Holstein Kiel – VfB Lübeck 1:0 (0:0)

SHFV-Lotto-Pokalfinale

Die KSV Holstein ist im Lostopf der 1. DFB-Pokal-Hauptrunde dabei: Im SHFV-Lotto-Pokalfinale setzten sich die Kieler Störche gegen den VfB Lübeck verdient mit 1:0 (0:0) vor 5843 Zuschauern im Holstein-Stadion durch. Das Tor des Tages erzielte Christian Jürgensen nach einer Tim Wulff-Hereingabe in der Nachspielzeit. „Einen besseren Zeitpunkt für ein Finaltor gibt es einfach nicht“, freute sich KSV-Coach Peter Vollmann. Sein Trainerkollege Uwe Fuchs sagte: „Glückwunsch an Holstein Kiel zum verdienten Sieg. Mein Team konnte die Spannung nach dem Highlight in Essen leider nicht aufrechterhalten.“

In der ersten Hälfte spielten beide Teams auf Augenhöhe und versuchten sattelfest in der Defensive zu agieren. VfB-Schlussmann Tobias Rott lenkte in der Anfangsphase des Spiels zweimal einen strammen Schuss von Michael Holt aus jeweils 25 Metern ins Seitenaus (8./18.). Auch einen Jürgensen-Kopfball nach einer Siedschlag-Ecke parierte der Lübecker Schlussmann sicher (35.). Die größte Möglichkeit der Gäste ergab sich kurz vor der Pause, als ein Deniz Kadah-Kopfball KSV-Torwart Simon Henzler das erste Mal ernsthaft auf die Probe stellte (38.).

In der zweiten Hälfte kamen die Kieler mit mehr Schwung aus der Kabine und präsentierten sich bissiger in den Zweikämpfen. Holt tauchte nach einem feinen Jürgensen-Pass frei vor dem gegnerischen Tor auf, aber Rott parierte den Ball glänzend (57.). Auch ein Hauke Brückner-Kracher aus 30 Metern landete knapp neben dem Lübecker Tor (68.). In der Schlussphase schnürte Holstein die Grün-Weißen in der eigenen Hälfte ein. Dennis Wehrendt brachte dann Tim Siedschlag im VfB-Strafraum zu Fall, aber Referee Björn Hinrichs zeigte zum Unmut der Kieler Zuschauer nicht auf den Elfmeterpunkt (85.).

Es folgte die Nachspielzeit. Jürgensen stürmte in die gegnerische Hälfte, bekam den Ball von Wulff genau im richtigen Moment auf den Fuß gespielt und der Youngster drückte die Kugel zum vielumjubelten 1:0 in die Tormaschen. Das Kieler Holstein-Stadion stand Kopf. „Es war ein spannendes Pokalfinale, bei dem beide Teams an ihre Grenzen gegangen sind“, resümierte Vollmann. VfB-Trainer Fuchs erklärte: „Für mich ist es ein trauriger Abschluss. Ich wünsche mir, dass der VfB Lübeck ohne Belastungen in die neue Spielzeit gehen kann.“

Holstein: Henzler – Schulz, Hasse, Schyrba – Brückner, Rohwer, Siedschlag, Jürgensen – Vujcic – Wulff, Holt (73. Petersen)

Lübeck: Rott – Sievers, Rump, Wehrendt, Hirsch (80. Caruso) – Altin (65. Weber), Niemeyer, Müller, Canale – Hoffmann, Kadah

Tore: 1:0 Jürgensen (90.)

Schiedsrichter: Hinrichs (Husum)

Zuschauer: 5843

Foto: Sven Boy und Peter Schyrba feiern zusammen mit ihrem Trainer Peter Vollmann den Einzug in die 1. DFB-Pokalhauptrunde.

(sh)

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