U23 unterliegt HSV II im Nachwuchs-Nordduell

Der Schuss des eingewechselten Tom Baller wird von der HSV-Defensive geblockt

Vor der corona-bedingten Saisonunterbrechung hat die Kieler U23 in der Gruppe Nord der Regionalliga Nord eine Niederlage hinnehmen müssen. Die Jungstörche unterlagen dem Hamburger SV II am Sonntagnachmittag in der heimischen Arena im CITTI FUSSBALL PARK unter Ausschluss der Öffentlichkeit mit 1:3 (0:0).

Die Hamburger erwischten den besseren Start, zeigten sich in der Anfangsphase spiel- und kombinationsfreudig und wären folglich auch fast in Führung gegangen, doch Xavier Amaechi grätschte die Flanke von Ogechika Heil knapp am langen Pfosten vorbei (9.). Auch Holstein meldete sich kurz darauf im Spiel an, als Phillip König einen hohen Ball schick mit der Brust auf Tim Siedschlag ablegte, der per Volleyabnahme volles Risiko ging, die Kugel jedoch deutlich am langen Pfosten vorbeisetzte (11.). Die Jungstörche kamen in der Folge deutlich besser ins Spiel und ließen den HSV-Nachwuchs nicht mehr so sehr zur Entfaltung kommen. Die Kieler U23 hatte dementsprechend auch den nächsten Hochkaräter, als Justin Njinmah per Kopf in eine Hereingabe von Felix Niebergall hielt, HSV-Keeper Leo Oppermann am kurzen Pfosten aber nicht überlisten konnte (22.). Auf der Gegenseite präsentierte sich auch Holsteins Schlussmann Jasin Jashari hellwach, als er Niklas Wiemanns Kopfball-Bogenlampe noch an die Latte lenkte (32.). „Wir hätten uns aber auch nicht beschweren können, wenn wir zur Pause zurückgelegen hätten“, sagte HSV-Coach Pit Reimers später im Hinblick auf Holsteins gute erste Halbzeit.

Nach der Pause überschlagen sich die Ereignisse

In der zweiten Hälfte verflachte die Partie zunächst, ehe Hein einen auspackte. Der Offensivspieler konnte sich das Leder zurechtlegen und schlenzte es aus 20 Metern sehenswert in den rechten Winkel (56.). Die Gastgeber zeigten sich kurzzeitig geschockt, was die Hamburger umgehend ausnutzten. Hein setzte sich im Strafraum durch und legte auf Robin Meißner quer, der nur noch einzuschieben brauchte (58.). Jetzt überschlugen sich die Ereignisse: Zunächst konnte Justin Njinmah den schnellen Anschluss herstellen, als er den Ball an Oppermann vorbei ins Netz spitzelte (60.). Doch wieder nur drei Minuten später wollte Jonas Sterner eine Flanke von Amaechi blocken, fälschte diese jedoch unglücklich ins eigene Netz ab (63.). Doch der KSV-Nachwuchs steckte nicht auf und hätte um ein Haar erneut verkürzt, als Njinmah aus dem Rückraum abziehen konnte und König nicht mehr schnell genug aus der Schussbahn gehen konnte, sodass er unfreiwillig den abermaligen Anschlusstreffer verhinderte (66.). Die Jungstörche erhöhten nun zusehends das Risiko, kamen allerdings nicht mehr gefährlich vors gegnerische Gehäuse. Stattdessen eröffneten sich dem HSV Räume zum Kontern, von denen Meißner einen fast zum vierten Treffer genutzt hätte, als sein Schuss aus spitzem Winkel am Außennetz landete (82.). In der Schlussphase versuchte es Holstein nochmal mit hohen Bällen in den Strafraum, aber Niko Koulis‘ Kopfball drehte Oppermann noch um den Pfosten (88.) und Liam Giwas Versuch ging knapp rechts vorbei (89.), sodass es beim 1:3 blieb.

„Wir haben es in der ersten Hälfte sehr gut geschafft, die Hamburger früh unter Druck zu setzen, um sie nicht ins Spielen kommen zu lassen“ lobte Holsteins U23-Coach Sebastian Gunkel, haderte aber gleichzeitig mit der Chancenverwertung: „Wenn man in Führung geht, fällt Vieles leichter.“ Nach den Gegentoren habe seine Mannschaft nie aufgesteckt, so Gunkel, der sich über die Niederlage logischerweise ärgerte: „Den Willen und Einsatz hat man bei den Jungs bis zum Schluss gesehen. Sie hätten mehr verdient gehabt.“

Statistik:

U23: Jashari – Ndure, Giwah, Koulis, Sterner (73. Kinitz) – Njinmah (73. Baller), Voß, Siedschlag, Gueye – Niebergall (76. Berger), König (73. Schmidt). Trainer: Gunkel.

HSV II: Oppermann – Pinckert (86. Knost), David, Wiemann, Hein – Kwarteng (80. Alidou), Hornschuh, Fabisch (70. Limani) – Amaechi, Meißner, Heil (69. Fagerström). Trainer: Reimers.

Schiedsrichter: Tschirschwitz (Hannover) – Tore: 0:1 Heil (56.), 0:2 Meißner (58.), 1:2 Njinmah (60.), 1:3 Amaechi (63.).

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