Holstein Kiel – Hamburger SV II 2:1 (0:1)

Regionalliga Nord

Aufgrund einer enormen Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte ist die KSV Holstein an die Tabellenspitze der Regionalliga Nord gestürmt. Mit Biss und Leidenschaft kämpften sich die Kieler Störche nach einem Pausenrückstand zurück ins Spiel und siegten am Ende verdient mit 2:1 (0:1) gegen den Hamburger SV II vor 2457 begeisterten Zuschauern im Holstein-Stadion. „Wir haben in der zweiten Halbzeit sehr viel investiert und mit Power agiert. Ein schöner Sieg, vor allem weil wir die Partie drehen konnten“, erklärte KSV-Trainer Peter Vollmann.

Bei Holstein rückte Tim Siedschlag für Tim Wulff (Knöchelprellung) in die Startelf. Beide Teams neutralisierten sich in der ersten Hälfte zunehmend. Die Gäste standen sehr tief in der eigenen Hälfte und Holstein mühte sich vergeblich das Führungstor zu erzielen. Nach einer Lartey-Ecke lenkte HSV-Keeper Raphael Wolf einen Schuss von Siedschlag über das Tor (18.). Anschließend verpasste Jan Hoffmann eine Jürgensen-Flanke (21.). Kurz vor der Pause wurde es dann noch zweimal gefährlich im Kieler Hoheitsgebiet. Joseph Olumide nutzte einen Abspielfehler von Sven Boy, verpasste das Tor von Michael Frech aber knapp (36.). Besser machte es dann Dani Schahin, der den Ball nach feinem Keita-Pass eiskalt zum 0:1 in die Tormaschen einschob (44.). „Wir haben einfach zu statisch agiert“, lautete Vollmanns Halbzeit-Fazit.

Nach der Pause zeigten die Gastgeber dann ein ganz anderes Gesicht. Engagiert und mit einer scheinbar gehörigen Portion Wut im Bauch kämpfte sich die KSV Holstein zurück ins Spiel. Einen Lartey-Freistoß verlängerte Hoffmann per Kopf und Hamburgs Schlussmann Wolf lenkte den Ball gerade noch zur Ecke (52.). In der 67. Minute wurden die Kieler Angriffsbemühungen und Umstellungen (Dmitrijus Guscinas und Heiko Petersen ersetzten Alexander Nouri und Jan Hoffmann, Lartey agierte hinter den Spitzen) endlich belohnt. Nach einem Guscinas-Querpass stocherte Siedschlag den Ball zum verdienten 1:1 in die Tormaschen (67.). Und damit nicht genug. Nach einem Missverständnis zwischen Kai-Fabian Schulz und Torwart Wolf war erneut Siedschlag zur Stelle und traf zum vielumjubelten 2:1-Endstand. Vollmann: „Der Gegentreffer war ein Wachmacher für meine Mannschaft.“ Gäste-Coach Karsten Bäron bilanzierte: „Holstein hat nach der Pause viel Druck gemacht. Deshalb geht der Sieg auch in Ordnung.“

Holstein: Frech – Hummel, Boy, Schyrba – Großöhmichen, Vujcic (80. Hasse) – Lartey, Jürgensen – Nouri (46. Petersen) – Siedschlag, Hoffmann (65. Guscinas)

HSV II: Wolf – Grove (61. Maier), Schulz, Gorka, Haas – Behrens (80. Saka), Keita, Ofoe, Trefzger – Schahin (70. Beister), Plumide

Tore: 0:1 Schahin (44.), 1:1 Siedschlag (67.), 2:1 Siedschlag (83.)

Schiedsrichter: Steuer (Menden)

Zuschauer: 2457

Foto: Mohammed Lartey im Zweikampf mit seinem Gegenspieler Timo Trefzger.

+++ Info +++

Holsteins Mittelfeldspieler Alexander Nouri fällt aufgrund einer Bauchmuskelzerrung vorerst aus. Die medizinische Abteilung der KSV Holstein rechnet mit einer Pause von zwei bis drei Wochen.

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