Holstein Kiel – Hertha BSC Berlin II 2:0 (1:0)

Holstein weiter auf der Erfolgswelle –

Breitenreiter und Lindemann sorgen für Tore beim 2:0-Erfolg gegen Hertha BSC

Holstein Kiel bleibt in der Fußball-Regionalliga Nord weiter in der Erfolgsspur. Gegen die Bundesliga-Reserve von Hertha BSC Berlin landete die Neubarth-Elf einen hochverdienten 2:0-Sieg und blieb dabei auch im vierten Saisonspiel ungeschlagen. Die Treffer für die KSV erzielten dabei Kapitän Andre Breitenreiter (37.) sowie Björn Lindemann (63.).

Nach nunmehr 360 Minuten ohne Gegentreffer rangieren die „Störche“ vor dem DFB-Pokalspiel am kommenden Freitag gegen die SpVgg Unterhaching auf dem 3. Tabellenplatz.

Trotz des gelungenen Saisonstarts fanden am Samstag gegen Hertha BSC nur rund 2800 Zuschauer den Weg in das Kieler Holstein-Stadion. Immerhin erlebten die Kieler Fans eine muntere Regionalliga-Partie mit reichlich Torchancen für die Gastgeber.

Schrecksekunde in der 14. Spielminute, denn in eine Drangphase der Kieler hinein tauchte plötzlich der Herthaner Ede – er hatte Michael Niedrig einfach stehen gelassen – frei vor KSV-Keeper Simon Henzler auf, scheiterte jedoch an der auch diesmal fehlerlosen Nummer 1 der „Störche“. In der Folgezeit diktierte Holstein das Spielgeschehen, konnte aber seine Chancen zur Führung nicht nutzen. Die beste Möglichkeit vergab Patrick Würll in der 25. Minute aus neun Metern freistehend vor BSC-Schlussmann Nico Pellatz. Nur drei Minuten später hatte Debütant Henning Grieneisen nach einer Verwirrung in der Berliner Hintermannschaft das Hertha-Tor frei vor sich, doch setzte der Youngster das Leder von der Strafraumgrenze knapp neben den rechten Pfosten. Es war dem KSV-Kapitän Andre Breitenreiter vorbehalten, seine Mannschaft in Führung zu bringen. Per Kopfstoß nach Eckball Lindemann (37.) sorgte der Routinier für das 1:0.

Nach dem Wechsel bemühte sich Hertha zurück ins Spiel zu finden, aber immer wieder antwortete Holstein Kiel mit schnellen Vorstößen. Der eingewechselte Ryan Coiner hatte sechs Minuten nach der Pause – erneut nach einer Ecke von Björn Lindemann – das 2:0 auf dem Kopf, doch strich das Leder am Berliner Gehäuse vorbei ins Aus. Holstein war immer wieder gefährlich bei seinen Standardsituationen und so fiel auch die Entscheidung nach einem Eckball. Diesmal war es Lindemann (62.), der eine Grieneisen-Heringabe einnicken konnte. Damit war die Messe im Holstein-Stadion für die Elf von Karsten Heine gelesen.

Die Kieler Deckung verdiente sich im zweiten Durchgang Bestnoten und ließ kaum nennenswerte Berliner Möglichkeiten zu. Nach einer verunglückten Rückgabe von Alexej Spasskov zu seinem Torhüter Simon Henzler fünf Minuten vor dem Ende gab es indirekten Freistoß für die Gäste, doch auch den Schuss aus acht Metern lenkte Henzler artistisch per Fußabwehr über die Querlatte.

Vier Spiele, vier Tore und Platz 3 der Tabelle punktgleich mit Tabellenführer VfB Lübeck und dem Zweiten FC St. Pauli – Holstein ist nach dem besten Saisonstart seit dem Wiederaufstieg 2001 gerüstet für den „Pokalfight“ gegen den Münchener Zweitligisten Unterhaching und macht mit seinen derzeitigen Vorstellungen Appetit auf mehr.

Holstein Kiel – Hertha BSC Berlin II 2:0 (1:0)

Kiel: Henzler – Rohwer, Sandmann, Molata, Spasskov – Lindemann (87. Heithölter), Breitenreiter, Niedrig, Grieneisen (80. Paulus) – Dobry, Würll (46. Coiner) – Trainer: Neubarth

Berlin: Pellatz – Wallschläger, R. Müller, Samba, Bieler – A. Schmidt, Chahed – Covic, S. Hoeneß (58. Stachnik), Cubukcu (58. Ebert) – Ede –

Trainer: Heine

Tore: 1:0 Breitenreiter (37.), 2:0 B. Lindemann (63.)

Schiedsrichter: Hagen (Oer-Erkenschwick)

Zuschauer: 2760

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