Comet Kiel – Holstein U23 0:1 (0:0)

Verbandsliga Schleswig-Holstein

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Die U23 der KSV Holstein führt nach dem glücklichen 1:0 (0:0)-Erfolg im Lokalderby beim SC Comet Kiel weiter die Tabelle der Verbandsliga Schleswig-Holstein an. Vor 237 zahlenden Zuschauern an der Passader Straße sorgte Hakim Alioua mit einem Sonntagsschuss aus 35 Metern (74.) für das Tor des Tages.

„Das hab ich mir von Thierry Henry abgeschaut, außerdem hatte ich mir heute einen Treffer fest vorgenommen!“ Matchwinner Hakim Alioua fand nach dem Abpfiff des Verbandsliga-Derbys zwischen dem SC Comet Kiel und Holstein Kiel II eine passende Erklärung für sein Traumtor. Nach einem Ballverlust von Marco Rook und dem anschließenden Ausrutscher von Dennis Jäger hatte der quirlige Linksaußen der Störche die Gunst der sich bietenden Gelegenheit genutzt, schlenzte das Leder aus 35 Metern halblinker Position unhaltbar für SC-Keeper Melf Molinas ins lange Eck und ließ sich nach dem glücklichen Dreier von seinem siegtrunkenen Torhüter Nico Beyer auf den Schultern vom Platz tragen. Zuvor hatten die Zuschauer an der Passader Straße ein Lokalderby gesehen, das spielerisch so ziemlich alle Wünsche offenließ.

Dass die Partie im ersten Durchgang noch Unterhaltungswert besaß, das lag vor allem am engagierten Auftreten der Ziesecke-Elf, die sich gegen den haushohen Favoriten mit robustem Auftreten und einer aggressiven Zweikampfführung geschickt aus der Affäre ziehen konnte. „Ich bin heute um Jahre gealtert“, befand Holstein-Coach Thorsten Gutzeit die Begegnung für überaus nervenzehrend. Comet besaß in den ersten 45 Minuten die besseren Torchancen, gefiel durch einen konstruktiven Spielaufbau und lebte vom Kieler Fehlpassfestival. In der Deckung ließen die Platzherren abgesehen vom 25-Meter-Pfostenkracher von Ole Werner (13.) vor der Pause kaum etwas zu. Auf der Gegenseite musste „Störche“-Keeper Nico Beyer in der 19. Minute nach einer Einzelleistung des agilen Christoph Schultz Kopf und Kragen riskieren, um seine Mannsschaft vor einem Rückstand zu bewahren. Zuvor zeigten sich Nedeljko Veselinovic (15.) und Patrick Mierse 60 Sekunden später beim Torabschluss in aussichtsreicher Position viel zu zögerlich. Zwei Minuten vor der Halbzeitpause verpasste der Ex-Holsteiner Steve Frank per Aufsetzer aus 22 Metern die Führung für Comet. Pech für beide Teams, dass mit Robin Ziesecke (Oberschenkelzerrung) und Florian Ziehmer (Verdacht auf Bänderriss) zwei Leistungsträger frühzeitig verletzungsbedingt ausscheiden mussten.

Nach einer fruchtbaren Halbzeit-Ansprache von Thorsten Gutzeit bemühte sich Holstein im zweiten Durchgang um mehr Spielkultur. Nun ergaben sich für die Gäste aussichtsreiche Tormöglichkeiten. Doch Michael Schmitt per Kopf aus zehn Metern im Anschluss an einen Nielsen-Freistoß (53.), Nielsen mit einem Freistoß aus 22 Metern (61.) und Liridon Imeri aus 14 Metern halbrechter Position (64.) scheiterten knapp. Eine für den weiteren Spielverlauf nicht unerhebliche Entscheidung begünstigte letztlich den Erfolg der KSV. Nachdem Viktor Hardock aufgrund wiederholten Foulspiels des Feldes verwiesen worden war (63.) legten die „Jungstörche“ noch eine Schippe drauf, drängten auf den Führungstreffer und wurden eine gute Viertelstunde vor dem Spielende durch das vielumjubelte Traumtor von Alioua belohnt.

„Der Platzverweis für Viktor hat uns wohl den letzten Kick gegeben, ansonsten hätten die Zuschauer hier ein leistungsgerechtes Remis gesehen“, wusste Holstein-Coach Gutzeit am Ende um den glücklichen Erfolg seiner Mannschaft. (Patrick Nawe)

Comet Kiel: Molinas – Hungerecker (78. Malkowski) – Dommasch, Sel – Mierse, Frank, Jäger, Laubinger, R. Ziesecke (11. Rook) – Schultz, Veselinovic (46. Blazevic)

Holstein Kiel II: Beyer – Hardock, Meshekrani, Schmitt, Nielsen – Hansen, Ziehmer (35. Alioua), Werner, Camps – Kastner, Imeri (70. Hingst)

Tor: 0:1 Alioua (74.)

Gelb-Rote Karte: 63. Hardock (Foulspiel)

Schiedsrichter: Back (Friedrichsort)

Zuschauer: 236 zahlende

Foto: Rouven Abel feiert den Torschützen Hakim Alioua.

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