Holstein Kiel U15 – TSV Hattstedt 4:0 (3:0)

C-Junioren Regionalliga Nord

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Selten sah man auf der Bezirkssportanlage Kiel-Projensdorf ein dermaßen einseitiges Landesderby wie zwischen den C-Junioren der KSV Holstein und dem Aufsteiger TSV Hattstedt am Sonnabend. Am Ende stand es vor 150 Zuschauern 4:0 (3:0) für die Jungstörche – ein Erfolg, der aufgrund des Chancenverhältnisses und der drückenden Überlegenheit auch deutlich höher hätte ausfallen können. Holstein etablierte sich mit dem Erfolg in der Spitze der Regionalliga Nord, während die Gäste von der Westküste auch nach dem vierten Saisonspiel weiter ohne jeglichen Zähler auf dem letzten Tabellenplatz rangieren.

Hattstedt musste in Kiel auf Abwehrchef Tim Menniken und Stürmer Finn Kahlisch verzichten. Holstein konnte auf den zuletzt an einer Fußprellung laborierenden Tobias Fölster zurückgreifen. Von Beginn an übernahm Holstein das Kommando, zeigte sich aggressiv in den Zweikämpfen und ließ während der gesamten Spielzeit nicht eine einzige Torchance der Gäste zu, ja nicht einmal einen Torschuss.

In der 9. Minute nickte der Kieler Melvyn Lorenzen aus zehn Metern einen Robbes-Eckball per Kopf in die Maschen, gute zehn Minuten später erhöhte Christian Robbes dann selber per direkt verwandelter Ecke. Damit war die Messe für die Gäste aus Hattstedt bereits gelesen. Die Stärke der Kieler bei Standards hatte sich zwar auch bei den Gästen längst herumgesprochen, aber individuelle Fehler sowie Abstimmungsschwierigkeiten machten es den Platzherren dennoch sehr einfach. Nach einer halben Stunde traf Asmir Ramadanoski zum 3:0.Halbzeitstand.

„Wenn wir uns hier nicht total abschlachten lassen wollen, dann muss jetzt eine Reaktion von uns kommen“, forderte Paul Hansen in der Halbzeit sein Team zur Schadensbegrenzung auf. Und die Ansprache des Gästetrainers fruchtete. Außer dem Treffer zum 4:0 durch Ibrahim Pinar nach sehenswerter Vorarbeit von Lorenzen hielt sich das Ergebnis letztlich dann doch in „erträglichen Grenzen“ (O-Ton Hansen) für die Nordfriesen.

„Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden“, so Holstein-Coach Ingo Goetze nach dem Schlusspfiff. Der Kieler Trainer vermisste allerdings häufig das spielerische Element bei seiner Mannschaft: „Da lief zu viel über lange Bälle und Einzelaktionen zur Überbrückung des Mittelfeldes.“ Sein Gegenüber Paul Hansen war nach seiner deutlichen Halbzeitansprache mit dem zweiten Durchgang seines Teams einverstanden: „Abgesehen vom Gegentreffer nach der Pause konnten wir in den zweiten 35 Minuten unseren Kasten sauber halten, das war in Ordnung. Es hätte hier heute auch ganz schlimm ausgehen können. Aber mit diesem Ergebnis können wir leben. Holstein ist die beste Mannschaft der Liga, noch besser, als ich den HSV in der letzten Woche erlebt habe.“

Für das Schlusslicht aus Hattstedt steht am kommenden Sonnabend ein ganz wichtiges Spiel auf dem Terminkalender. Will man nicht frühzeitig völlig den Anschluss verlieren, muss gegen den SC Weyhe Zählbares auf dem Konto der Hansen-Elf verbucht werden. Am gleichen Tag reisen die Jungstörche zum FC St. Pauli und wollen dort ihren hervorragenden 2. Tabellenplatz verteidigen. Unterschiedliche Zielsetzungen der beiden einzigen C-Junioren-Regionalligisten im Land, die sich auch im Kräfteverhältnis beider Teams im Landesderby deutlich widerspiegelten. (Patrick Nawe)

Holstein Kiel: Schlotfeldt – Reiß (50. Wuttke), Ramadanoski, Akbaba (43. Lawson-Body), Sauer – Pinar, Fölster (50. Töppe), Brettschneider, Robbes – Lorenzen, Luber (55. Yazgan)

TSV Hattstedt: Sönksen – Keden, Peetrow, Voss, Dierks – Ludwig, Witt, Terheggen (70. Domeyer), Georgie (36. Hornburg) – Ingwersen (36. Iwersen), Jacobsen (36. Otzen)

Tore: 1:0 Lorenzen (9.), 2:0 Robbes (22.), 3:0 Ramadanoski (29.), 4:0 Pinar (42.)

Foto: Yasin Akbaba und Asmir Ramadanoski feiern den dritten Kieler Treffer.

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