Holstein Kiel – RW Erfurt 0:2 (0:1)

Regionalliga Nord –

Holstein weiter im Tabellenkeller

Die Talfahrt der KSV Holstein in der Fußball-Regionalliga Nord geht weiter. Auch gegen Rot-Weiß Erfurt reichte es für die Mannschaft von Stefan Böger nicht zu einem Punktgewinn. Nach der 0:2-Niederlage rangieren die Störche nunmehr auf dem 17. Tabellenplatz, der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt inzwischen vier Zähler.

Dabei sollte die Partie gegen Erfurt ein erneuter Befreiungsschlag der Kieler Störche werden, aber am Ende blieb der KSV nur Ernüchterung. Zwar zeigte sich die Böger-Elf in den ersten 45 Minuten sichtlich bemüht und engagiert, aber Konzentrationsschwächen und eine schlechte Chancenverwertung brachte die Kieler um den Lohn der zuletzt harten Arbeit.

Der erste Warnschuss der Gäste bereits in der 10. Minute, aber Björn Brunnemann scheiterte aus 16 Metern nach Vorarbeit von Daniel Brückner. Dann begann die gefährlichste Phase der Kieler. Erst kam Pavel Dobry nach einer schönen Hereingabe von Frank Paulus einen Schritt zu spät gegen den Erfurter Innenverteidiger Tom Bertram (12.), dann verpasste der Kieler Torjäger aus spitzem Winkel nach Vorarbeit von Christian Jürgensen (13.) haarscharf und auch Michael Niedrig scheiterte per Kopf im Anschluss an eine Heithölter-Ecke (14.). In der 19. Minute dann die ersten gravierenden Abstimmungsschwierigkeiten in der Holstein-Deckung. Paulus und Spasskov behinderten sich bei einem Konter der Gäste gegenseitig und ließen so den Erfurter Brunnemann aus 15 Metern zum Schuss kommen. Der Ball strich jedoch rechts am Kieler Gehäuse vorbei. Dennoch wirkte Holstein zu diesem Zeitpunkt energischer und trat auch optisch gefälliger auf. Die nächste große Chance für die KSV in der 37. Minute. Kazior bedient von der Grundlinie aus Dobry, aber der köpft das Leder aus sechs Metern links am leeren Erfurter Tor vorbei. Die Strafe folgte auf dem Fuß. Der an diesem Tag völlig indisponierte Heiko Petersen holte Brunnemann im Strafraum der Kieler ungestüm von den Beinen und den fälligen Freistoß verwandelte Thorsten Görke in der 38. Minute zur überraschenden Führung für die Gäste.

Nach der Pause hatte Holstein immer größere Probleme mit dem Konterspiel der Dotchev-Elf, die Verunsicherung griff immer weiter um sich. Sowohl Brunnemann scheiterte in der 53. Minute mit seinem Distanzschuss aus 20 Metern als auch Alexander Schnetzler vier Minuten später mit seinem Lupfer. Beide Male sah der Kieler Innenverteidiger Petersen alles andere als gut aus. Seine Fehler hätte die Partie schon frühzeitig zu Gunsten der Thüringer entscheiden können. Holstein kam noch einmal, versuchte es jetzt mit der Brechstange. Trainer Stefan Böger brachte mit Thomas Neubert (61.) und eine Viertelstunde später mit Tim Wulff (78.) noch zwei frische Offensivkräfte. In der 67. Minute scheiterte Christian Jürgensen aus sechs Metern per Kopf nach einem Freistoß von Kazior, neun Minuten vor dem Ende war es Michael Niedrig dessen Ball auf Vorarbeit von Kazior am Tor von Michael Ratajczak vorbei rauschte. Es sollte bis zur 87. Minute dauern, ehe Brückner mit dem 2:0 das Schicksal der KSV Holstein besiegelte. (nawe)

Holstein Kiel: Henzler – Spasskov (78. Wulff), Boy, Petersen, Jürgensen – Paulus, Hummel (46. Schnoor), Niedrig, Heithölter (61. Neubert) – Kazior, Dobry

Rot Weiß Erfurt: Ratajczak – J. Nowak, Holst, Bertram, Heller – Peßolat – Görke, Brückner (90. Cornelius), Kühne (80. Stoppelkamp) – Schnetzler, Brunnemann

Tore: 0:1 Görke (38., Foulelfmeter), 0:2 Brückner (87.)

Schiedsrichter: Metzen (Erftstadt-Liblar)

Zuschauer: 3236

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