FC Heidenheim – Holstein Kiel 3:0 (1:0)

3. Liga / Fotos im Bildarchiv online

Holstein Kiel steckt weiter im Abstiegsstrudel der 3. Liga. Beim Tabellenzweiten FC Heidenheim unterlagen die enttäuschenden Störche vor 4260 Zuschauern mit 0:3 (0:1). Die Tore für die Platzherren erzielten Patrick Mayer (17.), Tim Göhlert (60.) und Bastian Heidenfeller (80.).

Ratlosigkeit bei den Gästen von der Förde nach dem Schlusspfiff. Der erhoffte Befreiungsschlag im Abstiegskampf blieb auch in der GAGFAH-Arena aus. Wenige Tage vor den „Wahrsagern“ gegen Unterhaching und Wuppertal ist das Nervenkostüm der Wück-Elf angeschlagen. „Es geht jetzt um den Verein und um Arbeitsplätze, der Zug ist für uns noch nicht abgefahren“, appellierte Routinier Dmitrijus Guscinas nach dem Spielende an die Ehre der Holstein-Spieler.

Holstein wollte in Heidenheim mutig und konzentriert agieren, doch das Konzept wurde bereits nach 17. Minuten über den Haufen geworfen. Nach dem Kopfballtreffer von Patrick Mayer im Anschluss an einem Freistoß (17.) saß der Stachel der Enttäuschung bei den Störchen zu tief. Nur selten konnte sich Holstein in Zweikämpfen durchsetzen und gefährliche Aktionen in Richtung des gegnerischen Tores waren absolute Mangelware. Erst die Einwechslung von Dmitrijus Guscinas in der 41. Minute sorgte für etwas Belebung im Spiel der KSV. Doch Alper Bagceci per Kopf (24.), erneut Bagceci aus spitzem Winkel (34.) und der agile Marc Schnatterer (41.) hätten die Führung der Heidenheimer bereits vor der Pause ausbauen können.

Die Entscheidung zugunsten des Aufsteigers aus Baden-Württemberg fiel dann in der 60. Minute. Erneut nutzte Heidenheim eine Standardsituation. Diesmal drückte Tim Göhlert das Leder im Anschluss an einen Freistoß per Kopf in die Maschen. Die einzige Möglichkeit der Kieler resultierte aus einer verunglückten Hereingabe von Florian Meyer (64.) , die FC-Keeper Erol Sabanov mit den Fingerspitzen über die Latte drücken konnte. Den Schlusspunkt zum 3:0 setzte Bastian Heidenfeller zehn Minuten vor dem Schlusspfiff. Negativ-Höhepunkt der Partie war aus Sicht der Kieler die Rote Karte für Kapitän Sven Boy in der 74. Minute.

„Wir müssen uns jetzt in den kommenden Spielen vor heimischem Publikum selbst aus dieser misslichen Lage befreien“, setzt Trainer Christian Wück auf einen psychologischen Heimvorteil. Bereits am Mittwoch um 19 Uhr empfangen die Störche die SpVgg Unterhaching im Holstein-Stadion.

Holstein Kiel: Henzler – Hummel (41. Guscinas), Müller, Boy, Jürgensen – Lamprecht, Vujcic, Jerat, Meyer – Holt (68. Heider) – Sykora (62. Wulff)

Tore: 1:0 Mayer (17.), 2:0 Göhlert (60.), 3:0 Heidenfelder (80.)

Schiedsrichter: Jan Seidel

Zuschauer: 4260

Foto: Christopher Lamprecht vor Florian Krebs am Ball.

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