Seit dem 13. Juli trägt Guillermo Balzi das Holstein-Trikot. In den vergangenen Tagen reiste der 24-jährige Argentinier über 12.615 Kilometer durch die Welt, um schließlich im Trainingslager in Österreich zu unseren Jungs dazuzustoßen. Im Interview blickt er auf die ersten Tage als Storch zurück und erklärt, warum er zur KSV gewechselt ist. Außerdem spricht er über seine Vorliebe für Mate und zeigt, wie man Argentiniens Nationalgetränk trinkt.
Moin Guillermo, wie geht es dir und bist du gut angekommen?
Alles ist gut. Ich bin wirklich superglücklich und auch etwas aufgeregt, hier zu sein. Die Eingewöhnung in die Mannschaft in den ersten Tagen lief super, obwohl es ein unbekanntes Land für mich ist, in das ich gekommen bin.



Auf welcher Position spielst du und wie würdest du dich als Fußballspieler beschreiben?
Ich spiele im offensiven Mittelfeld. Am liebsten habe ich viel Kontakt mit dem Ball. Ich laufe gerne in den Strafraum, gebe Vorlagen und schieße Tore.
In den letzten Tagen warst du in drei verschiedenen Ländern: Argentinien, Deutschland und Österreich. Wie hast du diese Zeit erlebt?
Eigentlich lerne ich immer gerne verschiedene Länder und Kulturen kennen, glücklicherweise ist mir das schon mit einigen gelungen. Nun habe ich in den letzten Tagen nicht viel von den Ländern gesehen, weil ich nur kurz da war und viel reisen musste. Aber was ich von Deutschland gesehen habe, ist sehr schön. Alles ist gut organisiert und sehr ordentlich – das gefällt mir.
Warum hast du dich entschieden, zu Holstein Kiel zu wechseln?
Nach Deutschland zu kommen, wird eine neue Erfahrung und Herausforderung. Ich habe mich über Deutschland informiert und mag den deutschen Fußball sehr. Die Entscheidung habe ich gemeinsam mit meiner Familie getroffen. Ich bin also sehr sicher, genau das zu tun, was ich möchte – und ich bin glücklich damit.



Warum hast du die Nummer acht gewählt?
Vor meiner Abreise hatte ich die Möglichkeit, mir eine Nummer auszusuchen. Dann habe ich meinen Freunden und meiner Familie ein wenig davon erzählt. Ihnen gefiel die Acht, also habe ich sie genommen.
Wie waren die ersten Trainingseinheiten?
Es war echt schön. Ich habe die Mannschaft und den Trainerstab ein wenig kennengelernt und mich an einen neuen Fußballstil gewöhnt. Hier ist alles neu für mich, aber ich bin super damit zurechtgekommen und genieße jede Trainingseinheit.
Welchen Eindruck haben deine Mitspieler und der Trainer auf dich gemacht?
Sie versuchen durchgehend aktiv zu spielen, sich zu zeigen und aggressiv zu sein. Mir gefällt an der Spielweise des Trainers, dass wir ständig den Ball haben wollen.



Worauf freust du dich in den kommenden Wochen?
Als Nächstes möchte ich mich erst einmal richtig an das Leben in Deutschland gewöhnen und ein bisschen mehr kennenlernen. Allen voran meine Mitspieler und die Menschen, mit denen ich hier zusammenarbeite.
Was machst du abseits des Fußballplatzes?
Ich trinke gerne Mate und spiele auf der PlayStation. In meiner Freizeit lese ich außerdem gerne und lerne Englisch.
Kannst du uns erklären, was das Besondere an dem Getränk Mate ist?
Das ist etwas typisch Argentinisches, das wir alle dort trinken. Es ist Mate, eine Art Tee, aber es ist doch anders. Es schmeckt einfach sehr lecker, zumindest finde ich das.



Kannst du uns zeigen, wie du den Mate zubereitest?
Man gibt das Kraut, Yerba Mate, in den Becher hinein und schüttelt es ein wenig durch. Dann schiebt man es zur Seite und gießt dann das Wasser dazu. Dann nimmt man den Bombilla (ein traditioneller Trinklöffel mit Sieb, Anm. d. Red.) und der Mate ist fertig.
Danke, Guillermo, und herzlich willkommen. Schön, dass du hier bei uns bist!