Holstein Kiel II – Osterholz-Scharmbeck 2:1 (1:0)

Oberliga Nord –

Neubert sorgt für die Entscheidung

„Wir haben uns das Leben immer wieder selber schwer gemacht, aber wir haben uns den Erfolg im zweiten Durchgang hart erarbeitet und sind somit auch verdienter Sieger“, war Trainer Hans-Friedrich „Mecki“ Brunner nach dem Abpfiff zwar nicht mit dem Spiel seiner Mannschaft zufrieden, aber sicherlich mit den drei Zählern auf dem Kieler Punktekonto.

Nicht schön gespielt, aber dennoch erfolgreich. Eine Woche nach der Niederlage beim Tabellenführer VfL Wolfsburg II rehabilitierten sich die Störche durch ein schwer erkämpftes 2:1 gegen die abstiegsgefährdete Elf des VSK Osterholz-Scharmbeck. Nach dem Führungstreffer durch Henning Grieneisen (12.) sowie dem Ausgleich durch Stefan Meyer in der 53. Minute war es dem Ex-Dresdner Thomas Neubert (79.) vorbehalten, die drei Zähler für die Brunner-Elf unter Dach und Fach zu bringen.

Holstein Kiel II und die Gäste aus Osterholz-Scharmbeck boten den 200 Zuschauern in der Sinalco-Arena eine durchaus unterhaltsame Partie. Das lag neben dem Kampfgeist der Störche vor allem auch am Engagement des VSK. Die erste große Chance für Holstein bereits nach neun Minuten, aber der freistehende Tim Wulff scheiterte an Torhüter Björn Müller. Im Gegenzug die erste Möglichkeit für die Gäste, aber der 16-m-Schuss von Björn Wnuck strich knapp am linken Torpfosten vorbei. Die Führung für Holstein dann in der 12. Spielminute. Einen Freistoß von Hüseyin Dogan verlängerte Thomas Neubert auf Henning Grieneisen. Der ehemalige Bielefelder hielt volley einfach mal drauf und traf aus 18 Metern. Doch der Treffer gab den Kieler seltsamerweise keinerlei Sicherheit. Im Gegenteil. Osterholz spielte weiter munter mit und die Störche ließen die Flügel hängen. Symptomatisch für die Vorstellung der KSV im ersten Durchgang dann der verschossene Foulelfmeter von Mariusz Zmijak in der 28. Minute. Zuvor hatte Peer Jaeckel Neubert unsanft zu Fall gebracht. Neubert aus zwölf Metern (29.) und Wulff ohne Blick für den besser postierten Grieneisen (41.) hätten die Führung vor der Pause weiter ausbauen können. Holstein fehlte im ersten Durchgang mitunter die nötige Absicherung in der Defensive. Brunner brachte Siedschlag und nahm den wenig überzeugenden Florian Meyer aus dem Spiel. Nach dem Wechsel dann die kalte Dusche für Holstein. Im Anschluss an ein Dogan-Foul erzielte Stefan Meyer aus 17 Metern per direkt verwandeltem Freistoß den Ausgleich für die Gäste. Als der Osterholzer Rouven Brandt zwei Minuten später nach grobem Foulspiel an Dogan des Feldes verwiesen worden war, spielten nur noch die Kieler. Doch Zmijak mit seinem Freistoß aus 19 Metern (64.) und Grieneisen per Drehschuss aus 22 Metern halbrechter Position (68.) verpassten die Führung. Holstein agierte viel zu umständlich in der Spitze und wurde letztlich dennoch belohnt. Eine scharfe Hereingabe des eingewechselten Siedschlag drückte Neubert aus fünf Metern zum umjubelten Siegtreffer über die Linie. In der 84. Minute hielt der ausgezeichnete KSV-Keeper Ivan Belyaev seiner Elf den „Dreier“ fest, denn er lenkte einen platzierten 14-m-Schuss von Manuel Weinrich mit den Fingerspitzen um den Pfosten.

„Gerade gegen die direkten Konkurrenten sind Erfolge doppelt wichtig“, so der Coach der Kieler U23. Am kommenden Sonntag will Brunner beim Landesderby in Hensted-Rhen die nächsten „big points“ einfahren. (Patrick Nawe)

Holstein Kiel II: Belyaev – Grieneisen, Sandmann, Dogan, F. Meyer (44. Siedschlag) – Bruns (57. Hansen), Vujcic, Zmijak – Neubert, Wulff (73. Schwazwald), Hassler

VSK Osterholz-Scharmbeck: Müller – Altindag, Muzzicato, Votava, Jaekel – D. Meyer, Löhr, Brandt, Wnuck (79. Klimmek) – S. Meyer (65. Larionovs), Weinrich

SR: Kleenlof (Hamburg)

Zuschauer: 200

Tore: 1:0 Grieneisen (12.), 1:1 S. Meyer (53.), 2:1 Neubert (79.)

Rote Karte: Brandt wegen groben Foulspiels an Dogan (55.)

Bes. Vorkommnisse: Zmijak verschießt Foulelfmeter (28.)

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