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Zurück in bekannten Gefilden: FC St. Pauli im Gegnercheck

Der FC St. Pauli ist zurück in der 2. Bundesliga. Das erste Auswärtsspiel der Kiezkicker führt sie zu unseren Störchen an die Förde. Am Freitagabend steigt um 18:30 Uhr das norddeutsche Traditionsduell im Holstein-Stadion, bei dem es ein besonderes Wiedersehen geben wird.

In den vergangenen beiden Saisons liefen die „Boys in Brown“ in der Beletage des deutschen Fußballs auf. Ein drittes Jahr war dem FC St. Pauli jedoch nicht vergönnt, da die Mannschaft am letzten Spieltag der Vorsaison den Relegationsplatz im direkten Duell an den VfL Wolfsburg abgeben musste und sogar auf den letzten Tabellenplatz abrutschte. Somit hat die 2. Bundesliga ihren Zweitplatzierten der Ewigen Tabelle wieder und der FC St. Pauli wird seine 33. Saison in der 2. Bundesliga bestreiten. Nur die SpVgg Greuther Fürth absolvierte mehr Spiele und holte mehr Punkte in dieser Spielklasse.

Neuer Verein, dieselbe Aufgabe

Die Macht der Gewohnheit dürfte Marcel Rapp am Freitagabend zur Herausforderung werden. Beinahe viereinhalb Jahre bog der Trainer nach der Ankunft in der Mixed-Zone links in die Heimkabine ab. Jetzt, wo er die Gästemannschaft trainiert, wird es rechts herum gehen. Erstmals gastiert Rapp als gegnerischer Trainer im Holstein-Stadion. Die Rückkehr des 47-Jährigen wird eine besondere. Bevor sich die Wege von Holstein Kiel und Rapp im Februar dieses Jahres getrennt hatten, war der Trainer fast viereinhalb Jahre für unsere KSV tätig. In dieser Zeit prägt er Holstein enorm und sicherte sich als unser Aufstiegscoach in die Bundesliga und Zweitplatzierter der Kieler Rekordtrainer einen Platz in der Vereinshistorie. Im ersten Spiel nach der Ära Rapp bedachten die Holstein-Fans den Ex-Coach mit Bannern und Sprechchören.

Marcel Rapp betreute unsere Störche in 160 Pflichtspielen.
Nach sieben Jahren verließ Branimir Hrgota die SpVgg Greuther Fürth und schloss sich dem FC St. Pauli an.

Im Sommer heuerte Rapp bei den Kiezkickern an. Wie schon in der Vorsaison muss der Trainer den Umbruch eines Bundesliga-Absteigers moderieren. So sind unter anderem mit Hauke Wahl, Jackson Irvine und Nikola Vasilj nicht nur Leistungsträger von Bord gegangen, die damals schon am Bundesliga-Aufstieg beteiligt waren, sondern auch Führungs- und Identifikationsfiguren. Auf der Zugangsseite bringen Marcus Mathisen (1. FC Magdeburg) und Branimir Hrgota (SpVgg Greuther Fürth) die nötige Erfahrung mit. Zudem gelang es, mit Rony Jansson (Kalmar FF), Sam Klein (Brisbane Roar), Gísli Thórdarson (Lech Posen) und Wissou Kaba (St. Pauli U19) junge und entwicklungsfähige Spieler für sich zu gewinnen.

Kaars zurück in der Wohlfühloase 2. Bundesliga

Auch Martijn Kaars dürfte als gefühlter Neuzugang betrachtet werden. Der Stürmer hatte sich in der Saison 2024/25 mit 20 Toren und sechs Vorlagen in 34 Pflichtspielen beim Zweitligisten 1. FC Magdeburg für höhere Aufgaben empfohlen. Auch der Start in die abgelaufene Spielzeit verlief mit drei Torbeteiligungen in vier Einsätzen beim FCM erfolgreich, ehe St. Pauli zuschlug und Kaars in die Bundesliga lockte. In der Hansestadt und der höheren Liga hatte der 27-Jährige jedoch Schwierigkeiten, Fuß zu fassen. Die schwache Saison seiner offensiven Mitspieler half ihm dabei nicht. Nach dem Abstieg ist der Rechtsfuß zurück in der 2. Bundesliga, wo er sich wohlfühlt. In der Saisonvorbereitung festigte Kaars seinen Platz in der ersten Elf und traf in fünf von sechs Testspielen.

In der Vorsaison hatte Martijn Kaars sein Glück bei St. Pauli noch nicht gefunden (Foto: DFL/Getty Images/Reinaldo Coddou H.).

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