FC Gütersloh – Holstein Kiel 2:0 (1:0)

2. Frauen Bundesliga Nord

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Mit einer verdienten Niederlage kehrten die Zweitliga-Fußballerinnen von Holstein Kiel an die Förde zurück. 2:0 (1:0) hieß es am Ende für den FC Gütersloh durch die beiden Treffer von Jacqueline Scheuren (23.) und Lisa Gebhard (83.). Vor 200 Zuschauern erarbeitete sich die Mannschaft von Ex-DDR-Nationalspieler Heiko Bonan ein deutliches Chancenplus und hätte bei konsequenter Verwertung ihrer Möglichkeiten auch durchaus höher gewinnen können.

Von Beginn an unterliefen den Kielerinnen immer wieder haarsträubende Fehler im Spielaufbau. Darüber hinaus zeigte die Siebolds-Elf vor allem in den Zweikämpfen viel zu selten ihre Zähne. Die Konsequenz waren zahlreiche Gelegenheiten für den FC Gütersloh, die Partie frühzeitig für sich zu entscheiden.

Bereits in der 18. Minute mussten Rachel Pashley und Christin Vogt nach einer scharf hereingetretenen Ecke von Scheuren in höchster Not klären. Drei Minuten später hätte Scheuren nach einem leichtfertigen Ballverlust von Stefanie Mohr beinahe die Führung erzielt, doch Katna Ihrens im Kieler Tor war auf dem Posten. In der 22. Minute endlich eine gute Möglichkeit für die Gäste. Nach einer gekonnten Vorarbeit durch Jana Leugers zirkelte Julia Weigel das Leder aus 21 Metern knapp über die Querlatte. Quasi im direkten Gegenzug dann doch das 1:0 für die Bonan-Elf. Nach einer scharfen Hereingabe von Anja Barwinsky wuchtete Scheuren das Leder aus zehn Metern per Kopf in die Maschen (23.). Nur 60 Sekunden später die Chance zum Ausgleich, doch Stephanie Güldenzoph scheiterte per Kopf aus kurzer Distanz. Zwischen der 34. und 37. Minute besaß der FC Gütersloh gleich dreimal die Chance, die Partie für sich zu entscheiden, aber Kristina Gessat aus 20 Metern, Birgitta Schmücker und Maren Wallenhorst aus kurzer Distanz (36.) sowie erneut Gessat (37.) scheiterten entweder an ihren Nerven oder an der prächtig reagierenden Torhüterin Katna Ihrens im KSV-Gehäuse.

Im zweiten Durchgang tat Holstein endlich mehr, konnte sich aber in Strafraumnähe zu keinem Zeitpunkt entscheidend in Szene setzen. Fünf Minuten nach dem Wechsel musste Ihrens erneut Kopf und Kragen riskieren, um ihr Team weiter im Rennen zu halten. Mitte der zweiten Hälfte löste KSV-Coach Siebolds die Doppelsechs auf und beorderte Güldenzoph weiter nach vorne. Mit Svenja Nefen und Sarah Thode brachte der Kieler Trainer für Pashley und Mohr zudem zwei frische Kräfte. Kurz zuvor hatte bereits Kranz für Krause das Feld räumen müssen. In die beste Phase der Störche hinein dann die kalte Dusche für die Gäste. Nach einem Eckball von Scheuren drückte Lisa Gebhard das Leder per Kopf in die Maschen (83.). Damit war die Messe im Heidewaldstadion gelesen. Gütersloh hätte in der Schlussphase durch Hackmann (87.) weiter erhöhen können, doch die FC-Angreiferin scheiterte frei vor KSV-Torhüterin Ihrens.

„Wir haben schlecht gespielt, das ist eindeutig zu wenig für unsere Ziele. Vor allem unsere Leistungsträger standen heute neben der Spur“, so der enttäuschte Kieler Trainer Heinz Siebolds, der auf Mittelfeld-Akteurin Nina Jokuschies verzichten musste, nach dem Schlusspfiff.

FC Gütersloh: Wojtasik – Hackmann, Scholz, Drewitz, Widowski – Schiller, Gessat, Schmücker (65. Gebhard), Scheuren – Wallenhorst (58. Buller), Barwinsky

Holstein Kiel: Ihrens – Mohr (75. Thode), Woelki, Schrum, Vogt – Leugers, Güldenzoph, Pashley (76. Nefen), Weigel – Kranz (65. Krause), Krohn

Tore: 1:0 Scheuren (23.), 2:0 Gebhard (83.)

Foto: Kati Krohn setzt sich gegen Angelika Widowski durch.

Aus dem Heidewaldstadion in Gütersloh berichtet Patrick Nawe

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