Durch den deutlichen 3:0-Erfolg der Holstein Women im Regionalliga-Spitzenspiel gegen Verfolger Aurich sind die Kielerinnen jetzt im Titelrennen klar im Vorteil. Die Mannschaft von Trainer Stefan Fischer (58) hat es nun in eigener Hand, Meisterschaft und Einzug in die Relegation gegen den Meister der Regionalliga West unter Dach und Fach zu bringen. Wir sprachen mit Women-Coach Fischer über den Saison-Endspurt.
Moin Stefan! Wie war es um Deine Gefühlslage nach dem Sieg gegen Aurich bestellt?
Wir hatten uns wirklich gut vorbereitet und mir ist natürlich ein großer Stein vom Herzen gefallen. In Sachen Taktik haben wir alles richtig gemacht. Die Rahmenbedingungen waren aber auch einfach toll. Die Stadt hatte den Platz richtig gut hergerichtet und die Zuschauer sind super mitgegangen. Mit diesem Vorsprung gehen wir jetzt natürlich beruhigter in das Restprogramm.
Hast Du ein derart deutliches Ergebnis im Top-Spiel für möglich gehalten?
Ich hatte Aurich vorher beobachtet, auch das Video vom Hinspiel noch einmal angeschaut und mich ausgiebig mit dem Gegner beschäftigt. Sicherlich hat Aurich eine tolle Saison hingelegt, aber ich wusste auch, dass wir fußballerisch besser sind. Dass es am Ende so deutlich werden würde, das war dann aber doch etwas überraschend. Wir sind aber zurzeit richtig gut drauf und haben nur wenige Ausfälle zu beklagen. Das spielt uns in die Karten.
Wo liegt jetzt vor den letzten drei Spielen der Schwerpunkt Deiner Arbeit?
Der Vorsprung ist wirklich respektabel, aber wir müssen unbedingt demütig bleiben. Hier hebt aber auch niemand ab bei uns, dazu sind die Spielerinnen zu sehr fokussiert. Darüber hinaus haben wir auch einige erfahrene Spielerinnen im Team. Wir werden im Training weiter Vollgas geben, müssen die Spannung unbedingt hochhalten, denn wir wissen, dass die letzten drei Gegner auch Fußball spielen können.
Ist bei Dir im Hinterkopf schon ein Gedanke an mögliche Relegationsspiele gegen Köln oder Dortmund?
Natürlich mache ich mir Gedanken und schaue auch auf die Tabelle der Regionalliga West. Wir wussten aus der letzten Saison, dass wir eine gute Mannschaft haben. Aber jetzt stehen wir an der Spitze und wollen auch am Ende dort stehen. Trotzdem ist die Relegation noch Zukunftsmusik, denn wir haben unsere Hausaufgaben zu machen, bis es soweit ist.
Vielen Dank für das Gespräch, Stefan!

