einem Schlenzer im rechten oberen Toreck unterbrachte (21.). Fünf Minuten später schlug Kölns Nummer 13 dann noch ein zweites Mal zu. Bei einer halbhohen Flanke von rechten Seite stand sie richtig am langen Pfosten und stellte aus kurzer Distanz auf 0:2 aus Kieler Sicht (26.). Bis zur Pause gelang es unseren Women anschließend wieder vermehrt Zugriff zu gewinnen und auch Torgefahr zu entwickeln. In der Schlussphase der ersten Halbzeit besaß Redant die beste Gelegenheit auf den dritten Treffer des Spiels. Ihr Abschluss im Fünfmeterraum, vorbereitet von Arjela Lako, wurde allerdings im letzten Moment geblockt.

Der Seitenwechsel veränderte das Spielbild zunächst kaum. Köln hielt über weite Strecken den Ball, Holstein lauerte auf offensive Nadelstiche. Nennenswerte Chancen waren in dieser Phase auf beiden Seite Mangelware. Bei einer FC-Flanke um die Stundenmarke packte KSV-Torhüterin Lela Naward sicher zu. Vor dem lautstarken Support von 120 mitgereisten Kieler Fans und insgesamt 650 Zuschauern begann nun die stärkste Phase unserer Women. Aus den größeren Spielanteilen konnte jedoch kein zählbares Kapital geschlagen werden. Stattdessen legten die Kölnerinnen einen dritten Treffer nach. Leni Palm verwertete einen Eckball in der 72. Spielminute.

In den Schlussminuten sollte es für die Holsteinerinnen noch bitterer kommen. Tichelkamp schnürte ihren Dreierpack, indem sie einen Konter mit einem Flachschuss vollendete. Wenig später war Schluss und für unsere Holstein Women stand fest, dass sie mit einer schwierigen Ausganglage ins Rückspiel gehen werden. Am kommenden Samstag werden sie dafür im ausverkauften Stadion Waldwiese allerdings beste Bedingungen vorfinden.

Statistik

Holstein Women: L. Naward – Redant, Zimmermann, Grosnick, Jürgensen – Begunk (81. A. Naward), Carone, Tolksdorf– Minta (68. L. Hasse), Lako (81. Jöhnk) – K. Hasse.

Tore: 1:0 Tichelkamp (21.), 2:0 Tichelkamp (26.), 3:0 Palm (72.), 4:0 Tichelkamp (86.)

Zuschauer: 650.

Stimmen zum Spiel

Stefan Fischer: „Es waren zwei Gegentore zu viel. Besonders ärgerlich ist, dass wir zwei Treffer kassiert haben, weil wir in entscheidenden Momenten nicht aufmerksam genug waren. Dadurch ist das Spiel gekippt. Jetzt gilt es, dieses Ergebnis schnell anzunehmen und den Frust aus den Köpfen zu bekommen. Trotz der schwierigen Ausgangslage ist im Rückspiel noch nichts entschieden. Die Waldwiese ist ausverkauft, wir spielen zuhause und haben nach wie vor eine Chance.“

Sarah Begunk: „Wir sind mit einer positiven Einstellung in das Spiel gegangen und wollten die Kölnerinnen zunächst beobachten. Die ersten Minuten waren deshalb etwas schwierig. Trotzdem gab es danach auch einige Phasen, in denen wir es gar nicht schlecht gemacht haben. Zu Beginn der zweiten Halbzeit ist es uns zum Beispiel besser gelungen, mutiger nach vorne zu spielen. Aber da müssen wir dann auch ein Tor machen. Vier Tore sind zwar schwer aufzuholen, dennoch müssen die Kölnerinnen erstmal nach Kiel kommen und auf der Waldwiese vor unserer tollen Kulisse zeigen, dass sie ihren Vorsprung verteidigen können.“

Kira Hasse: „In den entscheidenden Momenten waren wir nicht eng genug dran an den Kölnerinnen. Insgesamt haben wir es aber nicht schlecht gemacht, gerade in der zweiten Halbzeit sah das phasenweise gut aus. Da haben wir die richtige Reaktion gezeigt und daran wollen wir in der nächsten Woche auf unserer Waldwiese anknüpfen.“

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