Holstein Kiel – Herforder SV 0:3 (0:2)

2. Frauen-Bundesliga Nord

In der 2. Frauen-Bundesliga Nord unterlag Holstein Kiel Tabellenführer Herforder SV mit 0:3. Somit gab es die vierte Niederlage im vierten Heimspiel für die Holstein Woman, während die Gäste aus Ostwestfalen nun den siebenten Sieg im siebenten Punktspiel aufweisen dürfen.

Dabei wäre für den Außenseiter aus Schleswig-Holstein sogar ein Punktgewinn möglich gewesen. In der ersten Halbzeit war zwischen dem Tabellenachten und dem Spitzenreiter kein Unterschied zu erkennen. Die Mannschaft von Guido Gehrke stand sicher in der Defensive und liess nicht viel zu. Lediglich in der 28. Minute wurde es brenzlig, als zunächst Ninaus aus zehn Metern an Keeperin Bendt scheiterte und der Nachschuss von Laue aus zwölft Metern abgeblockt wurde. Beim 0:1 schlief die Defensive der Kielerinnen wie des öfteren bei Standardsituationen in dieser Saison. Einen von Mittendorf aus 40 Metern aus dem rechten Halbfeld getretenen Freistoß an den Torraum köpfte Laue unbedrängt ins rechte Toreck. Mit etwas mehr Mumm und mehr Passgenauigkeit im Aufbauspiel in die Spitze hätte Holstein den Herforder SV weitaus mehr ärgern können. So lagen die Kielerinnen trotz engagierter Vorstellung in der Defensive mit 0:1 zur Pause in Rückstand.

Der sich mit Wiederbeginn nach nur vier Minuten nach ähnlichem Szenario wie beim ersten Treffer vergrößerte. Mittendorf brachte erneut einen Freistoß aus der selben Entfernung in den Strafraum, wo Pollmann fast aus dem Zentrum mit einem Flachschuß aus 13 Metern ins rechte Eck auf 2:0 für ihre Farben erhöhte. Danach kontrollierte die Mannschaft von Neutrainerin Tanja Schulte die Partie und verlagerte das Spielgeschehen in die Kieler Hälfte. Die größte und einzige Chance zum Anschlußtreffer präsentierte sich Bannas. Holsteins Stürmerin lief alleine auf Speckmann zu. Doch der Tunnelversuch aus acht Metern scheiterte an den Füßen der Gäste-Keeperin. Nach dem 3:0 für Herford, die Defensive der KSV liess Laue im Strafraum unbedrängt dribbeln, war die Begegnung endgültig entschieden.

Fazit: verdienter Sieg für Herford gegen im Rückwärtsgang bemühte Kielerinnen! Aber die erwartete Übermannschaft war der “HSV” nicht. Mit einigen Prozenten mehr bei Passgenauigkeit, Offensiv(lauf)arbeit und Zweikampfbilanz wären die Gäste nicht mit blütenweißer Weste aus Kiel nach Hause gefahren.

Holstein Kiel: Victoria Bendt – Rachel Rinast Rinast, Rosa Pérez Traulsen, Lena Schrum, Christin Vogt (59. Stephanie Güldenzoph) – Marialiiza Kranz, Rachel Pashley Pashley, Svenja Wölki (66. Sarah Thode), Justine Pank, Christina Krause (75. Jeska Danielsen) – Bannas

Herforder SV: Sonja Speckmann – Yvonne Hansmeier (46. Isabella Berger), Sabrina Schlottmann, Desiree Lenz, Christina Schulte (66. Bianca Sauer) – Maxine Mittendorf (56. Sandra Deilmann), Jennifer Voss, Kerstin Nolte, Anna Laue – Jennifer Ninaus, Marie Pollmann

Schiedsrichter: Sandra Pansch (Hamburg)

Zuschauer: 70

Rote Karte: Thode (90.)

Gelbe Karten: Ninaus, Pollmann

Tore: 0:1 Laue (41.), 0:2 Pollmann (49.), 0:3 Laue (78.)

Foto: Christina Krause (re.) behakelt sich mit Herfords Kerstin Nolte.

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