1. FC Union Berlin – Holstein Kiel 0:2 (0:0)

Störche siegen bei Union / Hasse erzielt Traumtor

Die KSV Holstein gewinnt beim 1. FC Union Berlin überraschend mit 2:0 (0:0) vor 6163 Zuschauern in der Alten Försterei und baute damit den Vorsprung auf die Abstiegsplätze der Regionalliga Nord weiter aus. „Mein Team hat diszipliniert gespielt und große kämpferische Moral bewiesen“, freute sich KSV-Coach Peter Vollmann.

Die Kieler waren von Beginn an engagiert, ließen sich jedoch schnell den Schneid von den spielfreudigen Gastgebern abkaufen. Texeira köpfte bereits in der 7. Minute knapp über die Torlatte. Nur kurze Zeit später stand Sport frei vor dem KSV-Tor, doch der Ball ging aus kurzer Distanz knapp am linken Torpfosten vorbei (15.). Holstein versuchte sich durch Konter von dem Druck der Unioner zu befreien, doch Dobry verstolperte die Kugel vor dem gegnerischen Tor (38.). Kurz vor der Pause war es wieder der Ex-Kieler Texeira, der einen Hasse-Ausrutscher ausnutzte, jedoch an dem stark parierenden KSV-Schlussmann Henzler scheiterte (39.).

In der zweiten Halbzeit agierte die KSV endlich mutiger. Doch erst einmal besaß Benyamina in der 55. Minute die Riesenchance zur Unioner Führung, doch Henzler war erneut auf dem Posten. Dann vergab Dobry die zweite KSV-Großchance des Spiels, als er aus 5 Metern an Keeper Glinker scheiterte (56.). Sieben Minuten später war es dann aber soweit. Dobry tankte sich dieses Mal vorbildlich auf der Außenbahn durch, bediente genau zum richtigen Zeitpunkt Sturmpartner Guscinas und der Litauer schob die Kugel zum vielumjubelten 1:0 ein (63.). Nun verteidigte Holstein die Führung mit Leidenschaft und Hasse sorgte kurz vor dem Ende für die endgültige Entscheidung. Aus knapp 30 Metern Torentfernung landete sein strammer Freistoß in das rechte obere Toreck von Union-Torwart Glinker. „So ein Traumtor habe ich das letzte Mal vor fünf Jahren bei der Partie zwischen Lübeck und St. Pauli erzielt“, berichtete der glückliche Torschütze. Trainer Peter Vollmann lobte derweil die Einstellung seiner Spieler nach dem Abpfiff: „Meine Männer haben die taktischen Anweisungen sehr gut befolgt und stets zum richtigen Zeitpunkt die Tore erzielt.“

Stimmen zum Spiel –>

Christian Schreier (Trainer Union Berlin): Die Gäste haben sehr offensiv agiert. Dennoch hat mein Team die erste Hälfte klar dominiert, denn Holstein ist kaum über die Mittellinie gekommen. Beim 1:0 hat unsere Defensive doppelt geschlafen.

Simon Henzler (Holstein Kiel): Ich bin froh meinen Teil zum Sieg beigetragen zu haben. Der Trainer hat uns super eingestellt. Bei Union konnte keiner von uns erwarten, dass wir hier gewinnen. Nun haben wir bereits 5 Erfolge bei 6 Spielen feiern können. So kann es weitergehen.

Dimitrius Guscinas (Holstein Kiel): Wir haben das Spiel stark begonnen und dann Union stets Paroli geboten. Nach der schlechten Partie in Leverkusen hat unser Team sich gefangen und dabei sehr schöne Tore erzielt.

Holger Hasse (Holstein Kiel): Wir haben heute absolut verdient gewonnen und die Grundlage für den Klassenerhalt geschaffen. Nun müssen wir am Samstag gegen Kickers Emden nachlegen.

Statistik –>

Union Berlin: Glinker – Bergner, Stuff, Schulz – Bönig (74. Wunderlich) – Bauer, Spork, Biermann (83. Streit) – Benyamina, Teixeira, Patschinski (74. Vuckovic)

KSV Holstein: Henzler – Boy, Hasse, Jürgensen – Sandmann, Hummel, Rohwer – Brandy (70. Kazior), Hauswald (58. Breitenreiter) – Guscinas, Dobry (90. Dogan)

Tore: 0:1 Guscinas (63.) 0:2 Hasse (84.)

Schiedsrichter: Winkmann (Kerken)

Zuschauer:6163

Aus Berlin berichten Patrick Nawe und Sven Hornung

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