Holstein Kiel – Mellendorfer TV 0:0

2. Frauen-Bundesliga Nord

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Die Frauen von Holstein Kiel treten momentan auf der Stelle. Was die Punkteausbeute und die eigenen Vorstellungen angeht, kommt die Mannschaft von Heinz Siebolds kaum in die gewünschte Schrittfolge. Das 0:0 am Ostermontag gegen das Schlußlicht der 2. Frauen-Bundesliga Nord, dem Mellendorfer TV, spiegelte das aktuelle verfügbare Leistungsvermögen der Kieler Frauen wider. Und das entsprach, wenn überhaupt, maximal zweidrittel des latenten Potentials der Holstein Woman.

Bei herrlichem Sommerwetter erlebten die Zuschauer in der ersten Hälfte einen lauen „Sommerkick“. Ein Schuß von MTV-Spielerin Shabani (9.), den Jokuschies am Torraum abblockte, war die einzige Chance für das Team von Coach Arndt Westphal. Auf der anderen Seite vergab Bannas frei im Strafraum überhastet und vom holprigen Platz begünstigt, eine Großchance (44.) in diesem für die Fans langweiligem Kick. Der Gast aus der Nähe von Hannover übernahm dabei die Intiative mit Spielbeginn. Die Mellendorfer agierten mit dem selben Spielsystem wie die Kielerinnen mit einer Viererkette, zwei Sechsern vor der Abwehr, einem Dreier-Offensivmittelfeld sowie einer Stossstürmerin. Die leichten Feldvorteile nutzten dem Gast, der im Laufe des Spiels kräftemäßig leicht abbaute, jedoch nicht. Die KSV Holstein hatte mit Wiederbeginn seine beste Phase, als man mehr Engagement zeigte. Jedoch blieben diese Bemühungen bei ungenauem, zu laschem Paßspiel sowie zu langsamer Ballzirkulation und nicht immer vorhandenen notwendigen Laufwegen für ein Kombinationsspiel unbelohnt.

Das druckvollere Spiel der Holstein Woman in der zweiten Halbzeit sorgte für drei Höhepunkte. Nach einer Flanke von rechts von Jokuschies verpaßte in der Mitte Bannas knapp den Ball (52.). Zwei Minuten später landete ein etwas zu schwacher und ungenauer Schuß von Jokuschies aus guter Position aus 20 Metern in den Armen von Torhüterin Reinhardt. Nach gut einer Stunde dann die größte Möglichkeit durch eine Doppelchance. Auf der linken Seite auf Höhe der Torauslinie hatte sich Bannas gegen zwei Mellendorferinnen durchgetankt. Bei ihrem Paß in den Rückraum scheiterten direkt hintereinander Güldenzoph und Leugers im Fünf-Meter-Raum. Doch auch der Westphal-Elf eröffneten sich drei Chancen. Spaudes Kopfball war zu ungenau (56.), Farahbods Gelegenheit aus sieben Metern ging knapp am Pfosten vorbei. Und in der Schlußminute blieb den KSV-Fans die wohlschmeckende Bratwurst fast im Halse stecken. Nach einem individuellen Fehler von Wölki schob Spaude den Ball aus 18 Metern an der herausgeeilten Torhüterin Ihrens vorbei aufs leere Holstein-Gehäuse. Zum Glück für die Heimelf auch Zentimeter am linken Torpfosten vorbei. Einen Sieger hatte diese Begegnung schließlich auch nicht verdient. Mit dem 0:0 endete die Partie leistungsgerecht.

Am kommenden Wochenende müssen die Holstein Woman indes mehr zeigen. Beim FFC Oldesloe bedarf es einer Leistungssteigerung. An der Motivation in diesem Schleswig-Holstein-Derby dürfte es nicht mangeln. (isi)

Holstein Kiel: Ihrens – Oberst, Schrum, Wölki, Thode – Weigel (75. Krohn), Pashley, Jokuschies, Leugers (87. Kranz), Güldenzoph (69. Krause) – Bannas

Mellendorfer TV: Reinhardt – Barudi, Bauer, Seybusch, Rose – Maibom (73. Farahbod), Jäger, Salluzzo (64. Navarro), Heilmann, Shabani – Spaude

Schiedsrichter: Kim-Jana Trenker (Winsen)

Zuschauer: 160

Foto: Julia Oberst entwischt ihrer Gegenspielerin Filiz Heilmann.

Videoclip von Rudi Koschnitzke auf Nordkick

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