Holstein Kiel II – TV Grebin 2:0 (0:0)

Frauen Schleswig-Holstein-Liga

Die Mannschaft von Dieter Menke-König hat das Abwehrbollwerk TV Grebin geknackt! Mit einem 2:0 siegte das zweite Team von Holstein Kiel verdient gegen den Tabellensiebenten, der mit erst elf – nun mit dreizehn – Gegentoren das beste Defensiv-Team in der SG-Liga stellt.

Von Beginn an versuchte Holstein Kiel den Gegner durch schnelles und direktes Spiel unter Druck zu setzen. Leider gelang das im ersten Abschnitt nur sehr selten. Der Gastgeber agierte zu oft und zu durchsichtig mit langen und unplatzierten Bällen durch die Mitte auf die Spitzen. Weder Manzelmann noch Hild konnten sich so gegen die von Janine Dittmann gut organisierte Abwehr des Gegners entscheidend durchsetzen. Grebin versuchte seinerseits bei Ballgewinn aus der massiven Deckung heraus durch schnell vorgetragene Konter von Melanie Griem und Kirstin Mangold zum Erfolg zu kommen. Diese wurden jedoch allesamt von der sehr umsichtig agierenden Viererkette abgefangen und in Gegenangriffe umgesetzt.

Thomsen und Pürwitz auf den Aussen wurden in der ersten Halbzeit zu selten gesucht, um gefährliche Flankenläufe starten zu können.

Erst in der 35. Minute gelang Hild der langersehnte Führungstreffer. Einen Pass aus dem Mittelfeld nahm sie aus halbrechter Position direkt auf Höhe der Strafraumgrenze an und schoss den Ball unhaltbar mit einem Drehschuss vorbei an der überragenden Torfrau Jessica Wann aus zehn Metern ins kurze Eck.

Die 2. Halbzeit gestaltete sich zu einem wahren Sturmlauf. Endlich wurde bei Balleroberung in Abwehr oder Mittelfeld schneller und direkter das Spiel verlagert. Zudem setzte die Elf von Menke-König die Aussen Thomsen und Pürwitz öfter in Szene, die entscheidende Lücken in die Abwehr von Grebin rissen. Immer öfter musste Janine Dittmann in höchster Not für die bereits überspielten Manndeckerinnen aushelfen. Dennoch ergaben sich nur selten klare Einschussmöglichkeiten. Zwei hundertprozentige Chancen von Thomsen und Hild aus jeweils fünf bzw. zwei Metern wurden von Keeperin Wann durch unglaubliche Reflexe zunichte gemacht. In der 75. Minute allerdings nutzte Spielführerin Thomsen clever eine Unachtsamkeit der Torfrau und schob den Ball zum erlösenden 2:0 Endstand ein.

Fazit: über 90 Minuten spielte die KSV Holstein geduldig und sehr diszipliniert und nutze eiskalt die wenigen Torchancen zu einem verdienten Erfolg über nie aufsteckende und kämpferisch überzeugende Grebinerinnen.

Holstein Kiel II: Fredericke Borreck – Jytte Stelck, Svenja Nefen, Rosa Pérez Traulsen (29. Tessa Schildt), Gyde Fuhrmann – Siri Thomsen, Martina Pulkis (88. Jessica Klingenberg), Sabrina Eckhoff, Sabine Pürwitz (88. Johanna Pöpperl), Nadine Manzelmann (70. Franka Röder) – Tina Hild

TV Grebin: Jessica Wann – Sabrina Sibbe, Janine Dittmann, Celina Dittmann, Michaela Peters – Jeanette Edeler (65. Kirsten Vollmann), Laura Starkgraff, Deniz Yamann, Daniela Peters – Melanie Griem (42. Monique Kost), Kirstin Mangold

Tore: 1:0 Hild (32.), 2:0 Thomsen (80.)

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