Di. 19.30 Uhr: Holstein Kiel – SV Wilhelmshaven

Verlieren strikt verboten –

SV Wilhelmshaven bangt um den Klassenerhalt

Eine enttäuschende Vorrunde liegt hinter dem SV Wilhelmshaven. Verlierer waren dabei vor allem Trainer Wolfgang Steinbach und Manager Kai Stisi. Beide zeichneten für die getätigten Einkäufe verantwortlich. Beide wollten sich an der Kaderzusammenstellung messen lassen, mehr als ein Abstiegsplatz ist bislang (noch) nicht drin.

Mandel und Kolm agierten ohne Ausschläge nach oben oder unten. Gilberto Junior zeigte gute Ansätze, während Tuma, Özkaya und Bella als Fehleinkäufe angesehen werden mussten. Bella bekam zwar die meisten Einsatzzeiten dieser drei Spieler, doch Stürmer werden an Toren gemessen – davon erzielte er keines. Den mit fünf Treffern erfolgreichsten Vorrunden-Torjäger, Sebastian Wojcik, zog es inzwischen zum Süd-Regionalligisten Hessen Kassel. Andere werden es ihm gleich tun und den Verein verlassen.

Doch es gab auch Lichtblicke. Torwart Rene Damerow wies trotz des Tabellenstandes nach, dass er einer der besten Torhüter dieser Regionalligastaffel ist. Auch die Defensivakteure Gregorz Lekki und Marcel Hagmann stellten gehobenes Regionalligaformat unter Beweis. Sie gehören gemeinsam mit dem unermüdlichen Mittelfeldspieler Daniel Isailovic zu den Gewinnern.

Im Winter entschloss man sich dazu, im Abstiegskampf auf die Erfahrung von Fußball-Fachmann Franz Gerber zurück zu greifen. In Sachen Personal hat Hauptsponsor Albert Sprehe also zuerst gehandelt. Gerber soll nun als Berater in Zusammenarbeit mit Manager und Trainer das Team gezielt verstärken und den Klassenerhalt sichern.

In der Winterpause erhielt die Mannschaft bereits Unterstützung. Gleich acht Neuzugänge blähten den ohnehin schon großen Kader auf unglaubliche 36 Akteure auf. Vivaldo Nascimento, Matthias Örum, Lionel Djebi-Zadi, Sergio Sargazazu, Stephen Famewo, Fumaca, Boris Fischer und Pawel Kryszalowicz heuerten beim SV an.

Und der Jahresauftakt der neuformierten Steinbach-Elf war äußerst vielversprechend. 9 Zähler aus den ersten fünf Begegnungen sorgten für viel Auftrieb beim kommenden Gegner der KSV Holstein. Vor allem Sargazazu überzeugte die Fans durch sein unglaubliches Laufpensum, seine bestechende Technik und seine Torgefährlichkeit. Im Derby gegen Kickers Emden lief die Neuerwerbung zur Höchstform auf. Erst der FC St. Pauli konnte den SV Wilhelmshaven vor zwei Wochen mit einem 2:0 in die Schranken weisen.

Doch schon in der Vorrunde war nicht alles schlecht an der Jade. Häufig spielte der SV Wilhelmshaven mit den Gegnern auf Augenhöhe, doch letztlich wurden zahlreiche Partien am Ende doch noch unnötig hergeschenkt, was sich auch in den knappen Ergebnissen widerspiegelt. Nur gegen den VfB Lübeck (1:3) und mit Abstrichen gegen den VfL Osnabrück (0:2) war der SV Wilhelmshaven deutlich unterlegen. Im Gegensatz zu den guten Resultaten im heimischen Stadion erlebte man aber auf des Gegners Platz viel zu viele Bruchlandungen. Nur einen Sieg konnte man auswärts verbuchen. Zu wenig zum Überleben. Ausgerechnet beim Lokalrivalen BSV Kickers Emden siegte die Steinbach-Elf am 2. September mit 3:1. Seitdem wartet man in der Fremde auf ein neuerliches Erfolgserlebnis. Im Jahr 2007 reichte es immerhin zu zwei Unentschieden in Leverkusen und Berlin. So konnte man das Enteilen der Konkurrenz zumindest verhindern. Dementsprechend ist auch morgen in Kiel eine Niederlage „strikt verboten“. (nawe)

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