Es gab schon viele Spieler, die die bewegte Geschichte unseres Vereins maßgeblich prägten. Zu denen, die dies in der jüngeren Vergangenheit taten, zählt zweifelsohne Lewis Holtby. Am vergangenen Dienstag gab der 35-Jährige sein Karriereende bekannt. Wir blicken noch einmal auf Holtbys Zeit im KSV-Trikot zurück.
Als der gebürtige Erkelenzer im August 2021 an die Kieler Förde wechselte, durchlebte Holstein eine schwierige Phase. „Damals hatte der Verein in der Vorsaison den Aufstieg in die Bundesliga knapp verpasst und war danach mit drei 0:3-Niederlagen in die neue Saison gestartet. Es ging also zunächst einmal darum, eine gewisse Stabilität herzustellen. Der Blick ging nach unten statt nach oben“, erinnerte sich Holtby später an seine Anfangszeit im Storchennest. Daran, dass diese Stabilität tatsächlich zurückkehrte, hatte der dreifache deutsche Nationalspieler wesentlichen Anteil. Der Routinier brachte in der Folgezeit seine ganze Erfahrung ein, leitete immer wieder junge Spieler an, unterstrich somit seine Eigenschaft als echter Teamplayer – und wurde zum unumstrittenen Leader innerhalb des KSV-Aufgebots. Insbesondere in der Saison 2023/24 erlebte der Musterprofi seinen zweiten Frühling, als er 31 von 34 Spielen absolvierte, dabei fünf Tore erzielte, zehn weitere vorbereitete – und somit ein wichtiger Baustein beim historischen ersten Aufstieg in die Bundesliga war. „Im Alter von 34 Jahren noch einmal Bundesliga spielen und mich auf diesem Niveau messen zu dürfen, macht mich sehr glücklich und erfüllt mich mit großem Stolz – gerade auch, weil das alles mit einem Verein wie Holstein Kiel etwas ganz Besonderes ist“, unterstrich Holtby nach dem Aufstiegscoup die Dimension dieses Erfolgs.
Apropos Stolz: Den verspürte der Mittelfeldspieler auch beim Tragen der Kapitänsbinde, fungierte der Linksfuß in der ersten Bundesliga-Saison unseres Vereins doch als Captain unserer Störche. Nach dem direkten Wiederabstieg trennten sich nach 107 Pflichtspielen im KSV-Jersey die Wege, ehe Holtby nach einem Jahr beim niederländischen Erstligisten NAC Breda – seiner letzten von insgesamt zehn Profistationen – nun seine Karriere beendete. „Er war ein Teamspieler, wie er im Buche stand und ein absoluter Vollprofi! Ich wünsche ihm nur das allerbeste und so wie er tickt, hoffe ich, dass er dem Fußball erhalten bleibt“, sagte Steven Skrzybski nach Holtbys Bekanntgabe seines Karriereendes über den ehemaligen Mitspieler. Darüber hinaus war der gebürtige Rheinländer immer für einen Spaß zu haben und hinterließ so aufgrund seiner positiven Art auch als Mensch in Kiel seine Spuren.
Auf die Frage, was er sich für die Zukunft wünsche, sagte Holtby im Laufe der Rückrunde der Bundesliga-Saison im Zuge eines Interviews: „Privat wünsche ich mir Gesundheit und Glück für meine Kinder und meine Frau. Wenn alle glücklich sind, bin ich es auch.“ Das wünschen wir dir und deiner Familie auch, lieber Lewis!













